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Förderung für die Heizung: 3 Optionen für staatliche Zuschüsse
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Förderung für die Heizung: 3 Optionen für staatliche Zuschüsse

Moderne Heizungsanlagen sparen Energie und schonen damit die Umwelt. Deshalb greift der Staat den Hausbesitzern bei der Investition in eine neue Anlage mit zahlreichen Förderprogrammen unter die Arme. Doch wo gibt es welche finanzielle Unterstützung?

1. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Gleich fünf verschiedene Förderprogramme für eine neue Gas- oder Ölheizung hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu bieten. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch die Frage, ob man für die Sanierungsmaßnahme einen Kredit oder einen Zuschuss benötigt. Voraussetzungen für die Förderung sind festgelegte technische Anforderungen an die neue Anlage sowie eine Prüfung der Maßnahme durch einen Energieberater.

Der Kredit ist wie folgt gestaltet:

  • 0,75 % p.a. Sollzins und zusätzlich bis zu 27.500 Euro Zuschuss zur Kredittilgung
  • 1 tilgungsfreies Anlaufjahr und 10 Jahre Zinsbindung
  • bis 100.000 Euro pro Wohnung bei Sanierung zum KfW-Energiehaus; bis 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen oder Maßnahmepaketen

Ein Zuschuss ist wie folgt gestaltet:

  • maximal 30.000 Euro Zuschuss je Wohnung bei Sanierung zum KfW-Energiehaus
  • maximal 7.500 Euro Zuschuss je Wohnung für ein Heizungs-/Lüftungspake
  • maximal 5.000 Euro Zuschuss je Wohnung bei Einzelmaßnahmen

Die Förderung von Einzelmaßnahmen kann unter Umständen mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden. Über die Möglichkeiten und die Antragsmodalitäten informiert Sie ein Fachbetrieb.

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2. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Wer ins Heizen mit erneuerbaren Energien investiert, kann von einer Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) profitieren. Je nach Heizungsart fällt der Zuschuss unterschiedlich aus.

  • Biomasse: Gefördert werden u. a. Kessel zur Verbrennung von Biomassepellets und Hackschnitzeln (80 Euro Zuschuss je Kilowatt) und Scheitholzvergaserkessel (pauschal 2.000 Euro Zuschuss).
  • Solarthermie: Wird die Solarthermieanlage für Warmwasser genutzt, gibt es 50 Euro Zuschuss je Quadratmeter Kollektorfläche, jedoch nur bis maximal 2.000 Euro. Beim Einsatz für die Heizung gibt es 140 Euro pro Quadratmeter, maximal 5.600 Euro.
  • Wärmepumpen: Bei einer Sanierung sind 40 Euro Zuschuss pro Kilowatt Nennwärmeleistung (Luft-Wasser-Wärmepumpen) bzw. 100 Euro pro Kilowatt Nennwärmeleistung (Sole/Wasser-Wärmepumpen, Wasser-Wasser-Wärmepumpen, gasmotorisch betriebenen Wärmepumpen) möglich. Für den Neubau gibt es 60 Euro bzw. 150 Euro Förderung pro Kilowatt Nennwärmeleistung.

Voraussetzung für die Förderung sind festgelegte Kriterien, die eine Wärmepumpe erfüllen muss. Über die technischen Details und den Antrag informiert Sie ein Fachbetrieb.

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3. Das Marktanreizprogramm (MAP) für Wärme aus erneuerbaren Energien

Mit diesem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie will der Staat Anreize schaffen, die Wärme verstärkt aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Die Fördersätze sind dieselben wie beim BAFA. Das MAP hat aber außerdem ein Heizungspaket, bei dem es einen Zusatzbonus von 20 Prozent des MAP-Förderbeitrags gibt sowie weitere 600 Euro pauschal für die Optimierung des gesamten Heizsystems

Auch hier empfiehlt sich eine Beratung durch einen Fachbetrieb.

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