Eine Terrasse muss zwei bis viermal jährlich mit Öl gepflegt werden.

So gelingt Ihnen die perfekte Öl- Holzpflege Ihrer Terrassendielen

Wenn die warme Jahreszeit endlich wieder Einzug hält, zieht es Groß und Klein auf die Terrasse, die dann für viele Menschen zum zweiten Wohnzimmer wird. Denn was gibt es Schöneres, als sich beispielsweise die Zeit mit einem guten Buch im blumigen Ambiente zu vertreiben? Gerade eine Holzterrasse gewährt da ein besonderes Wohlfühl-Feeling und dies umso mehr, wenn Sie Ihren Terrassenboden wie ein Profi pflegen. Damit dies von Erfolg gekrönt wird, möchten wir Ihnen im Folgenden einmal die Holzpflege mit Öl nahe bringen.

Welche Vor- und Nachteile bieten Ihnen die Holzpflege im Außenbereich?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihre Terrassendielen zu ölen, dann müssen Sie diese, je nach Lage der Terrasse und Holzart, auch kontinuierlich zwei bis viermal jährlich mit Öl pflegen. Das ist aber auch schon der einzige Nachteil. Das Holz auf Ihrer Terrasse ist nicht zuletzt durch UV- Strahlen und Regen ständig der Witterung ausgesetzt, so dass es vergraut, da die Sonne mit ihren UV-Strahlen den Holzfarbstoff Lignin zerstört. Insofern dient die regelmäßige Holzpflege nicht nur dem Erhalt der Optik, sondern gleichermaßen der Langlebigkeit Ihres Terrassenbodens. Durch das Tränken mit Öl, das zähelastisch im Holz austrocknet, erhalten Sie eine ansprechende Holzoberfläche. Darüber hinaus bewahren Sie damit die Ursprünglichkeit der Holz- Optik, die nicht unter einer Lackschicht "begraben" wird. 

Für welche Holzarten eignet sich die Pflege mit Öl?

Abgesehen von den optischen Unterschieden eines Terrassenbelags hinsichtlich Farbe und Maserung, sind besonders die physikalischen Eigenschaften des Holzes zu berücksichtigen. Weil der Terrassenboden im Außenbereich höchsten Witterungsbedingungen ausgesetzt ist, empfehlen wir Ihnen, ausnahmslos hochwertige Hölzer zu nutzen. Dabei hat jede Holzart bezüglich des Eigenfettanteils sowie der Dichte unterschiedliche Werte, die wiederum das Schwund- und Quellverhalten und die Riss- sowie Splitterbildung beeinflussen. Generell kann Hartholz, anders als Weichholz, weniger Öl aufnehmen. Das hat zur Folge, dass geöltes Hartholz weniger intensiv wirkt als geöltes Weichholz. Hier haben wir für Sie einmal einige Beispiele geeigneter Holzarten für Terrassenböden zusammengestellt: 

Kiefer - der Klassiker unter den Terrassendielen 

Der Klassiker innerhalb der Terrassendielen ist kesseldruckimprägnierte Kiefer mit einer Haltbarkeit bei regelmäßiger Pflege von 10 bis 15 Jahren. Sie ist ein nachwachsender europäischer Rohstoff und eine umweltfreundliche Wahl für Ihren Terrassenboden. Auch lässt sie sich hervorragend und einfach verarbeiten.

Douglasie - die Alternative für die Terrasse 

Eine Alternative ist die Douglasie. Heimisch in Nordamerika, wird sie in Europa forstlich angebaut. Dieses Nadelgehölz ist etwas fester und härter als die Kiefer. Die Douglasie kann ihren Dienst bei regelmäßiger "Wartung" 12 bis 18 Jahre versehen. Ein weiterer Pluspunkt liegt darin, dass sie nicht so sehr zur Rissbildung neigt und leicht bearbeitet werden kann. Sofern Sie sich für dieses Holzart entscheiden, ist Öl für die Holzpflege wichtig, da sonst dieses Splintholz nicht so haltbar ist.

Bangkirai - vielfältige Tropenhölzer

Innerhalb der Hölzer-Vielfalt für Terrassendielen möchten wir Ihnen ebenso Bangkirai vorstellen. Es handelt sich hier um keine eigene Baumart, sondern um einen Sammelbegriff vielfältiger asiatischer Gattungen, die innerhalb der Tropenhölzer den größten Marktanteil hierzulande ausmachen. Bei entsprechender Pflege haben Sie mit diesem Holz circa 30 bis 35 Jahre Freude an Ihrer Terrasse. Es punktet mit einer ansprechenden und besonders gleichmäßigen Optik.

Die europäische Alternative zu den Tropenhölzern: Thermoesche 

Schließlich ist noch die Thermoesche zu nennen, als ökologische und europäische Alternative zu Tropenhölzern. Liegt sie auch im oberen preislichen Niveau, so können Sie sich doch 30 bis 35 Jahren an einem schönen Terrassenboden erfreuen. Allerdings wird sie mit der Zeit grauer, spröder und heller. Daher empfehlen wir auch bei der Thermoesche auf jeden Fall die regelmäßige Holzpflege mit Öl. 

Wie muss das Holz vor- und nachbehandelt werden? 

Nach der Verlegung der Terrassendielen können Sie nach einigen Tagen der sogenannten "Abwitterung" die Erstbehandlung der Oberfläche vornehmen, indem Sie ein zur Holzart passendes Öl bei trockenem Wetter zweimal dünn und gleichmäßig auftragen. Bitte reinigen Sie den Boden vor der Behandlung, damit das Öl vollständig einziehen kann. Es ist ratsam, nach der ersten Ölung einen zweiten Ölauftrag vorzunehmen, damit sich die Schutzwirkung vollständig entfalten kann. Danach wiederholen Sie bitte diese Behandlung, je nach Lage der Terrasse, 2- bis 4-mal im Jahr. Wenn Sie bereits eine Holzterrasse haben, dann müssen Sie die Dielen vor dem Einarbeiten mit Öl grob abschleifen, da es so besser einziehen und die Farbtiefe des Holzes intensivieren kann. Generell vermag glatt gehobeltes Holz nur wenig Öl aufzunehmen. Daher empfehlen wir Ihnen bei einem Terrassenboden aus solchem Material, das gehobelte Holz vor dem Ölen anzuschleifen, damit es, zum effektiveren Schutz, besser eindringen kann. Bitte nehmen Sie diese Behandlung nur dann vor, wenn das Holz absolut trocken ist, da eine hohe Feuchtigkeit die Aufnahme des Öls verhindert. Bei lackierten oder versiegelten Terrassendielen müssen Sie diese vor der Öl-Behandlung bis auf das rohe Holz abschleifen. Der beste Zeitpunkt um Ihre Terrasse zu ölen ist das Frühjahr.

Wie pflege ich die Terrasse mit Öl?

Um Ihre Terrasse mit dem Öl zu Pflegen, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Dielen schleifen und anschließend vom Schleifstaub befreien.
  • Ölbehälter vor dem Öffnen gründlich schütteln.
  • Mit einem Kunststoffpinsel tragen Sie das Öl gleichmäßig und in dünnen Schichten auf.
  • Nach circa drei Stunden streichen Sie die Holzdielen erneut mit dem Öl ein.

Welche Öl-Arten gibt es für die Holzpflege von Terrassendielen?

Zur Pflege verwenden Sie bitte spezielles Terrassenöl, da normale Holzschutz-Öle in der Regel nicht geeignet sind, weil sie sich beim Begehen abreiben. Terrassenöle dagegen dringen tief in das Holz ein, wobei die Naturharze und Pigmente auf den Dielen einen trittfesten und ausgehärteten Schutzfilm bilden. Bitte beachten Sie also beim Kauf, dass Sie auf jeden Fall UV-undurchlässiges Öl wählen, damit das tiefliegende Lignin nicht von der Sonne erreicht werden kann. Nur dann sind die Terrassendielen auch effektiv geschützt. Generell gibt es Öle für heimische sowie für exotische Hölzer sowie helle und dunkle Öl-Sorten. Auf dem Markt können Sie spezielle Öle für Douglasien, Lärchen und Bangkirai erwerben, oder sich für ein besonderes Öl zum Schutz von Exoten- und Harthölzern entscheiden. Ob "Naturgetönt seidenmatt", "Natur dunkel" oder "farblos": In puncto spezielle Öl- Arten haben Sie, je nach dem verwendeten Holz, wirklich die Qual der Wahl! 

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