Apfelbäume •

Apfelwickler bekämpfen: So werden Sie die Obstmade los

Schädlinge wie der Apfelwickler ruinieren schnell die gesamte Apfelernte. Apfelwickler bekämpfen Sie am besten mit einigen gezielten Maßnahmen und reichlich Ausdauer. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren Obstbaumbestand von den gefräßigen Untermietern befreien.

Obstverliebter Falter mit reichlich Nachwuchs

Der Apfelwickler ist ein Schmetterling und zählt zu den Apfelschädlingen, die der europäischen Obsternte am heftigsten zusetzen. Der braun-graue Falter legt seine Eier direkt an den unreifen Früchten oder den Blättern des Apfelbaumes ab. Bereits eine Woche danach schlüpfen die weißgelben Larven und begeben sich schnurstracks auf den Weg zu ihrer Lieblingsspeise: dem Fruchtfleisch und den Kernen des Apfels. Aufgrund der ungeladenen Gäste sind die Früchte nun ungenießbar.

Mit der geschädigten Ernte ist der Spuk jedoch noch nicht vorbei: Nachdem sich die Larven etwa einen Monat lang an dem Obst gelabt haben, machen sie sich auf den Weg zum Stamm des Baumes. Hier nisten sie sich hinter der Borke ein, um sich zu verpuppen und im warmen Kokon zu überwintern. Hat sich die Obstmade bereits so weit ausgebreitet, ist es höchste Zeit, dass Sie den Apfelwickler bekämpfen.

Die Raupen des Apfelwicklers sind weißlich bis gelblich und nehmen gegen Ende des Larvenstadiums eine rötliche Färbung an.

Die Raupen des Apfelwicklers sind weißlich bis gelblich und nehmen gegen Ende des Larvenstadiums eine rötliche Färbung an.

Anzeichen eines Befalls mit Apfelschädlingen

Sie können an verschiedenen Anzeichen erkennen, ob Ihr Obstbaum von dem Apfelwurm befallen ist: Die Obstmaden schädigen insbesondere die Früchte, aber auch junge Triebe und Blätter des Baumes. Die Schale eines verwurmten Apfels weist dann spiralenförmige Vertiefungen auf. Das sind die Einbohrlöcher. Schneiden Sie den Apfel auseinander, finden Sie zudem Hohlräume, die mit dem bräunlichen Kot der Larve verunreinigt sind. Auch ein vorzeitiges Abfallen unreifer Früchte weist auf eine Schädigung durch den Apfelwurm hin.

Möchten Sie nachhaltig den Apfelwickler bekämpfen, müssen Sie etwas Zeit und Arbeit einplanen. Da sich der Schädling über mehrere Generationen hinweg am Baum labt und sich dabei sowohl in der Frucht als auch am Stamm niederlässt, müssen Sie die Obstmaden gleich mit mehreren Methoden bekämpfen.

Bekämpfung des Apfelwicklers

Sie können die Anzahl der Larven des Apfelschädlings erheblich verringern, indem Sie bereits während des frühen Entwicklungsstadiums der Äpfel den befallenen Baum regelmäßig kräftig schütteln. Verwurmte Früchte fallen so herab. Diese können Sie mitsamt der Larven einfach entsorgen und so die Ausbreitung der Apfelwickler bekämpfen.

Zwischen Mai und Juni ist dann die beste Zeit, um den Larven mit der Chemiekeule zu Leibe zu rücken. Innerhalb dieser Zeitspanne begeben sie sich auf ihren Marsch zur Nahrungsquelle und sind währenddessen den giftigen Substanzen des Schädlingsbekämpfungsmittels ungeschützt ausgesetzt. Als Präparat hat sich hier das sogenannte “Granulosevirus” besonders bewährt. Das Mittel geben Sie mit Wasser verdünnt in eine Sprühflasche und benetzen mit dem Gemisch Früchte, Triebe und Blätter des Baumes.

Von Mai bis August können Sie Apfelwickler effektiv bekämpfen, indem sie einen Gürtel aus Wellpappe um den Stamm des Baumes legen. Diesen nutzen die Larven gern als Unterschlupf. So können Sie Teile der Population mit der Wellpappe entfernen und Ihren Apfelbaum nach und nach vom Schädlingsbefall befreien.

SB
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