Wintergartenbeschattung: So sorgen Sie für ein angenehmes Klima
© David Hughes/Hemera/Thinkstock
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Wintergartenbeschattung: So sorgen Sie für ein angenehmes Klima

Geschützt vor Wind und Wetter lässt sich im Wintergarten die Natur genießen. Eine Wintergartenbeschattung sorgt insbesondere im Sommer dafür, dass sich der Glasanbau unter der Sonneneinstrahlung nicht zu stark aufheizt. Dazu bedarf es guter Sonnenschutz- und Belüftungstechniken.


Hohe Temperaturen im Wintergarten vermeiden


Freier Blick in den Garten, geschützt vor Kälte, Regen und Schnee – Sommersaison auch noch im Herbst. Das ist der Traum, den sich die Wintergartenbesitzer erfüllt haben. Glas ist dabei das Material, welches dies möglich macht. Nur eine Eigenschaft des transparenten Werkstoffes macht den Wintergartenbesitzern zu schaffen. Glas absorbiert die thermischen Strahlen des Sonnenlichtes und heizt sich deshalb unter UV-Bestrahlung massiv auf. Im Sommer kann deshalb ein Glashaus sehr schnell zur “Backstube” mit tropischem Klima werden. Um dies zu vermeiden, muss für ausreichende Belüftung gesorgt werden – die heiße Luft muss raus. Präventiv sollte die warme Sonneneinstrahlung im besten Fall schon vor den Glasscheiben abgeblockt werden. Markisen, Jalousien und Rollos erfüllen diese Aufgabe der Beschattung – aber nur, wenn sie außen und nicht innen am Wintergarten angebracht werden.


Rollos und Markisen: Sunblocker für den Wintergarten


Bei Rollos oder Markisen sollten Sie sich vorab über das Material Gedanken machen. Stoffrollos auf dem Dach des Wintergartens sind einer hohen Belastung durch Witterungseinflüsse ausgesetzt. Alternativ werden im Fachhandel spezielle Rollos aus Metall angeboten. Sie sind für die warmen UV-Strahlen zu 100 Prozent undurchlässig. Bei Stoffmarkisen sollten Sie beim Kauf auf die UV-Eigenschaften des Materials achten. Der australische UV-Standard 801 gibt genaue Auskunft, wie viel UV-Strahlung der Stoff abblocken kann. Auch die Farbbeständigkeit unter UV-Licht sollten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen, damit Sie lange Freude an dem Beschattungssystem haben.


Keine Chance für schwüles Klima


Moderne Wintergärten müssen höchsten Isolierstandards genügen. Dabei darf aber die Luftzirkulation nicht zu kurz kommen, denn sonst entsteht Feuchtigkeit, die sich an den Fensterscheiben niederschlägt, und drückende Hitze. Deshalb gibt es im Fachhandel spezielle Entlüftungssysteme für Wintergärten. Bei der Be- und Entlüftung unterscheidet man passive und aktive Entlüftung.


Bei der passiven Entlüftung werden Lüftungsöffnungen, zum Beispiel an den Seitenwänden oder im Dach, manuell oder automatisch bei Bedarf geöffnet oder geschlossen. Durch sie strömt genügend Luft, um das Raumklima abzukühlen oder Tauwasser zu vermeiden.


Bei der aktiven Entlüftung werden spezielle Ventilationssysteme eingebaut. Der Vorteil ist, dass eine Dichtigkeit weiterhin gegeben ist und die Systeme automatisch auch während Ihrer Abwesenheit funktionieren. So ist auch im Urlaub dafür gesorgt, dass Pflanzen im Wintergarten keinen Hitzetod erleiden und gleichzeitig keine Öffnungen entstehen, durch die Einbrecher oder Tiere ins Haus gelangen könnten. Sehr komfortabel sind die aktiven Lüftungssysteme mit der Option, vorgeheizte oder gekühlte Luft einströmen zu lassen.


Tipps für die Beschattung und Belüftung von Wintergärten


  • Glas absorbiert die thermische Energie der Sonne. Deshalb muss eine Beschattung durch Rollos oder Markisen immer außerhalb des Wintergartens erfolgen, damit die Hitze nicht in den Raum gelangen kann.
  • Für die Beschattung von Dachflächen gibt es im Fachhandel spezielle Rollos aus Metall, die gegenüber Stoffprodukten einer deutlich höheren Witterungsbelastung standhalten.
  • Bei Stoffmarkisen achten Sie beim Kauf auf den UV-Schutzfaktor des Stoffes und auf die Lichtbeständigkeit der Farben.
  • Es gibt aktive und passive Be- und Entlüftungssysteme für Wintergärten. Aktive Systeme haben den Vorteil, dass keine Öffnungen nach außen entstehen und die Systeme auch vollautomatisch in Ihrer Abwesenheit einsetzbar sind.
SM
Autor/-in
Simon Meyer
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