Parkett gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen.
Parkett •

Von Landhausdielen bis hin zum Mosaikparkett – die verschiedenen Parkettarten

Wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Parkett sind, haben Sie die Wahl zwischen zahlreichen Parkettarten. Grundsätzlich lassen sich die vielen Arten jedoch in die beiden Gruppen der Massivparkette und der Mehrschichtparkette unterteilen. Massivparkette bestehen aus einer einzigen Lage Holz, die bis zu 22 Millimeter dick ist. Die gleiche Stärke können auch Mehrschichtparkette haben. Sie werden allerdings aus mehreren Lagen gefertigt und besitzen eine Nutzschicht. Sie bildet die oberste Schicht, die Sie nach dem Verlegen sehen, und die ist in der Regel zwischen 2,5 und 6 Millimeter dick

Parkettarten: Von Landhausdielen bis hin zum Mosaikparkett

Zu den Massivparketten gehören unter anderem die massiven Dielen, das massive Stabparkett, das Lamparkett, das Mosaikparkett, das Tafelparkett und das Hochkantlamellenparkett. Werden sie auf traditionelle Weise verlegt, bringt man das rohe Holz auf den Fußboden auf. Erst wenn der gesamte Boden fertig ist, schleift man das Holz und versieht es mit einer schützenden Oberfläche. Mittlerweile bekommen Sie einige dieser Parkette aber auch als Fertigparkette. Sie sind bereits kalibriert, also genau auf Maß geschnitten, und mit einem Mittel wie zum Beispiel Parkettlack, Öl oder Wachs behandelt. Solch ein Fertigparkett können Sie durchaus selbst verlegen. Die klassische Methode überlassen Sie dagegen besser einem Profi, den Sie in den Gelben Seiten finden.

1. Stabparkett

Beim Stabparkett kann es sich sowohl um ein Massivparkett als auch um ein Mehrschichtparkett handeln. Es besteht traditionell aus sechs bis acht Zentimeter breiten und 40 bis 50 Zentimeter langen Stäben und ist mit Nuten und Federn versehen. Traditionell wird Stabparkett auf eine hölzerne Unterkonstruktion genagelt und ist deshalb auch unter der Bezeichnung Nagelparkett bekannt.

2. Mosaikparkett

Das Mosaikparkett besteht aus Lamellen, die meist eine quadratische Form mit einer Kantenlänge von 12 bis 16 Zentimetern haben und nur etwa acht bis zehn Millimeter stark sind. Dieses Parkett eignet sich daher auch sehr gut für die Renovierung von Räumen, in denen der neue Bodenbelag nicht zu dick sein darf. Mosaikparkett ist außerdem in Zimmern mit Fußbodenheizung von Vorteil, denn durch das dünne Holz kann die Wärme schneller nach oben dringen. Es wird in der Regel geklebt und erst im Anschluss geschliffen und behandelt.

3. Lamparkett

Fast ebenso dünn wie das Mosaikparkett ist das 10 bis 11 Millimeter starke Lamparkett. Es besteht allerdings aus Stäben mit einer Breite von 4 bis 6,5 Zentimetern und einer Länge von 12 bis 40 Zentimetern. Dieses Parkett wird auch als Dünnparkett oder Dünnstab bezeichnet.

4. Hochkantlamellenparkett

Das Hochkantlamellenparkett besteht ebenfalls aus Stäben. Sie werden jedoch hochkant angeordnet und miteinander verbunden. Dieses Parkett kommt häufig im gewerblichen Bereich zum Einsatz und heißt deshalb auch Industrieparkett. Wegen seiner interessanten Optik wird es mittlerweile aber auch in privat genutzten Räumen verlegt. Hochkantlamellenparkett kann bis zu 22 Millimeter dick sein, ist aber auch in dünneren Ausführungen erhältlich.

5. Tafelparkett

Ein besonders dekorativer Fußbodenbelag ist das Tafelparkett oder französische Parkett. Bei ihm entstehen aus verschiedenfarbigen Hölzern, die zu Motiven wie Rauten zugeschnitten werden, schöne Muster. Ein Tafelparkett können Sie bei einigen Herstellern nach Ihren Wünschen anfertigen lassen. Es kann daher auch mit ganz persönlichen Motiven oder einem selbst entworfenen Muster versehen werden.

6. Massivholzdielen

Sehr viel länger als die genannten Parkette sind die massiven Dielen, die aus einem Brett bestehen oder aus zahlreichen Stäben zu Dielen verleimt werden. Letztere werden als Parkettdielen bezeichnet und sind bis zu drei Meter lang. Mit ihnen lässt sich ein neuer Fußboden besonders schnell fertigstellen. Wenn Ihnen Dielen am besten gefallen, sollten Sie bedenken, dass Sie diese sowohl längs als auch quer verlegen können. Die Entscheidung hat einen großen Einfluss auf die Gesamtoptik des Raums, denn er wirkt länger, wenn Sie die Dielen längs verlegen, und breiter, wenn Sie die Dielen quer verlegen.

Die Alternative zum klassischen Massivparkett – Mehrschicht- oder Fertigparkette

Das Mehrschicht- oder Fertigparkett, das aus zwei oder drei Lagen besteht, kam in den 1940er-Jahren auf den Markt. Es hat den Vorteil, dass sich das Holz weniger verzieht und kann deshalb auch ohne Verklebung verlegt werden. Dieses Parkett ist außerdem mittlerweile oft mit Klick-Systemen ausgestattet. Sie ermöglichen es selbst Laien, ihren neuen Holzfußboden selbst zu verlegen. Ein weiterer Pluspunkt ist der niedrigere Preis. Nachteilig ist, dass die oberste Lage Holz oft nur wenige Millimeter dick ist. Anders als bei Massivparkett können Sie die Oberfläche daher nicht beliebig oft abschleifen, um Gebrauchsspuren zu beseitigen. Darüber hinaus ist auch bei einem Mehrschichtparkett eine Verklebung zu empfehlen, um für eine bessere Trittschalldämmung zu sorgen. Alternativ können Sie aber auch eine separate Trittschalldämmung verlegen. Sie ist vor allem in den oberen Etagen sinnvoll.

Gute Qualität bei Mehrschichtparkett entscheidend

Wenn Sie sich für ein Mehrschichtparkett entscheiden, sollten Sie ganz besonders auf eine gute Qualität achten. Auch die Unterlage sollte aus einem hochwertigen Material bestehen und die Nutzschicht sollte möglichst dick sein. Diese Art Parkett bekommen Sie in vielen Varianten wie zum Beispiel als Stab- oder Schiffsbodenparkett und in Form von langen Dielen wie den Landhausdielen. Bei einigen Herstellern finden Sie außerdem Fertigparkette mit integrierter Trittschalldämmung.

Die Oberflächen – gewachst, geölt, lackiert oder mit Polyurethan versiegelt

Weil Holz empfindlich auf Feuchtigkeit reagiert, benötigt Parkett einen Schutz, damit es möglichst lange schön bleibt. Dieser Schutzfilm kann aus Öl, Wachs oder Lack bestehen. Wird der Fußboden besonders stark beansprucht, kann das Parkett außerdem mit einer Polyurethan-Versiegelung versehen werden. Diese Variante kommt jedoch vor allem im gewerblichen Bereich zum Einsatz.

Der Unterschied zwischen der Behandlung mit einem Parkettlack und einem Wachs oder Öl besteht darin, dass bei einem Lack eine geschlossene Oberfläche entsteht. Sie lässt keinen Schmutz und keine Feuchtigkeit in das Holz eindringen und macht den Boden daher pflegeleicht. Wird das Holz nur gewachst oder geölt, kann es dagegen weiterhin atmen, das heißt Luft und Feuchtigkeit aufnehmen. Auf diese Weise sorgt es für ein gesundes Raumklima. Öl oder Wachs lässt den Boden außerdem sehr natürlich wirken und verleiht ihm eine angenehm samtige Haptik.

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