Rhododendron vermehren: Mit Stecklingen zum Erfolg
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Rhododendron vermehren: Mit Stecklingen zum Erfolg

Immergrün und mit prächtiger Blüte – Rhododendren zieren jeden Garten. Zudem können Sie ganz einfach Ihren Rhododendron vermehren, wenn Ihr Blumenbeet noch kahle Eckchen aufweist. Dabei sollten Sie jedoch einige Dinge beachten, damit der Steckling gut anwächst und üppig gedeiht.

Rhododendron selbst vermehren

Besitzen Sie bereits einen Rhododendron, ist das schon einmal die halbe Miete. Aus dieser Pflanzen können Sie Stecklinge gewinnen und so die Blütenpracht in Ihrem Garten vervielfältigen. Allerdings eignen sich für diesen Zweck nicht alle Rhododendronarten. Damit Ihre Stecklinge auch anwachsen und kräftig gedeihen, sollten Sie als Ursprungspflanze eine robuste Rhododendronsorte wie die Cunningham’s White wählen. Doch: Wie vermehre ich eigentlich einen Rhododendron?

Ihren Rhododendron vermehren Sie am besten, wenn sich der Sommer gen Ende neigt. Nun ist die ideale Zeit, um die Stecklinge zu pflanzen. Dafür zwacken Sie beim Rhododendron das Ende eines Triebes inklusive der Blattknospe ab. Damit der Steckling schnell Wurzeln bilden kann, ritzen Sie das Ende des Stils vorsichtig ein.

Dann setzen Sie den Steckling in ein im Halbschatten liegendes Beet, in dem Sie zuvor eine Mulde ausgehoben haben. Diese füllen Sie mit Anzuchterde. Sobald der Mini-Rhododendron sein Plätzchen gefunden hat, decken Sie den Teil oberhalb der Erde mit einer durchsichtigen Plastiktüte zu. So ist Ihre Pflanze vor ungünstigen Witterungseinflüssen geschützt, bekommt aber ausreichend Sonnenlicht, um zu wachsen.

Pflege des Stecklings

Wenn Sie Ihren Rhododendron vermehren möchten, ist es mit dem Setzen des Stecklings noch nicht getan. Dieser benötigt regelmäßige Pflege, um gut zu gedeihen. Eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit ist hier das A und O. Rollen sich die Blätter bereits zusammen, benötigt die Pflanze dringend Wasser. Blüht Ihr Ableger das erste Mal, können Sie die verwelkten Blüten vorsichtig entfernen, ohne die nachwachsenden Knospen dabei zu verletzen.

Einem kräftigen Wuchs können Sie mit wohldosiertem Rhododendrondünger auf die Sprünge helfen. Den Nährstoffkick verabreichen Sie am besten zwischen März und April. Alternativ zu dem künstlich hergestellten Düngemittel können Sie auch etwas Kaffeesatz in die Erde um den Rhododendron einarbeiten und damit düngen. Er gilt als hervorragender Nährstofflieferant und bietet eine kostengünstige und umweltfreundliche Unterstützung, wenn Sie erfolgreich Ihren Rhododendron vermehren möchten.

Rückschnitt mit Tücken

Wuchert der einstige Steckling nach einigen Jahren ungezähmt in alle Richtungen, ist es Zeit für einen kontrollierten Rückschnitt. Die ideale Zeit dafür ist das Frühjahr, nachdem die letzten frostigen Tage vorbei sind. Doch beim Griff zur Gartenschere gibt es einiges zu beachten, denn – so pflegeleicht die Pflanze auch ist und so wunderbar sich ein Rhododendron vermehren lässt – einen Rückschnitt verzeiht er nicht ohne weiteres.

Das Problem: Rhododendren bilden bereits für das nächste Jahr die Blüte in ihren Knospen aus. Wenn Sie diese kappen, um Ihr Gehölz wieder in Form zu bringen, blüht die Pflanze an dieser Stelle wahrscheinlich im Folgejahr nicht. Rhododendren, die aus Stecklingen gezogen sind, erholen sich jedoch relativ schnell von einem vorsichtigen Rückschnitt. Mit etwas Glück und einem gezielten Ansetzen der Gartenschere fällt das Fehlen einiger Blüten im nächsten Frühjahr kaum auf und Ihr zurechtgestutzter Rhododendron bietet den gewohnt zauberhaften Anblick.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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