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Heizen mit Holz: 4 Tipps für Kamin-Fans
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Wolfgang Ellermann
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Wolfgang Ellermann
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Heizen mit Holz: 4 Tipps für Kamin-Fans

Heizen mit Holz sorgt für eine ganz besonders behagliche Wärme. Ein Kaminfeuer gehört nicht umsonst zu den Klassikern gemütlicher Lebensart. Wenn Sie ein paar einfache Tipps beachten, haben Sie noch mehr Freude an Ihrer Feuerstelle, sparen bares Geld und schonen die Umwelt.

1. Die richtige Holzart wählen: Nicht alle heizen gleich gut

Achten Sie beim Kauf von Kaminholz darauf, dass Sie die richtige Holzart wählen. Je nachdem, von welchem Baum das Holz stammt, weist es einen unterschiedlichen Brennwert auf. Dieser gibt an, wie effizient Sie mit dem jeweiligen Holz heizen können, denn: Je höher die Zahl, desto mehr Energie lässt sich daraus gewinnen. Für den Kamin besonders gut geeignet sind folgende Holzarten:

  • Buche
  • Eiche
  • Robinie
  • Esche
  • Birke
  • Ahorn
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2. Holz ablagern: Trockenes Holz heizt besser

Der Brennwert von Holz wird immer pro Kilogramm angegeben. Da frisch geschlagenes Holz mehr Feuchtigkeit enthält als gut abgelagertes, ist es entsprechend schwerer und der Heizwert pro Kilo (kWh/kg) daher schlechter. 

Die in Punkt 1 genannten Holzarten haben je nach Trocknungsgrad einen Heizwert von 1,77 kWh/kg (waldfrisch) bis 4,18 kWh/kg (absolut trocken). Lassen Sie das Brennholz ein, im Idealfall zwei Jahre ablagern, bevor Sie es zum Heizen benutzen. Erst dann ist genügend Feuchtigkeit aus dem Holz entwichen, damit es optimal verbrennt. 

Kaminholz mit über 20 Prozent Wasseranteil hat gleich mehrere Nachteile:

  • lässt sich schlecht anzünden
  • wenig effiziente Energieausbeute
  • entwickelt gesundheitsbelastende Gase
  • schädigt Kamin und Schornstein

Bei der sogenannten Versottung des Kamins dringen kondensierte Abgase, die bei der Verbrennung entstanden sind, in den Kaminstein ein. Das kann braune Flecken und schlechten Geruch nach sich ziehen. Je mehr Feuchtigkeit im Holz steckt, desto mehr dieses schädlichen Wasserdampfes entsteht.

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3. Brennholz richtig zerkleinern: So geht's

Wenn Sie vorhaben, einen größeren Vorrat an Brennholz anzulegen, müssen Sie zunächst frische Stammstücke spalten. Ideal ist eine Länge von 20 bis 50 Zentimetern – abhängig davon, wie groß Ihr Kamin ist. Sind die Holzstücke zu lang, sägen Sie sie auf die passende Länge. Danach kann das Holzhacken losgehen. Alles, was Sie dafür brauchen, finden Sie im örtlichen Baumarkt:

Die Scheite können Sie anschließend zum Trocknen aufstapeln.

Tipp: Feuchtes Holz muss nicht immer schlecht sein: Zwar sollten Sie damit nicht heizen, doch spalten lässt es sich sehr viel leichter als trockene Scheite.

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4. Asche nicht wegwerfen: Weiterverwendung als Gartendünger

Das Heizen mit Holz hat auch noch Vorteile, wenn die Wärme schon verflogen ist, denn: Die Asche aus dem Kamin muss nicht im Abfall landen. Sie enthält nämlich Stoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphat, Magnesium und Spurenelemente. Sie können Sie daher als Dünger verwenden. Wenn Sie das tun wollen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • Verwenden Sie ausschließlich Asche von naturbelassenem Holz aus wenig industrialisierten Regionen. 
  • Bringen Sie maximal 0,3 Liter pro Quadratmeter und Jahr in den Boden ein.
  • Kalkempfindliche Pflanzen wie zum Beispiel Rhododendron oder Ihre Nutzpflanzen sollten Sie damit nicht düngen. 
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Wolfgang Ellermann
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Als leidenschaftlicher Hobby Gärtner setzt sich Wolfgang Ellermann auch in seinen Artikeln mit den täglichen Fragen rund um den Garten auseinander. Ebenfalls ist er begeisterter Angler und Hobby-Läufer.
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