Heizen mit Pellets: Vorteile und Nachteile der Pelletheizung
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Heizen mit Pellets: Vorteile und Nachteile der Pelletheizung

Das Heizen mit Pellets kann die Umwelt schonen und Heizkosten sparen. Doch neben ihren Vorteilen hat diese Heizmethode auch einige Nachteile. Hier erfahren Sie, was bei der Entscheidung für oder gegen eine Pelletheizung wichtig ist.

Zwischen zwei Arten von Pelletheizung unterscheiden

Mit Pellets lässt sich unterschiedlich heizen, entweder als Zentralheizung oder als Einzelofen, ähnlich einem Kamin. Ein sogenannter Pelletkessel kann dabei als Zentralheizung Wärme für das gesamte Haus liefern, sowohl für Wasser als auch für die Heizung. 

Der Pelletofen ist dagegen, wie auch der Kamin, für das Beheizen einzelner Räume vorgesehen. Ist der Pelletofen wasserführend, kann er zusätzliche Wärme für Warmwasser oder die Heizung in weiteren Räumen abgeben – jedoch reicht das meist nicht aus, um ein ganzes Haus mit Wärme zu versorgen. Der Pelletofen wird daher normalerweise mit einer Zentralheizung kombiniert.

Was jedoch beide Systeme gemeinsam haben: den Brennstoff Pellets und die grundsätzliche Verbrennungstechnik, woraus sich mehrere Vor- und Nachteile ergeben.

Eine Pellet-Zentralheizung nimmt im Keller relativ viel Platz ein.
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Eine Pellet-Zentralheizung nimmt im Keller relativ viel Platz ein.

Vorteile beim Heizen mit Pellets

Mit Pellets können Sie relativ günstig heizen. Sie werden aus Holz oder Maisspindeln hergestellt –  also aus nachwachsenden Rohstoffen, die es auch in Deutschland gibt, sodass keine langen Transportwege für das Heizmaterial nötig sind. Aus diesem Grund, und weil die Gewinnung der Pellets weniger aufwendig ist, kosten sie weniger als Öl oder Gas. Den Kamin schlägt der Pelletofen jedoch nicht: Mit Holz zu heizen ist noch immer günstiger als mit Pellets.

Heizen mit Pellets ist besonders umweltfreundlich. Dabei schlagen die Presslinge sowohl die Gas- und die Ölheizungen als auch den mit Holz befeuerten Kaminofen. Das liegt neben der umweltfreundlichen Rohstoffgewinnung auch daran, dass beim Heizen mit Pellets vergleichsweise wenige Schadstoffe entstehen, wie etwa Kohlendioxid oder Feinstaub.

Weiterer Vorteil des Pelletofens: Im Gegensatz zum Kamin verbrennen Sie sehr sauber und erzeugen dabei kaum Asche oder Gerüche.

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Nachteile beim Heizen mit Pellets

Doch nicht immer kommen alle Vorteile des Heizens mit Pellets tatsächlich zum Tragen. Unter Umständen fallen etwa die Transportwege für den Brennstoff länger aus. Dadurch wird das Heizen nicht nur umweltschädlicher, sondern häufig auch teurer. Unter Umständen ist der Preisvorteil dann dahin. Aktuell sind die Preise für Pellets stabil, müssen es aber nicht bleiben. Steigt beispielsweise ein Großteil der Haushalte auf Pelletheizungen um, könnte das Holz in Deutschland auf lange Sicht knapp werden, was zu erhöhten Preisen führen würde.

Dazu kommen Nachteile beim Kauf und Einbau eines Kessels oder Ofens, die zu bedenken sind:

  • Eine Pellet-Zentralheizung benötigt viel Platz. Besonders der Lagerraum für den Brennstoff schlägt hier zu Buche. Auch der Ofen ist durch das Pellet-Behältnis häufig größer als bei vergleichbaren Kaminen.
  • Anschaffung und Installation der Pelletheizung sind in der Regel teurer als bei Kamin, Gas- oder Ölheizung. Das liegt beispielsweise an zusätzlichen Komponenten wie Lagerbehältnissen, Steuerung oder Fördersystemen.
  • Zusätzlicher Nachteil beim Pelletofen: Er braucht einen Schornstein. Den braucht ein Kamin jedoch auch.

Mit Förderungen die Kosten senken

Die hohen Anschaffungskosten sind sowohl beim Pelletofen als auch bei der Pelletheizung für viele eines der wichtigsten Gegenargumente. Da Pelletheizungen jedoch zu den erneuerbaren Energien gehören, wird ihre Anschaffung staatlich gefördert. Je nach gewähltem System und der vorliegenden Situation im Haus kann die Förderung bis zu mehrere tausend Euro betragen. 

Vor der Entscheidung für oder gegen eine Pelletheizung sollten Sie deshalb unbedingt mit einem Fachberater kurzschließen und die Fördermöglichkeiten prüfen.

SB
Autor/-in
Sarah Berger
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