Unfälle und Strafen •

Auto nicht umgemeldet? Das kann teuer werden

Wer ein zugelassenes Auto erwirbt oder den Wohnort wechselt, muss den Wagen „unverzüglich“ ummelden. Das kostet knapp 30 Euro und nimmt kaum eine Stunde in Anspruch. Vergessen sollte man die Ummeldung aber nicht, denn das kann teuer werden.

Genaue Fristen für die Kfz-Ummeldung gibt es nicht, die Kulanz der Behörden sollte jedoch nicht auf die Probe gestellt werden. Zusätzliche Kosten lassen sich meist vermeiden, wenn die „unverzügliche“ Ummeldung innerhalb eines Monats erfolgt. Da man letztlich ohnehin nicht darum herumkommt, gilt wie so oft: je eher, desto besser.

Was droht, wenn Sie die Ummeldung versäumen?

Nach mehr als einem Monat Verzug ist eine bußgeldfreie Ummeldung kaum noch möglich. In jedem Fall sind Sie auf das Wohlwollen des Sachbearbeiters in der Zulassungsstelle angewiesen. Ob eine Strafe anfällt und wie hoch sie ist, hängt also an den örtlichen Gegebenheiten und an der bereits verstrichenen Zeit. Der Bußgeldkatalog besagt:

  • Keine unverzügliche Beantragung auf die Zuteilung eines neuen Kennzeichens trotz Standortwechsels: 15 Euro
  • Keine unverzügliche Meldung bei der zuständigen Zulassungsbehörde aufgrund eines Wechsels des Fahrzeughalters: 40 Euro

Damit ist es jedoch nicht unbedingt erledigt. So verhängt die Hansestadt Hamburg Bußgelder bis zu einer Höhe von 500 Euro, wenn die Ummeldung um mehr als 12 Monate überschritten wird. Widerspruch ist möglich, hat aber nur geringe Aussichten auf Erfolg. Das Recht zur Festsetzung liegt hier bei den Ländern.  

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