Wespennest entfernen: Eine Sache für den Fachmann
© Tevarak/iStock/Thinkstock
(0)

Wespennest entfernen: Eine Sache für den Fachmann

Nicht jeder hat die gelb-schwarzen Insekten gern als Nachbarn – möchten Sie ein Wespennest entfernen, sollten Sie dafür auf jeden Fall auf die Hilfe eines Fachmannes zurückgreifen. Wespen wissen sich nämlich durchaus zu wehren, und ein Laie ohne die entsprechende Schutzkleidung kann schmerzhafte Stiche davontragen.

Wann Sie das Wespennest entfernen lassen sollten

Stellen Sie fest, dass sich Wespen in einem wenig frequentierten Teil Ihres Gartens angesiedelt haben, können Sie das Nest getrost an Ort und Stelle lassen: Im Herbst stirbt die Population, und Sie können das leere Nest problemlos entsorgen. Die Tiere werden nur aggressiv, wenn man sie reizt oder wenn sie ihr Nest verteidigen. Halten Sie also einen Sicherheitsabstand von mehreren Metern ein, dann tun Ihnen die Insekten nichts. Siedeln sich die Tiere allerdings in unmittelbarer Nähe des Hauses an, sollten Sie das Wespennest entfernen lassen, da sonst Gefahr für Sie und Ihre Familie besteht. Wohnen Sie zur Miete, kommt der Vermieter für die Kosten auf.

Besser nicht selbst versuchen

Versuchen Sie lieber nicht, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen: Grundsätzlich sollte eine Fachkraft das Wespennest entfernen. Es ist nämlich nur in absoluten Ausnahmefällen gestattet, ein Wespennest zu zerstören und die Tiere zu töten, denn Wespen stehen unter Naturschutz. Im Normalfall wird das Nest also umgesiedelt. Dafür braucht es aber einige Erfahrung und vor allem auch die passende Schutzkleidung, die den Menschen vom Scheitel bis zur Sohle bedeckt. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Tiere keine Angriffsfläche finden.

Die Fachkraft saugt mit einer speziellen Vorrichtung die Arbeiterinnen ein und entfernt behutsam das Nest, um es an einer geeigneten Stelle wieder anzubringen. Auch an diese sanfte Methode der Entfernung sollten Sie sich nicht selbst wagen, da es Fachwissen und Übung braucht, um die Arbeiterinnen beim Einsaugen nicht zu töten und das Nest nicht zu zerstören.

Nur im Ausnahmefall: Nest zerstören

Ist eine Umsiedlung des Wespenvolks mitsamt dem Nest nicht möglich, kümmert sich der Kammerjäger um das Problem. Um Menschen zu schützen, darf das Nest zerstört werden. Bei schwer zugänglichen Nestern bringen die Fachleute ein Kontaktinsektizid auf die Einfluglöcher auf. Die heimkehrenden Arbeiterinnen tragen es in den Bau bis zur Königin, und die Insekten sterben kurz darauf. Sind sie alle tot, kann der Fachmann problemlos das Wespennest entfernen. Auch hier gilt: Sprühen Sie nicht in Eigenregie Gift auf oder in das Nest! Dieses Vorgehen ist nicht nur illegal, sondern auch gefährlich.

Experten, die Ihnen beim Umgang mit unerwünschten Wespennestern helfen können, finden Sie direkt unter diesem Text.

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
Wie finden Sie diesen Artikel?