Brot aufbewahren und lagern: So bleibt es länger frisch!
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Brot aufbewahren und lagern: So bleibt es länger frisch!

Ihr frisches Brot wird immer viel zu schnell hart und trocken oder schimmelt gar nach ein paar Tagen? Wie Sie das vermeiden beziehungsweise Brot aufbewahren und richtig lagern können, erfahren Sie hier.

Frisches Brot aufbewahren in der Papiertüte vom Bäcker?

Von Haus aus wird Brot beim Bäcker meist in Papier- oder Plastiktüten verkauft. Doch können Sie es darin auch direkt aufbewahren? Nicht wirklich, wie sich rasch herausstellt: Es ist empfehlenswert, das frische Brot schnellstmöglich aus der Verpackung zu nehmen, da die Luft innerhalb der Tüten nicht richtig zirkulieren kann. Das fördert Schimmelbildung und das Lebensmittel verdirbt schneller.

Eine gute Alternative sind daher spezielle Brotkörbe oder Kästen. Sie bieten ideale Bedingungen, die einem Schimmelbefall vorbeugen. Dabei ist es egal, ob das Modell aus Plastik, Holz oder Metall besteht – Hauptsache, es ist nicht luftdicht abgeschlossen. So wird die Feuchtigkeit, die aus dem frischen Brot allmählich austritt, abtransportiert und bietet den Schimmelpilzen keinen Nährboden. Tipp: Wischen Sie Ihren Brotbehälter regelmäßig mit Essig aus. Auch das hilft, Schimmelbildung zu vermeiden.

Brot im Kühlschrank aufbewahren?

Eine beliebte Methode, wenn es um das Thema “Brot aufbewahren” geht, ist das Lagern im Kühlschrank. Allerdings lässt sich frisches Brot so nicht aufbewahren, wenn Ihnen der Geschmack wichtig ist. Zwar schützen die niedrigen Temperaturen das Brot vor Schimmel, allerdings verliert es auch schneller Feuchtigkeit, wird trocken und schmeckt altbacken.

Besser sind Raumtemperaturen zwischen 12 und 18 °C. Eine Ausnahme, wenn Sie frisches Brot aufbewahren wollen, ist das Einfrieren. Temperaturen unter dem Gefrierpunkt verhindern das Austreten des im Backprozess gebundenen Wassers. Sie können entweder den ganzen Laib oder geschnittene Scheiben einfrieren. Damit es später noch schmeckt, einfach bei Raumtemperatur auftauen lassen.

Brot aufbewahren, darum ist der Römertopf ideal

Neben den diversen Modellen aus Plastik, Holz oder Metall gibt es auch noch diese Variante: Brot im Römertopf aufbewahren. Ein Brotkasten aus Ton ist optimal, wenn Sie Brot lagern wollen, denn die austretende Feuchtigkeit des leckeren Lebensmittels wird im Ton gespeichert und bei Bedarf wieder freigegeben. Dadurch bleibt das Brot länger frisch.

Ein Test der Akademie für Landbau und Hauswirtschaft zum Thema “Brot aufbewahren” fand heraus, dass Brot im Römertopf auch nach 10 Tagen noch frisch war. Im Edelstahlkasten war es – je nach Brotsorte – nach 7-9 Tagen hart. Der Kunststoffbehälter erreichte ebenfalls ein optimales Frischeergebnis, selbst nach 10 Tagen. Im Holzkasten trocknete das Brot bereits nach 3 Tagen aus.

Tipp: Brot richtig aufbewahren klappt besonders gut, wenn Sie es mit der Schnittkante nach unten in den Brotkorb stellen, so trocknet es weniger schnell aus. Das gilt auch, wenn Sie selbstgebackenes Brot aufbewahren wollen.

Welche Brotsorte hält sich am längsten?

Doch nicht nur die richtige Lagerung, auch die Brotsorte selbst macht viel aus in Sachen Haltbarkeit. Generell gilt: Brot mit einer Sauerteigbasis bleibt länger frisch.

  • Weizenbrote bis zu 2 Tage
  • Weizenmischbrote 2 bis 4 Tage
  • Roggenmischbrote 3 bis 5 Tage
  • Roggenbrote 4 bis 6 Tage
  • Schrot- und Vollkornbrote 7 bis 9 Tage
FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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