Sie haben sich gegen eine Spedition entschieden und möchten Ihren Umzug mit der Hilfe von Freunden durchführen? Dann sparen Sie viel Geld, müssen aber viele Fallstricke beachten. Auf die Miete eines zweckdienlichen Transporters sind Sie in den meisten Umzugs-Situationen zwingend angewiesen. Dabei gibt es viele Aspekte zu beachten. Wir klären Sie auf, auf was Sie beim Umzugswagen mieten achten müssen!
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Umzugstransporter mieten: Darauf sollten Sie beim mieten eines Umzugswagens achten

Sie haben sich gegen eine Spedition entschieden und möchten Ihren Umzug mit der Hilfe von Freunden durchführen? Dann sparen Sie viel Geld, müssen aber viele Fallstricke beachten. Auf die Miete eines zweckdienlichen Transporters sind Sie in den meisten Umzugs-Situationen zwingend angewiesen. Dabei gibt es viele Aspekte zu beachten. Wir klären Sie auf, auf was Sie beim Umzugswagen mieten achten müssen!

Platzbedarf im Umzugswagen kalkulieren

Ein Umzug in Eigenregie ist kostengünstig, bedarf aber einiger Planung. Wenn Sie innerhalb einer Stadt umziehen, reicht das Anmieten eines kleinen Transporters vollkommen aus. Schließlich ist es möglich, eine kurze Strecke mehrmals zu fahren. Bei Umzügen in weit entfernte Städte bietet es sich an, das gesamte Wohnungsinventar in einem großen Umzugswagen zu transportieren. Dann müssen Sie den Umfang des Wohnungsinventars genau abschätzen, um einen Transporter in der passenden Größe anmieten zu können. Dafür existieren spezielle Umzugsrechner, die kostenlos nutzbar sind. Alternativ greifen Sie auf die grobe Faustregel zurück: „Pro Quadratmeter Wohnfläche benötigen Sie ca. 1,5 Umzugskartons“. Möbel und größere Gegenstände sollten Sie großzügig ausmessen. Einige Gegenstände sind sperrig und lassen sich nur schlecht in einem Transporter verstauen. Versuchen Sie den Platzbedarf möglichst realistisch einzuschätzen. Ist der Umzugstransporter zu groß, bezahlen Sie zu viel Geld. Ist er zu klein, müssen Sie die Strecke womöglich mehrmals fahren und zahlen im Endeffekt wieder drauf.

LKW statt Umzugswagenmieten

Sie haben derart viele Möbel, dass Sie gleich einen LKW mieten möchten? Dann benötigen Sie einen entsprechenden Führerschein. Das Lenken eines LKW ist für ungeübte Fahrer eine wahre Herausforderung. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie erfahrene Fahrer aus dem Freundeskreis ans Steuer lassen. Personen, die ihren Führerschein nach dem Jahr 1989 erlangten, dürfen Transporter bis zu 3,5 Tonnen steuern. Haben sie ihren Führerschein vor dem Jahr 1989 erlangt, dürfen sie LKW bis zu 7,5 Tonnen inklusive einachsigem Anhänger fahren.

Vollkasko-Versicherung beim Umzugswagen ist ein Muss

Ob Umzugstransporter oder LKW: Der Abschluss einer Vollkasko-Versicherung ist ein Muss. Sparen Sie nicht an der falschen Ecke: Sie fahren schließlich ein Automobil von einer Größe, die Sie nicht gewohnt sind. Denken Sie daran, dass den Transporter nur eingetragene Personen fahren dürfen. Melden Sie alle Fahrzeugführer mit Führerschein und Personalausweis an. Für jede Person, die in den Vertrag aufgenommen wird, fällt eine Gebühr an. Die meisten Unternehmen setzen für die Eintragung als Fahrer ein Mindestalter voraus. Lesen Sie sich den Vertrag genau durch und achten Sie darauf, dass sämtliche Formalitäten wie Versicherungen, Kaution und Mietdauer geregelt sind.

Unfall mit einem Umzugswagen

Sollten Sie einen Unfall verursachen, trägt die Vollkasko-Versicherung die gesamten Kosten. Wählen Sie eine Teilkasko-Versicherung, müssen Sie die vereinbarte Selbstbeteiligung tragen. Diese beläuft sich zumeist auf 500 Euro. Bei größeren Unfällen sollten Sie die Polizei verständigen und einen Bericht anfertigen lassen. In den meisten Mietwagen befindet sich ein Unfallprotokoll, das Sie zusammen mit der Polizei und dem Unfallgegner ausfüllen sollten. Der Unfallbericht ist sehr wichtig, da Ihr Versicherungsschutz ansonsten in Gefahr ist. Informieren Sie umgehend Ihren Vermieter und lassen Sie sich einen Ersatz-Mietwagen organisieren. Heben Sie den Mietvertrag und die Nachweise über Ihre Selbstbeteiligung und die Zahlung der Kaution sorgfältig auf. Achten Sie bei Abschluss einer Vollkasko-Versicherung darauf, ob sie auch die Reifen und Glasbruch umfasst. Dies ist nicht bei allen Versicherungspolicen der Fall. Der Versicherungsschutz entfällt, wenn Sie grob fahrlässig handeln, beispielsweise betrunken fahren. Ob der Versicherungsschutz entfällt, richtet sich danach, ob Sie grob oder leicht fahrlässig handelten. Bei leichter Fahrlässigkeit bleibt der Versicherungsschutz bestehen – Fehler passieren schließlich gelegentlich.

Das Anmieten eines Umzugswagens

Sie haben sich für einen Umzugstransporter entschieden? Prima! Vergleichen Sie die Angebote der Anbieter und fokussieren Sie sich auf eine „Einweg-Miete“. Sie müssen den Transporter dann nicht vor Ort abgeben, sondern dürfen ihn bei einer Zweigstation in einer anderen Stadt abstellen. Dies kostet zwar etwas mehr, lohnt sich aber im Gesamtblick. Alternativ müssten Sie den Umzugstransporter an seinen Ursprungsort zurückfahren. Dies wäre mit Spritkosten und einer erneuten Fahrt zum Ursprungsort verbunden. Beim Umzugstransporter mieten, sollten Sie den Vermieter über die Funktionsweise des Transporters befragen. Dies gilt insbesondere für neuere Modelle, die mit einer speziellen Software ausgestattet sind. Üben Sie die Steuerung des Transporters, indem Sie in einem Industriegebiet das Wenden, Abbiegen und Parken trainieren. Achten Sie bei der Übergabe auf den Fahrzeugzustand. Lassen Sie Beschädigungen wie Beulen und Kratzer in das Übernahmeformular eintragen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Vermieter Sie für diese Schäden haftbar macht. Der Tank des Umzugstransporters sollte gefüllt sein. Ansonsten bezahlen Sie für das verbrauchte Benzin des vorherigen Fahrers mit.

Kilometer-Flatrate & Ausleihzeit

Wenn Sie einen Umzugstransporter mieten, sollten Sie die enthaltenen Inklusiv-Kilometer beachten. Die meisten Vermieter bieten die folgenden Optionen:

  1. Kilometer-Flatrate
  2. Begrenztes Kilometer-Volumen. Weitere Kilometer sind zu vergüten.

Welche der beiden Optionen Sie wählen, hängt von der Distanz zwischen den Umzugsorten ab. Rechnen Sie die benötigten Kilometer im Vorhinein aus und überprüfen Sie, welche Option kostengünstiger ist. Bezüglich der Ausleihzeit informieren Sie sich am besten bei den Mitarbeitern der Automobilvermietung. Viele Anbieter sind kulant und fordern eine Rückgabe zwischen 0 und 24 Uhr.

Einzureichende Dokumente

Bei der Anmietung eines Umzugstransporters müssen Sie verschiedene Dokumente vorlegen. Die Autovermietung kopiert üblicherweise Ihren Personalausweis oder Reisepass. Oftmals reichen aber auch andere Dokumente wie eine Meldebestätigung aus. Diese müssen sich für eine zuverlässige Identifikation eignen. Bei Vertragsschluss müssen Sie die vereinbarte Kaution in bar hinterlegen oder via Kreditkarte zahlen. Diese erhalten Sie nach der Rückgabe des Transporters zurück.

Einträge im Fahrtenbuch

Viele Vermieter legen in das Handschuhfach des Automobils ein Fahrtenbuch. Darin können Sie den Beginn, das Ende und den Umfang Ihrer Fahrt eintragen. Der Eintrag kann im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung als Indiz dienen. In steuerlicher Hinsicht haben Sie durch das Fahrtenbuch oder eine Fahrtenbuch-App die Möglichkeit, die tatsächlich zurückgelegte Strecke für das Finanzamt zu dokumentieren. Sie können die Fahrt von der Steuer absetzen und sparen bares Geld. Alternativ können Sie auch einfach eine Umzugspauschale geltend machen.

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