Daten im Internet schützen: Das sollten Sie tun
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Daten im Internet schützen: Das sollten Sie tun

Daten sind ein wertvolles Gut. Sie geben Rückschlüsse auf unser Verhalten und können so genutzt werden, um unser Handeln zu beeinflussen. Am Ende wählen wir zum Beispiel anders, etwa ein teureres Produkt. Was können wir für den Datenschutz im Internet tun?

Der vollständige Datenschutz ist eine Illusion, nicht erst seit der Digitalisierung und dem „Internet der Dinge“. Das Erstaunliche dabei: Je mehr Daten über uns gesammelt werden, desto weniger scheint es den Einzelnen zu interessieren. Wurde zum Beispiel bei der Volkszählung zum Ende der 1980er noch heftig protestiert ("Meine Daten gehören mir"), kann heute sogar ungestraft das Handy der Bundeskanzlerin abgehört werden.

Wer dennoch etwas für den eigenen Datenschutz tun möchte, findet hier einige Tipps.

Aktuelle Sicherheitssoftware, regelmäßige Programm-Updates und sichere Passwörter setzen wir dabei voraus:

  • Suchmaschinen: Mit Google suchen ist bequem und erscheint fast alternativlos – ist es aber nicht. Immerhin gibt es ja auch noch Bing und einige andere. Darunter sind sogar Anbieter, die Suchanfragen nicht speichern. Wie wäre es zum Beispiel mit startpage.com, der „diskretesten Suchmaschine der Welt“? Da gehören Ihre Suchdaten nur Ihnen.
  • Speicherung: Clouds sind sicherer als jede Festplatte? Kann schon sein, aber nicht bei den großen US-Unternehmen. Klopft der Geheimdienst an, ist wehren oft zwecklos. Meist klopfen sie nicht mal, sondern haben einen Schlüssel.
  • Kommunikation: Mails sollten verschlüsselt werden, zumindest wenn sie brisanten Inhalt enthalten. Das Mitlesen ist sonst ein Kinderspiel, auch ohne Profi-Hacker zu sein.
  • Surfen: Ohne Cookies geht wenig. Wer sie abschaltet, wird das zu spüren bekommen. Da sie unser Surfverhalten transparent machen, sollten sie jedoch zumindest Dritten und Werbeanbietern nicht zugelassen werden.

Daten werden oft unbemerkt „entwendet“ und zur Analyse unseres Verhaltens genutzt. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Oft genug ist die Sammelwut ganz öffentlich, wird aufgrund der Vorteile aber hingenommen. Wäre dies nicht der Fall, würde kaum ein User über WhatsApp seine Mitteilungsfreude stillen.

In vielen Bereichen entstehen kostenpflichtige Dienste, die im Gegenzug auf das Absaugen der Daten verzichten (und noch dazu auf Werbung). Das könnte eine Überlegung wert sein.  

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