Pfingstrosen pflegen: So gedeihen die Pflanzen das ganze Jahr über
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Pfingstrosen pflegen: So gedeihen die Pflanzen das ganze Jahr über

Pfingstrosen pflegen ist gar nicht so schwer, denn die Pflanzen sind sehr genügsam. Wenn Sie ein paar Dinge beachten, blühen sie jedes Jahr ein bisschen prächtiger – und das für über 100 Jahre.

Pfingstrosen brauchen kaum Dünger

Pfingstrosen pflegen ist eine dankbare Angelegenheit: Ein lehmiger Boden von unten, Sonne von oben und die auch Päonien genannten Pflanzen sind glücklich. Bei extrem nährstoffarmem Boden können Sie gern ein wenig Komposterde zur Bereicherung des Bodens einbringen. Besondere Zuwendung brauchen Pfingstrosen aber nur zweimal im Jahr: Düngen Sie im März mit mineralischem Volldünger und im September mit einem Kalidünger. Kalium hilft Ihrer Pfingstrose bei der Blütenbildung. Achten Sie dabei unbedingt darauf, stickstoffarmen Dünger zu verwenden, da Stickstoff den Befall mit Pilzkrankheiten begünstigt.

Pfingstrosengrauschimmel lässt sich mit richtiger Pflege oft vermeiden

Der Grauschimmel ist eine Pilzerkrankung, die den sonst so robusten Hahnenfußgewächsen heftig zusetzt. Bei Staudenpfingstrosen erkennen Sie die Krankheit an gräulich verfärbten, fauligen Stielen und vertrockneten Knospen. Bei Strauchpfingstrosen lässt der Schimmel komplette Triebe verwelken. Steht die Pflanze an einem sonnigen, gut durchlüfteten Platz, ist die Gefahr eines Befalls gering, aber trotzdem nicht ganz ausgeschlossen. Gerade nach einem warmen, feuchten Frühling ist das Risiko hoch.

Sie können aber beim Pfingstrosenpflegen vorbeugen, sodass es der Pilz schwer hat, sich auf der Pfingstrose anzusiedeln. Im Fachhandel finden Sie spezielle Anti-Pilz-Spritzmittel, aber es geht auch ganz natürlich: Schneiden Sie Staudenpfingstrosen im Herbst zurück, verringert das die Gefahr, dass sich in der feuchten Jahreszeit Pilzsporen einnisten – denn es sind die Blätter, in denen der Pilz überwintert. Während der Blütezeit hilft es, die verwelkten Blüten zu entfernen, damit sie keinen Nährboden für die Krankheit bilden.

Ist die Pflanze bereits befallen, entfernen Sie die kranken Stellen. Bei Stauden reißen Sie den gesamten Stängel aus. Bei Sträuchern reicht es, den Trieb bis zum gesunden Holz zurückzuschneiden. Wenn Sie fertig sind, desinfizieren Sie nach Möglichkeit Ihre Schere, denn sonst tragen Sie die Krankheit unter Umständen mit Ihrem Werkzeug weiter.

Pfingstrosen pflegen: Nur wenig Beschnitt nötig

Staudenpfingstrosen schneiden Sie im Herbst etwa auf eine Handbreit Höhe zurück. Wenn die Pflanzen nach dem Austrieb im Frühjahr erfrorene Stellen zeigen, schneiden Sie die Erfrierungen einfach ab. Versuchen Sie, die Knospen dabei nicht mit abzuknipsen, da diese später zu Blüten werden.

Strauchpfingstrosen kommen ganz ohne Zurückschneiden aus, freuen sich aber über einen Reinigungsbeschnitt im November oder Dezember. Dabei schneiden Sie die Triebe bis zur ersten Knospe zurück und entfernen den Großteil des Laubes.

Pfingstrosen sind winterhart

Aufgrund der tief in der Erde liegenden Wurzeln kommen Pfingstrosen auch ohne spezielles Winterquartier gut durch die kalte Jahreszeit. Wenn Sie Ihren Garten winterfest machen, können Sie aber dennoch die zurückgeschnittenen Pfingstrosen mit etwas Reisig abdecken. Das ist vor allem sinnvoll, wenn der Winter extrem kalt ist (unter -20 °C) oder Sie Ihre Päonie im vergangenen Sommer frisch eingesetzt haben.

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Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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