Das Wasser in der Toilette hört nicht auf zu tropfen? Dann ist vermutlich Kalk die Ursache.
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Spülkasten entkalken: So reinigen Sie ihn richtig

Das Wasser in der Toilette hört nicht auf zu tropfen? Dann ist vermutlich Kalk die Ursache, denn starke Ablagerungen können die Spülfunktion beeinträchtigen. Lesen Sie hier, mit welchen Hausmitteln Sie sowohl freistehende als auch Unterputz-Spülkästen reinigen können.

Warum muss ich den Spülkasten entkalken?

Beim Verdampfen von heißem Wasser setzt sich Kalk ab. Deshalb sind beispielsweise Haushaltsgeräte wie Wasserkocher oder Spülmaschine häufig von Ablagerungen betroffen. Wenn das Wasser jedoch besonders hart ist, können sie auch bei kaltem Wasser entstehen – etwa im Spülkasten. Dort kann der Kalk dann die Mechanik beeinträchtigen. Außerdem sind die Ablagerungen ein willkommener Nährboden für Bakterien. Deshalb sollten Sie in jedem Fall sowohl einen freistehenden als auch einen Unterputz-Spülkasten reinigen. 

Wie oft muss man den Spülkasten entkalken?

Wie oft Sie den Spülkasten entkalken sollten, hängt von der Wasserhärte in Ihrer Wohnung ab: In Regionen mit weichem Wasser brauchen Sie es vermutlich nie oder höchstens mal zum Frühjahrsputz zu tun. In Gegenden mit sehr hartem Wasser ist eine regelmäßige die Reinigung durchaus sinnvoll.

Es gibt ein paar untrügliche Anzeichen, dass eine Anti-Kalk-Kur fürs WC notwendig ist:

  • Eine permanent tropfende Toilettenspülung
  • braungelber oder weißgrauer Rand in der Toilettenschüssel – genau da, wo das Wasser stehenbleibt

Entkalkungsmittel für den WC-Kasten

Je nachdem, wie stark die Kalkablagerungen in Ihrem Spülkasten sind, stehen Ihnen verschiedene Mittel zur Auswahl – oftmals sogar sehr günstig aus dem Küchenschrank:

  • leichte Verkalkungen: Essig im Verhältnis 1:1 mit Wasser mischen oder Essigessenz im Verhältnis 1:2
  • mittelstarke Verkalkungen: Zitronensäure als Pulver oder Flüssigkeit – Dosierung siehe Herstellerangabe
  • sehr starke Verkalkungen: 25-prozentige Salzsäure im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischen

Tipps:

  • Tragen Sie beim Entkalken immer Handschuhe, um sich vor den ätzenden Säuren zu schützen.
  • Nutzen Sie heißes Wasser für eine intensivere Wirkung.
  • Spülkästen haben meist ein Füllvolumen von sechs oder neun Litern.

Freistehende und Unterputz-Spülkästen reinigen

Um den Spülkasten von Kalk befreien zu können, müssen Sie ihn zunächst öffnen. Das ist manchmal sehr einfach, manchmal ein bisschen komplizierter, denn es gibt zwei verschiedene Formen von Spülkästen:

  • freistehende Spülkästen
  • Unterputz-Spülkästen

Bei freistehenden Spülkästen können Sie den Deckel einfach abheben. Einen Unterputz-Spülkasten reinigen Sie wie folgt: 

  1. Entfernen Sie die Plastikabdeckung beziehungsweise die Spülfläche mithilfe eines Schraubenziehers.
  2. Darauf folgt in der Regel eine Zwischenwand, die mit Schlitz- und Kreuzschrauben angebracht ist.
  3. Wenn Sie diese ebenfalls lösen, liegt der Spülkasten frei.

Bevor Sie den Spülkasten reinigen können, müssen Sie ihn noch leeren:

  1. Drehen Sie den Wasserzulauf am Wasserhahn zu. Dieser befindet sich in der Nähe der Toilette.
  2. Betätigen Sie anschließend die Toilettenspülung, damit der Kasten geleert wird.

Mit ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie auch einen Unterputz-Spülkasten selbst öffnen und entkalken.

Spülkasten entkalken in 7 Schritten

Sind Sie einmal bis zum Kasten vorgedrungen, läuft das Entkalken bei beiden Spülkastensystemen gleich ab:

  1. Entfernen Sie den Deckel des Spülkastens.
  2. Entleeren Sie das Wasser aus dem Kasten.
  3. Nun lösen Sie alle beweglichen Teile und nehmen Sie heraus. Wichtig: Merken Sie sich die Positionen der Einzelteile, um sie später wieder richtig einzubauen.
  4. Die einzelnen Komponenten weichen Sie nun in einer Schüssel mit Entkalker ein.
  5. Kippen Sie die Reinigungslösung außerdem auch in den Spülkasten.
  6. Lassen Sie das Ganze mehrere Stunden einwirken – am besten über Nacht.
  7. Bauen Sie die beweglichen Teile wieder ein und spülen mehrmals.

Der Spülkasten zeigt immer noch Kalkspuren? Dann wiederholen Sie das Prozedere. Zeigt auch das kein Ergebnis, können Sie immer noch zu speziellen Entkalkern aus dem Sanitärfachhandel greifen.

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