So bauen Sie Kräuter selbst an •

Kräuter überwintern: Thymian, Petersilie und Co. im Winter

Möchten Sie Ihre Kräuter überwintern, sollten Sie wissen, ob es bei Ihren Pflanzen um einjährige oder mehrjährige Kräuter handelt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Kräutergarten am besten durch die kalte Jahreszeit bringen.

Einjährige und mehrjährige Kräuter im Überblick

Bei Kräutern unterscheidet man zwischen den einjährigen und den mehrjährigen Pflanzen. Zu den einjährigen Kräutern zählen Kapuzinerkresse, Dill und Basilikum, aber auch Bohnenkraut und Kerbel. Länger halten sich hingegen Schnittlauch, Petersilie, Salbei, Rosmarin, Lorbeer, Lavendel, Zitronenmelisse, Minze, Oregano, Bohnenkraut, Liebstöckel und Thymian. Während Sie die einjährigen Kräuter jedes Jahr frisch aussäen müssen, können Sie mehrjährige Kräuter überwintern. Dazu benötigen Sie lediglich das richtige Isoliermaterial, ein geeignetes Winterquartier und etwas Fingerspitzengefühl.

Kräuter überwintern – die wichtigsten Tipps

Mehrjährige winterharte Kräuter wie Lavendel, Thymian, Schnittlauch und Salbei vertragen etwas Frost. Sie können bei milden Temperaturen und kurzen Frostperioden die Wintermonate im Freien überleben. Dann sollten Sie jedoch für einen ausreichenden Schutz sorgen. Tannenzweige wie Fichtenreisig aber auch Laub isolieren das Kräuterbeet und schützen als wärmende Winterdecke die Pflanzen vor eisigen Temperaturen. Ziehen Sie Ihre Kräuter hingegen in Kübeln, sollten Sie die Kübel mit einem speziellen Frostschutzvlies umwickeln. So verhindern Sie, dass Ihre Kräuterpflanzen bei Minustemperaturen erfrieren.

Andere Kräuter mögen die kalten Temperaturen überhaupt nicht. Sie benötigen ein wärmeres Plätzchen. Dazu zählen Lorbeer, Basilikum und Rosmarin. Möchten Sie diese Kräuter überwintern, sollten Sie die würzigen Grünpflanzen ins Haus holen. Einen idealen Ort zum Überwintern bieten Wintergärten und Treppenhäuser. Hier sollte eine kühle Temperatur zwischen 10 und 15 Grad herrschen und ausreichend Licht einfallen.

Die richtige Pflege im Winter

Wenn Sie Ihre Kräuter überwintern möchten, beginnen die ersten Vorbereitungen dafür bereits im Spätsommer. Verholzende Kräuter wie Lavendel, Thymian und Salbei sollten Sie etwa Ende August das letzte Mal zurückschneiden. Im Herbst dürfen die Pflanzen dann nicht noch einmal beschnitten werden. Sie brauchen die belaubten Stängel im Winter als Schutz vor kalten Temperaturen.

Auch während der kalten Jahreszeit benötigen die Kräuter bei längeren Trockenperioden Wasser. Die Wasserzufuhr sollte dann jedoch sehr sparsam ausfallen. Die Pflanzen betreiben während der Ruhezeit in den Wintermonaten kaum Stoffwechsel und benötigen entsprechend wenig Flüssigkeit. Wenn Sie Ihre Kräuter hereinholen, sollten Sie jedoch für eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Diese können Sie ganz einfach erhöhen, indem Sie eine Tasse mit Wasser in die Nähe der Kräuter aufstellen.

Sarah Berger
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