Holzwurm erkennen: Hinweise auf den Schädling
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Holzwurm erkennen: Hinweise auf den Schädling

Der Holzwurm ist eigentlich gar kein Wurm, sondern eine Käferlarve. Jahrelang kann der Trockenholzschädling Möbel, Parkett und Dachbalken zerfressen ‒ und dabei massive Schäden anrichten. Wie Sie den Holzwurm erkennen und welche Umstände einen Befall begünstigen, erfahren Sie hier.

Nagekäfer und Hausbock: Was genau sind Holzwürmer?

Als Holzwürmer werden unter anderem die Larven des Gemeinen Nagekäfers bezeichnet. Das Käferweibchen legt seine Eier am oder im Holz ab, jeweils 20 bis 30 auf einmal. Drei Wochen später schlüpfen daraus die Larven. Sie bohren sich ins Holz, indem sie Tunnel hineinfressen. Sind die äußeren Umstände günstig, kann sich die Larve schon ein Jahr später verpuppen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass sie sich bis zu acht Jahre lang durch das Holz frisst. Der Holzschädling zieht dabei so viele kleine Kanäle durch Möbelstücke oder Balken, dass das Holz schließlich zu zerbröseln beginnt.

Holzwürmer fressen Tunnel und Gänge in das Holz. Dabei können sie es stark beschädigen.
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Holzwürmer fressen Tunnel und Gänge in das Holz. Dabei können sie es stark beschädigen.

Auch die Larven des Hausbocks fallen unter die Holzwürmer. Dieses holzschädigende Insekt ist ein acht bis 26 Millimeter großer Käfer aus der Familie der Bockkäfer. Umgangssprachlich wird er oft auch als Holzbock bezeichnet. In Bezug auf Größe, Farbe und Zeichnung können die Individuen stark variieren. Im Haus legt der Hausbock seine Eier in den Ritzen und Spalten von trocken verbautem Holz ab. Aus den Eiern schlüpfen die Larven, die über mehrere Jahre hinweg Gänge durch das Holz fressen. Die Larven verpuppen sich unter der Oberfläche. Die Jungkäfer nagen sich durch das Holz ins Freie.

Holzwurm erkennen durch hören

Den Holzwurm erkennen Sie auch durch Geräusche. Ist es tagsüber laut, hören Sie zwar meist nichts – viele Menschen werden aber nachts durch die leisen Fressgeräusche auf den Befall aufmerksam.

Tipp: Klopfen Sie regelmäßig das Holz ab. Klingt es hohl, könnte ein Holzwurm am Werk sein.

Holzwurm erkennen am Holzmehl

Sie können auch durch herabfallendes Holzmehl den Holzwurm erkennen. Vermuten Sie den Schädling in einem Ihrer Möbelstücke, sollten Sie es gründlich auf Löcher und Fraßmehl untersuchen:

  • Legen Sie schwarzes Papier rund um die Möbel aus, in denen Sie Holzwürmer vermuten. Auf dem dunklen Untergrund zeichnet sich das helle Mehl besonders gut ab.
  • Da Holzwürmer nicht täglich fressen, müssen Sie unter Umständen einige Tage warten, bis sich die Spuren der Schädlinge zeigen.
Am herabfallenden Holzmehl können Sie die Aktivitäten des Holzwurms gut erkennen.
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Am herabfallenden Holzmehl können Sie die Aktivitäten des Holzwurms gut erkennen.

Holzwurm erkennen an Löchern im Holz

Weitere Kennzeichen für einen Befall sind kleine Löcher im Holz. Je nach Schädling variiert ihre Größe zwischen ein- bis zwei Millimetern (Nagekäfer) und fünf bis zehn Millimetern (Hausbock). Durch die sogenannten Fluglöcher verlassen die adulten Tiere das Holz. Frische Löcher, zum Beispiel im Parkettboden, erkennen Sie an der hellen Färbung.

Trockenes oder feuchtes Holz? Unter diesen Umständen siedeln sich Holzwürmer an

Die Larven des Nagekäfers bevorzugen Laub- und Nadelholz, das tot, kühl und feucht ist. In Möbeln, die in beheizten Räumen stehen, sind sie nur selten zu finden, denn die meisten dieser Gebrauchsgegenstände aus Holz weisen eine Feuchtigkeit von nur acht bis zehn Prozent auf. Das ist den Tieren zu trocken.

Stellen Sie dennoch fest, dass Sie einen Holzwurmbefall in Ihren beheizten Wohnräumen haben, wischen Sie das Holz mitunter entweder zu häufig nass ab oder Sie haben die Schädlinge versehentlich mit einem Möbelstück eingeschleppt.

Ein wahres Paradies für Holzwürmer: Da im Dachstuhl viel Holz verbaut ist, fühlt der Schädling sich hier besonders wohl.
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Ein wahres Paradies für Holzwürmer: Da im Dachstuhl viel Holz verbaut ist, fühlt der Schädling sich hier besonders wohl.

Die Larve des Hausbocks mag dagegen trockene Nadelhölzer. Aus diesem Grund ist sie meist im Dachstuhl zu finden. Vor allem frisst sie sich dort durch das Splintholz. Im Gegensatz zum Kernholz ist dieser Holzbereich jünger und weicher. Die Fraßgänge destabilisieren dabei die Dachkonstruktion. Im schlimmsten Fall kann das Dach einstürzen. Sollten Sie den Befall mit einem Holzwurm erkennen, sollten Sie ihn daher dringend bekämpfen.

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