Hohe Stauden stützen: So sorgen Sie für perfekten Halt
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Hohe Stauden stützen: So sorgen Sie für perfekten Halt

Sie sind das Schmuckstück jedes Gartens: Großstauden wie Rittersporn, Astern, Dahlien oder Pfingstrosen. Stauden stützen ist bei diesen Pflanzen allerdings ein Muss, denn ohne den richtigen Halt knicken die Gewächse schnell um. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie hier.

Warum Sie Ihre Stauden stützen sollten


Starker Regen und Wind sind die größten Feinde hoher Gartenstauden. Die langen Stiele können leicht abbrechen oder knicken, so fallen die Pflanzen auseinander und sehen gar nicht mehr schön aus. Wenn Sie das verhindern und Ihre Stauden stützen wollen, sollten Sie allerdings ein paar Tipps beherzigen, um die Gewächse nicht zu beschädigen.


Staudenstützen: Unterschiedliche Formen und Materialien


Zunächst haben Sie die Qual der Wahl, denn Staudenstützen gibt es in Hülle und Fülle, beispielsweise aus Metall, Eisen, Kunststoff oder Holz. Hier können Sie frei nach Geschmack zugreifen, denn alle Materialien eignen sich gleich gut. Größe und Form der Staudenstütze sollten allerdings immer auf die jeweilige Pflanzenart abgestimmt sein.


An einfache Stäbe können Sie einzelne Stiele anbinden. Halb offene oder geschlossene Ringe eignen sich für komplette Stauden, stützen sie perfekt und begrenzen die Fläche, innerhalb derer sie sich ausdehnen können.


Stauden stützen, ohne die Pflanzen zu beschädigen


Wichtig: Achten Sie darauf, eine Ringstütze mit passendem Durchmesser zu wählen, ansonsten richten Sie mehr Schaden an, als dass Sie den Pflanzen nützen. Auch beim Anbinden ist große Sorgfalt geboten, denn für beide Stützformen gilt: Schnüren Sie die Stiele zu fest, brechen diese später an genau der beanspruchten Stelle ab. Stützen Sie Ihre Stauden daher nur locker.


So verhindern Sie außerdem, dass der Bund unnatürlich und steif wirkt, und beugen ebenso Pilzebefall vor. Stehen die Blätter nämlich zu dicht, kann Nässe nicht mehr so einfach wegtrocknen. Die Folge: Die Pflanze kann krank werden und schlimmstenfalls eingehen.


Des Weiteren sollte die Staudenstütze früh genug angebracht werden, damit die Pflanze hineinwächst. Setzen Sie die Stütze zu spät, kann es passieren, dass Blüten und Triebe abknicken.


Staudenstütze selber machen mit wenigen Handgriffen


Sie müssen die praktischen Helfer aber nicht unbedingt im Gartenmarkt fertig kaufen, Sie können sie auch selber basteln. Dafür brauchen Sie:


  • 10 dünne Bambusstäbe
  • Blumenbindedraht
  • Gartenschere
  • Maßband

Kürzen Sie die Bambusstäbe zunächst auf die richtige Länge. Die Stützen sollten etwa zwei Drittel so hoch sein, wie die Pflanze später wird. Planen Sie zudem genug Länge mit ein, um die Stäbe im Boden zu verankern. Kerben Sie die Bambusstäbe nun an einem Ende ein, so hält der Draht besser und verrutscht beim Zusammenbinden nicht. Legen Sie ein Viereck und verbinden Sie die Ecken mit dem Draht. Nun legen Sie einen Stab waagerecht und einen senkrecht in die Mitte des Quadrats und befestigen alles sorgfältig. Die restlichen Stäbe werden senkrecht als Füße an den Ecken des Quadrats befestigt und später in die Erde gesteckt. Die Staude wächst in die Löcher hinein und wird optimal gestützt.


So werden Pflanzen kräftiger und brauchen weniger Stütze


Je kräftiger die Pflanzen sind, desto weniger leicht knicken sie – und desto weniger müssen sie gestützt werden. Mit diesen Pflegetipps können Sie Ihrer Staude unter die Arme greifen:


  • Schwaches Gewebe entsteht, wenn die Pflanze zu stark oder einseitig gedüngt wird. Die Triebe sind dann zu lang und instabil. Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Nährstoffversorgung ist daher das A und O.
  • Gießen Sie nur wenig, das bremst das Wachstum. Kompaktere Gewächse sind stabiler und brauchen weniger Halt von außen.
  • Pinzieren Sie Ihre Staude zwischen Mitte April und Mitte Mai. Dabei werden die Triebspitzen ausgekniffen oder abgeschnitten. Es bilden sich mehr Seitentriebe und die Pflanze wird kompakter und standfester. Aber Achtung: Pinzieren sollten Sie erst, wenn die Pflanze etwa 20 Zentimeter hoch ist.
FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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