Gelbsticker und Gelbtafeln: Kaufen oder selber machen?
(0)

Gelbsticker und Gelbtafeln: Kaufen oder selber machen?

Schädlingsbefall einfach erkennen – dabei helfen Gelbtafeln und Gelbsticker. Sie fangen mit ihrer Klebefläche viele der Insekten ab, die je nach Art Ihren Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten gefährlich werden können. Gelbtafeln kaufen müssen Sie deswegen aber nicht unbedingt. Lesen Sie hier, wie und wann Sie die praktischen Helfer auch selber machen können.

Gelbtafeln kaufen: Vor- und Nachteile

Im Handel sind Gelbtafeln ziemlich erschwinglich. Der Nachteil: Sie sind zumeist nur in größeren Mengen erhältlich. Wenn Ihnen also ein paar der nützlichen Helfer ausreichen, beispielsweise für Ihren Wintergarten oder eine überschaubare Fläche im Garten, müssen Sie nicht unbedingt Gelbtafeln kaufen, sondern können diese auch selber anfertigen.

So können Sie Gelbtafeln und Gelbsticker selber machen

Das benötigen Sie für Gelbsticker und -tafeln für eher kleinere Pflanzen auf Balkon und Terrasse:

  • Tonpapier in knalligem Gelb
  • Laminierfolie
  • Laminiergerät
  • Schere
  • Schnur
  • Locher
  • ein paar Schaschlikspieße aus Holz
  • 0,5 Kilo Zucker
  • 0,5 Liter Wasser

So gehen Sie vor:

  • Laminieren Sie das Tonpapier mit der Folie und der Maschine.Schneiden Sie für die Gelbsticker Streifen von 2 mal 5 cm. Für die Gelbtafeln benötigen Sie Quadrate von 5 mal 5 cm.
  • Lochen Sie die Streifen ungefähr in der Mitte zwei Mal im Abstand von 1 cm. Lochen Sie die Quadrate vier Mal, jeweils an den Ecken.
  • Schieben Sie die Spieße durch die Löcher der Streifen, dass sie an beiden Enden gleich weit aus dem Loch herausragen. Ziehen Sie die Schnur durch die vier Löcher der Quadrate. Lassen Sie die Schnur lang genug, dass noch etwas Spiel zum Aufhängen bleibt.
  • Kochen Sie Wasser und Zucker auf. Lassen Sie das Ganze etwas einkochen, bis das Gemisch eine zähe Konsistenz hat.
  • Bestreichen Sie die Gelbtafeln und Gelbsticker mit dem Sirup. Anschließend leicht abtropfen lassen.
  • Hängen Sie die Gelbtafel zwischen die Pflanzen beziehungsweise stecken Sie die Sticker dazwischen in die Erde.

Darauf sollten Sie beim Einsatz von Gelbtafeln achten

Die klebenden Tafeln und Sticker werden zur Kontrolle benutzt, um an Nutz- und Zierpflanzen Schädlingsbefall zu entdecken. Und dafür, um abzuschätzen, wie viele Insekten noch unterwegs sind. Bringen Sie die Insektenfänger an, wenn die Zeit der Schädlinge beginnt – etwa Ende März bis Anfang April. Tauschen Sie die Gelbtafeln aus, sobald die Klebewirkung nachlässt.

Welche Insekten lassen sich mit Gelbtafeln und -stickern fangen?

Mit den Gelbtafeln und Gelbstickern lassen sich fliegende und springende Schadinsekten wie die Kirschfruchtfliege, die Kirschessigfliege, weiße Fliegen, die Walnussfruchtfliege, Trauermücken, Rhododendronzikaden, Grüne Rebzikaden, Möhrenfliegen und viele weitere Arten fangen.

Sehen Sie hier, wie sich Zikaden an Kräutern bekämpfen lassen:

W E
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
Wie finden Sie diesen Artikel?