So verhindern Sie eine Abmahnung vom Chef

Eine Abmahnung ist ein scharfes Schwert, denn sie kann der Vorbote zur Kündigung sein. Ausgesprochen wird die Abmahnung erst dann, wenn Ihr Vorgesetzter ein gravierendes Fehlverhalten erkennt. Der beste Schutz davor: Versuchen Sie vor der „gelben Karte“ ins Gespräch zu kommen – und die Probleme unbürokratisch aus der Welt zu schaffen.

Ist das Betriebsklima nicht grundsätzlich gestört oder die Anschuldigung gar falsch, gibt es für die Abmahnung immer einen triftigen Grund. Schließlich macht ihr Arbeitgeber so aktenkundig, dass Sie Ihren vertraglichen Pflichten nicht nachkommen oder den betrieblichen Frieden gefährden. Positiv betrachtet gibt es Ihnen damit aber auch die Chance, Ihr Verhalten zu ändern. Bei „kleinen“ Vergehen wie einem verspäteten Erscheinen zum Meeting wird es keine Abmahnung geben.

Regeltreue schützt vor den meisten Abmahnungen

Die Liste der Abmahn-Gründe ist lang, doch die meisten Anlässe sind leicht zu vermeiden. So dürfen Sie nicht unerlaubt fehlen, ständig zu spät kommen oder Pausen machen. Generell gilt es, sich an die Betriebs- und Sicherheitsvorschriften zu halten. So ist Alkohol in der Arbeitszeit tabu, ebenso privates Surfen, wenn diese Vorschrift besteht. Auch aggressives Verhalten gegenüber Kollegen kann schnell geahndet werden, gerade wenn es zu Handgreiflichkeiten kommt.

Schwerer Vorwurf: „Der kann seinen Job nicht.“

Heikler wird die Sache, wenn man Ihnen mangelhafte Arbeit vorwirft. Denn dann ist der Ruf schnell ruiniert und oft nur schwer Abhilfe zu leisten. Wenn Sie von der eigenen Qualifikation überzeugt sind, sollten Sie in diesem Fall die Gründe zum Thema machen, die nach Ihrer Ansicht zum Mangel führen. Vielleicht wurden Sie ja für die Ihnen übertragene Arbeit gar nicht eingestellt und sind nun fehlbesetzt? Oder ein Kollege liefert Vorlagen, die keine sinnvolle Weiterverwertung ermöglichen? In diesen Fällen hilft nur eine schnelle und ehrliche Analyse – vor der drohenden Entlassung.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Während bei Problemen offen kommuniziert werden sollte, sieht das bei vielen betrieblichen Themen gegenüber Dritten anders aus. Der Verrat von Betriebsgeheinissen gilt als Paradegrund zur Abmahnung – auch wenn Sie die verbreiteten Informationen nie als internes Gut betrachtet haben.

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