Ein gut geplantes Stauden verzaubert mit seiner Blütenpracht von Frühling bis in den Herbst. Das Wichtigste für prachtvoll blühende Rabatten: die richtige Pflanze, am richtigen Standort. Mit diesem Erfolgsrezept verwandeln Sie auch wenig günstige Stellen im Garten in ein Blütenmeer.
Ratgeber: Spätblüher

So legen Sie ein Staudenbeet für jede Jahreszeit an

Ein gut geplantes Stauden verzaubert mit seiner Blütenpracht von Frühling bis in den Herbst. Das Wichtigste für prachtvoll blühende Rabatten: die richtige Pflanze, am richtigen Standort. Mit diesem Erfolgsrezept verwandeln Sie auch wenig günstige Stellen im Garten in ein Blütenmeer.

Bei der Planung eines neuen Beets mit Stauden und Gehölzen ist die Wahl der Pflanzen der wichtigste Aspekt des Vorhabens. Denn nur wenn die Stauden und Sträucher für den jeweiligen Standort geeignet sind, gedeihen sie ohne viel Zutun. Fühlen sich die Pflanzen wohl, bleiben sie gesund und wachsen schnell und üppig.

Machen Sie sich eine Pflanzliste

Beginnen Sie die Planung eines neuen Beetes mit einer Auflistung der standortgerechten Pflanzen. Ordnen Sie die Pflanzen nach Leitstauden, Begleitstauden, Füllpflanzen sowie Zwiebel- und Knollenpflanzen.

Die Leitstauden bilden das Gerüst des Beetes. Sie sind höher als die anderen Pflanzen und blühen deutlich länger. Spätblüher wie Schafgarbe, Sonnenbraut, Raublatt- und Glattblatt-Astern oder hohe Seggen und Gräser sind perfekt geeignet.

Immergrüne Stellen im Staudenbeet

Sorgen Sie als Nächstes für immergrüne Stellen in ihrem Staudenbeet, so bleibt das Beet auch im Winter ansehnlich. Dann wählen Sie die Begleitstauden aus. Sie sorgen für eine stimmige Farbharmonie, zudem stützen sie die höheren Stauden. In die Lücken dazwischen pflanzen Sie Füllpflanzen wie Storchschnabel, Funkien oder Elfenblumen. Sie halten die Pflanzung zusammen. Denken Sie auch an Zwiebelblumen für die Frühjahrsblüte und Knollenblumen wie Dahlien, die im Herbst blühen.

Staudenbeete für jeden Standort

Sonnige Flächen sind ideal für Staudenbeete. Die meisten reichblühenden Stauden lieben die Sonne. Beachten Sie bei der Wahl der Pflanzen die besonderen Ansprüche an den Boden. Für ein Beet im Halbschatten suchen Sie Pflanzen aus, die für Halbschatten geeignet sind. Probieren Sie aus, ob die Pflanzen in ihrem Garten gedeihen und ersetzten Sie kümmerliche Sorten mit anderen Arten. Auch für Schattenbeete finden sich perfekte Pflanzen: Farne, Funkien oder überreich blühende Astilben verleihen Schattenbeeten einen besonderen Reiz.

Staudenbeet im Herbst und Frühjahr anlegen

Der beste Zeitpunkt ein neues Staudenbeet anzulegen ist der Herbst. Für manche Spätblüher ist allerdings das Frühjahr die bessere Pflanzzeit. Legen Sie für ein neues Staudenbeet als erste Lage, Größe und Form fest. Am besten zeichnen Sie einen Plan. Übertragen Sie die Beetform in Ihren Garten. Kontrollieren Sie vom Sitzplatz aus: Entspricht das Beet Ihren Vorstellungen?

Staudenbeete: Die Vorbereitung macht`s

Im nächsten Schritt bereiten Sie das Beet vor. Lockerns Sie die Fläche und befreien Sie sie von Wildkräutern. Arbeiten Sie bei Bedarf Kompost ein. Zerkleinern Sie Erdschollen und glätten Sie die Oberfläche mit einem Grubber. Dann verteilen Sie die Pflanzen auf dem Beet und passen Sie die Abstände an. Achten Sie auf die Hinweise auf den Etiketten der Pflanzen.

Staudenbeet anlegen: Setzen Sie die Pflanzen weder zu tief noch zu hoch

Tauchen Sie die Pflanze mit dem Erdballen in ein Gefäß mit Wasser bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Überschüssiges Wasser ablaufen lassen und die Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen. Danach pro Pflanze ein Pflanzloch ausgraben. Setzen Sie den Ballen in das Pflanzloch und drücken Sie sie leicht an. Die Pflanze sollte weder höher noch tiefer sitzen als vorher im Topf. Anschließend gut angießen.

Frühblüher ins Spätblüher-Staudenbeet pflanzen

Jetzt füllen Sie das Beet noch mit Blumenzwiebeln von Frühblühern. Während die Stauden im Frühling mit dem Austrieb ihrer Blättern beschäftig sind, sprießen schon erste Blumen. Die meisten Sorten steckt man zwischen September und dem ersten schweren Frost.

Peppen Sie ein vorhandenes Beet mit Spätblühern auf

Verändern, vergrößern, neu gestalten - für die Umgestaltung eines vorhandenen Staudenbeets gibt es viele Gründe. Gehen Sie schrittweise vor. Entfernen Sie Pflanzen, die Ihnen definitiv nicht gefallen. Stauden, die zu groß sind, stechen Sie ab. Möchten Sie diese weiterverwenden, legen Sie sie mit Erde bedeckt zur Seite. Bei Bedarf verjüngen Sie die Stauden.

Spätblüher-Stauden: Achten Sie auf den Boden

Verbessern Sie den Boden, gleichen Sie Unebenheiten aus und arbeiten Sie Kompost ein. Nun bepflanzen Sie die freien Flächen mit neu gekauften oder den geteilten Stauden. Sorgen Sie mit der Pflanzenauswahl dafür, dass Ihr Beet auch im Herbst reichlich blüht.

Goldene Beet-Regeln

Damit die einzelnen Stauden perfekt zur Geltung kommen, ist es wichtig die Pflanzen nach ihrer Höhe zu staffeln. Die Farben der Pflanzen müssen miteinander harmonieren. Genauso wichtig sind die Blatt- und Blütenform und die Struktur der Pflanzen im Ganzen. Durch Kontraste wird eine Pflanzung lebendig. Schaffen Sie stimmige Übergänge in ihrem Beet. Das gelingt zum Beispiel mit der Blütenfarbe Weiß.

Wenn Sie mit Ihrem neu angelegten Beet noch nicht zufrieden sind, stellen Sie vorübergehend Containerpflanzen ins Beet zwischen die Pflanzen. Am besten in flachen Schalen, sodass die Gefäße unsichtbar bleiben.

Mulchen hilft gegen Unkraut und Verdunstung

Gießen Sie Ihre neu gepflanzten Stauden ausreichend und regelmäßig. Entfernen Sie Beikräuter und lockern Sie den Boden auf. Eine Mulchschicht hilft Ihnen dabei, sie schütz vor Verdunstung, unterdrückt Unkraut und sorgt für eine krümelige Struktur des Bodens.

Spätblühende Prachtstauden wie Astern und Herbstanemonen freuen sich über eine regelmäßige Kompost-Gabe sowie organischen Volldünger – einmal zum Antrieb im März und ein zweites Mal im Juni. Nach August keinen Dünger mehr geben, so gehen die Triebe ausgereift in den Winter. Üben Sie sich in Geduld. Drei bis vier Jahre dauert es, bis die Stauden dicht zusammengewachsen sind.

Martina Schüttler-Hansper
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