Wartungsvertrag der Heizung: Was er nutzt und wie viel er kostet
© Alexander Raths/stock.adobe.com
(0)

Wartungsvertrag der Heizung: Was er nutzt und wie viel er kostet

Wohl nichts anderes sorgt so sehr für das Wohlgefühl im eigenen Heim wie die Heizung. Umso schwerer wiegt es, wenn sie plötzlich ausfällt. Ärger und die Kosten können immens sein. Schutz davor bietet ein Wartungsvertrag. Das sollten Sie dazu wissen.

Was ist ein Wartungsvertrag für die Heizung?

Mit dem Wartungsvertrag beauftragt ein Heizungsbesitzer einen Heizungsbauer oder den Hersteller, die Anlage in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Dabei können mögliche Schäden frühzeitig erkannt und rechtzeitig behoben werden. Auch Verschleißteile werden je nach Vertrag regelmäßig ausgetauscht. Welche Leistungen zu einer regelmäßigen Wartung gehören, wird im Vertrag ebenso geregelt wie die Wartungsintervalle. In den Musterverträgen der Dienstleister sind in der Regel die folgenden Arbeiten aufgeführt:

  • fachgerechte Reinigung des Brenners, des Wärmetauschers sowie der Zünd- und Regeleinrichtungen
  • Kontrolle und ggf. Nachregulierung der Verbrennung
  • Funktionsprüfung 

Das Messen der Abgaswerte und das Entlüften der Heizkörper können ebenfalls zu den vereinbarten Leistungen gehören. Nach jeder Wartung erhalten Sie ein Protokoll, welche Arbeiten durchgeführt worden sind.

Übrigens: Bei einer Brennstoffzellenheizung ist ein Wartungsvertrag Pflicht, wenn die Anlage mit Fördermitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert wird.

Welche Vorteile hat ein Wartungsvertrag?

Eine regelmäßige Wartung senkt nicht nur das Risiko eines Heizungsausfalls. Sie hat auch weitere Vorteile:

  • Die Heizungsanlage läuft auf Dauer reibungsloser und damit effizienter. Bis zu zehn Prozent Energiekosten können so eingespart werden.
  • Die Heizungsanlage Lebensdauer der Heizungsanlage verlängert sich in den meisten Fällen.
  • Mit einem Wartungsvertrag bekommen Sie in aller Regel sofort einen Handwerkertermin, falls unerwartet doch ein Schaden auftritt.
  • Kommt es durch eine ausgefallene Heizung zu Sach- oder sogar Personenschäden, sind Sie bei einer möglichen Auseinandersetzung mit Ihrer Versicherung in einer besseren Position.
  • Bei einer regelmäßigen Wartung gibt es bei manchen Herstellern eine verlängerte Garantie.
Bei regelmäßiger Wartung läuft die Heizung nicht nur reibungsloser, sondern meistens auch günstiger. 
© contrastwerkstatt/stock.adobe.com

Bei regelmäßiger Wartung läuft die Heizung nicht nur reibungsloser, sondern meistens auch günstiger. 

Was kostet die regelmäßige Wartung?

Die Kosten bei einem Wartungsvertrag variieren je nach Leistungsumfang und dem gewählten Wartungsintervall. Vereinbarungen darüber, welche Teile gegebenenfalls sofort ausgetauscht werden und ob kleinere Reparaturen direkt im Rahmen der Wartung durchgeführt werden sollen, hat Einfluss auf die Kosten.

Bei einmaliger Wartung pro Jahr kommen bei einer Gasheizung etwa 100 bis 150 Euro auf Sie zu. Die Wartung einer Ölheizung ist meist etwas teurer und schlägt mit etwa 150 bis 200 Euro zu Buche.

Was sollte man beim Abschluss eines Wartungsvertrages beachten?

  • Legen Sie den Kostenrahmen genau fest. Regeln Sie zum Beispiel auch, ob die Anfahrtskosten im Preis enthalten sind.
  • Vereinbaren Sie genau, welche Reparaturen ggf. sofort bei der Wartung erledigt werden sollen und wann Ihre vorab Ihre Einwilligung eingeholt werden muss.
  • Lassen Sie Musterverträge den individuellen Anforderungen Ihrer Anlage anpassen. Prüfen Sie zum Beispiel, ob ein angebotener 24-Stunden-Notfallservice für Sie wirklich wichtig ist, oder ob Ihnen der günstigere regulärer Notdienst ausreicht.
  • Achten Sie auf die Vertragslaufzeit. Lange Laufzeiten bergen immer ein gewisses Risiko. Eine praktische Lösung sind Jahresverträge, die sich automatisch verlängern, wenn Sie nicht kündigen. 
  • Halten Sie fest, wer Zugang zum Heizungskeller bekommt und ob auch Subunternehmer beauftragt werden dürfen.
Wie finden Sie diesen Artikel?