Energie sparen mit cleverem Grundriss
© Studio-pure/iStock/Thinkstock
(1)

Energie sparen mit cleverem Grundriss

Wie lässt sich am meisten Energie sparen? Wer ein Haus baut, sollte sich mit dieser Frage auseinandersetzen. Mit einer gründlichen Raumplanung können Heizkosten verringert werden. Ein cleverer Grundriss, der die Sonne als Energiequelle berücksichtigt, ist dabei besonders wichtig.

Bauform entscheidet über späteren Energieverbrauch

Gute Planung fängt mit einem Grundriss an, der vor allem eine Energiequelle konsequent nutzt: die Sonne. Wie und in welcher Form ein Haus geplant wird, entscheidet am Ende über den Energieverbrauch. Würfelformen verbrauchen grundsätzlich weniger Energie. Wohnräume sollten nach Süden und Westen ausgerichtet sein. Große Fensterflächen in Wohnzimmer, Küche und Esszimmer holen maximale Wärme ins Eigenheim. Nebenräume, Eingang und Treppen verbrauchen weniger Wärme und liegen optimalerweise im Norden. Hier halten kleine Fensterflächen den Energieverlust gering. Eine von Anfang an gut geplante Raumaufteilung kann bei der späteren Nutzung erheblich Energie sparen.

Bauen mit der Sonne und gegen Kälte

Als unermüdliche Energiequelle besitzt die Sonne einen einzigen Nachteil. Sie scheint nicht regelmäßig und gerade im Winter bekommen wir nur wenig von ihrer Kraft ab. Durch eine geschickte Ausrichtung gelingt es, auch über die Bausubstanz Energie zu nutzen. Deshalb müssen von der Sonne abgewandte Seiten des Hauses gut gedämmt sein. Lage und Beschaffenheit des Grundstücks entscheiden darüber, ob ein Passivhaus, ein KFW-Effizienzhaus oder sogar ein Plusenergie-Haus entstehen kann. Der Architekt bzw. das Bauunternehmen kann bereits durch Lage und Grundriss des Hauses sowie die Raumanordnung Energie sparen.

Diese fünf Grundregeln helfen, Energie von Anfang an zu nutzen:

  • Richten Sie das Gebäude zur Sonne und weg vom Wind aus
  • Fenster dienen als „Sonnenfallen“
  • Innere Gebäudemassen als Energiespeicher nutzen!
  • Gut und wirtschaftlich dämmen
  • Planen Sie Energiegewinne in der Wärmeerzeugung der Heizung mit ein.
SM
Autor/-in
Simon Meyer
Wie finden Sie diesen Artikel?