Farn verleiht dunklen Gartenecken neuen Glanz
(0)

Farn verleiht dunklen Gartenecken neuen Glanz

In jedem Garten gibt es schattige Bereiche, in denen die meisten Pflanzen nur kümmerlich gedeihen. Farn ist in solchen Fällen die ideale Lösung. In dunklen Gartenecken fühlt sich das urtümliche Gewächs besonders wohl und wird zum Hingucker. Ein weiterer Pluspunkt: Die Strukturpflanze ist sehr anspruchslos und benötigt kaum Pflege.

Farn – freiwilliges Schattendasein

Schattige Gartenecken oder Beete an der Nordseite von Gebäuden und hinter Mauern stellen jeden Gärtner vor eine große Herausforderung. Und selbst in den sonnigsten Gärten entstehen dunkle Bereiche, wenn die Bäume mit den Jahren größer werden. Wo es früher munter blühte, verkümmern die Pflanzen nun. Unter Kennern sind Farne als Bodendecker in Bereichen mit nur geringem Lichteinfall sehr beliebt. Die pflegeleichten Pflanzen vermehren sich von selbst und bilden attraktive, geschlossene Grünflächen. Je nach Art werden die Farne zwischen 20 cm und über 1,5 m hoch. Die anspruchslosen Pflanzen benötigen keinen Dünger und dank ihrer besonderen Ansprüche an Lichteinfall und Feuchtigkeit verbreiten sie sich nicht unkontrolliert im Garten.

Unkomplizierte Vermehrung und gesundes Wachstum

Lockerer, humusreicher Boden, Schatten unter Bäumen oder in Nordlage und ausreichend Feuchtigkeit sind die wenigen Ansprüche, die Farn an seinen Standort stellt. Die meisten Arten bevorzugen saure Böden, aber einige Arten gedeihen auch in kalkreichem Bodengrund. Farne gehören zu einer urtümlichen Pflanzenfamilie. Diese Gefäßsporenpflanzn bilden keine Samen. Bei optimaler Witterung verbreiten sich die Sporen im Wind und bilden auf geeignetem Untergrund einen Vorkeim aus. Erst hier findet dann die Befruchtung statt und eine neue Pflanze entsteht. Zusätzlich verbreiten sich Farne vegetativ durch unterirdische Kriechsprossen. So entstehen ohne das Zutun des Gärtners auf geeignetem Grund geschlossen Flächen voller Farn, der sich als Bodendecker in schwierigen Lagen bewährt.

Der Farn im Winter

Viele Farnarten überstehen den Winter in den hiesigen Breiten problemlos. Die neuen Wedel für das folgende Jahr bilden die Pflanzen bereits im Herbst aus. Sie verbringen die kalte Jahreszeit eingerollt unter alten Pflanzenteilen und Laub. Einige Sorten sind sogar immergrün und bleiben auch im Winter sehr ansehnlich. Bei trockener Kälte verlieren die Wedel Feuchtigkeit und färben sich braun – trotzdem überdauern diese Arten sehr lange in den Winter hinein auch kältere Zeiten. Farn begeistert durch die verschieden ausgeformten Wedel und grüne bis rote Farbtöne. Als Strukturpflanze lassen sich Farne besonders gut mit anderen Schatten liebenden Stauden und vielen attraktiven Gräsern kombinieren.

Zusammenfassende Tipps zum Thema Farn und Schattenbepflanzungen:

  • Farne lieben feuchte, humusreiche Böden und vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung. Damit sind sie die ideale Bepflanzung für schattige Bereiche.
  • Über 600 verschiedene Arten Farn gedeihen in der gemäßigten Klimazone. So lassen sich interessante und abwechslungsreiche Beete schaffen.
  • Einige Sorten überdauern auch den Winter in attraktiver Farbgebung, sie tragen die Bezeichnung wintergrün.
  • Die meisten Farne bevorzugen saure, aber einige Arten vertragen auch kalkhaltige Böden und bestehen bei genügend Feuchtigkeit auch bei vergleichsweise hoher Sonneneinstrahlung.
  • Farn ist anspruchslos und pflegeleicht.
  • Als perfekte Strukturpflanze für Schattenbereiche lässt sich Farn sehr harmonisch mit Schattenstauden und Gräsern kombinieren.
  • Im Gartencenter sind Farne selten zu finden. Spezielle Staudengärtnereien und manche Baumschule hingegen bieten ein breites Sortiment verschiedener Arten an. Dort erhalten Sie auch fachkompetente Beratung bei der Auswahl der Pflanzen für Ihre Ansprüche.
WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
Wie finden Sie diesen Artikel?