Was Sie über Laminat wissen sollten 

Laminat besteht in der Regel aus vier Schichten. Die dickste dieser vier Schichten ist die Trägerplatte, die aus einer Spanplatte, einer mitteldichten Faserplatte (MDF) oder einer hochdichten Faserplatte (HDF) hergestellt wird. Faserplatten bestehen aus feinen Holzfasern, die zu Platten verpresst werden. Auf die Trägerplatte wird eine Dekorschicht aufgebracht. Diese besteht aus Papier, das bedruckt ist. Laminat kann daher jede Farbe und jedes beliebige Muster haben. Besonders weit verbreitet sind jedoch Laminate mit einer Dekorschicht in einer Holznachbildung. Sie werden in technisch aufwändigen Verfahren hergestellt, damit das Dekor echtem Holz möglichst ähnlich sieht. Kleine Unregelmäßigkeiten und Farbunterschiede, wie sie auch bei echtem Holz vorkommen, sind daher in der Regel gewollt.

Schutz von oben und unten – das Overlay und der Gegenzug

Damit die Dekorschicht geschützt ist, wird sie mit einem sogenannten Overlay, einer Oberflächenschicht, versehen. Hierbei handelt es sich in der Regel um Melaminharz, das gehärtet sehr abriebfest ist, oder um einen UV-Lack, der das Ausbleichen des Dekorpapiers bei Sonneneinstrahlung verhindert. Auf die Unterseite der Trägerplatte wird ein Gegenzug aufgebracht, der meistens aus Phenolharz besteht. Er verhindert, dass sich das Laminat verzieht und hat gleichzeitig die Aufgabe, Feuchtigkeit von der Trägerplatte fernzuhalten. Durch die Feuchtigkeit aus dem Boden könnte sich das Laminat verziehen.

Laminat hat viele Vorteile, denn es

  • sieht aus wie echtes Holz
  • ist robust und pflegeleicht
  • wird in vielen Farben, Dekoren und Preisklassen angeboten
  • lässt sich durch Nut und Federn oder Klicksysteme leicht verlegen
  • ist für alle Räume und in der Ausführung als Feuchtraum-Laminat selbst für das Badezimmer geeignet und
  • kann auch in Zimmern mit einer Fußbodenheizung verlegt werden.

Hinweis: Laminat auf einer Fußbodenheizung zu verlegen, ist in der Regel kein Problem. Um sicher zu gehen, ist es jedoch zu empfehlen, mit dem Hersteller der Fußbodenheizung Rücksprache zu halten. Als Besitzer einer Fußbodenheizung sollten Sie außerdem darauf achten, dass sämtliches Zubehör, das Sie beim Verlegen verwenden, für Räume mit Fußbodenheizung geeignet sein muss.

Als Nachteile wären zu nennen, dass Laminat

  • ohne Dämmung den Trittschall weitergibt
  • nicht so schön weich ist wie ein Teppich
  • bei einer Beschädigung nicht wie Parkett einfach abgeschliffen werden kann
  • nicht so langlebig ist wie ein echter Parkettfußboden und
  • empfindlich gegenüber Feuchtigkeit ist.

Weitere Unterschiede bei Laminaten

Neben den vier genannten Lagen kann ein Laminat mit einer integrierten Trittschalldämmung versehen sein. Solch eine Schalldämmung ist vor allem in den oberen Stockwerken wichtig, denn der Schall wird vom Laminat weitergegeben. Er kann in den darunter liegenden Räumen sehr störend sein, deshalb sollten Sie entsprechende Maßnahmen treffen. Eine Trittschalldämmung können Sie jedoch auch separat verlegen, falls das von Ihnen favorisierte Laminat nicht mit einer integrierten Dämmung erhältlich ist.

Die Oberflächen – glatt oder strukturiert

Laminate unterscheiden sich außerdem durch die Struktur ihrer Oberflächen. Diese können glatt oder mit einer Prägung versehen sein. Eine geprägte Struktur macht ein Laminat mit einem Dekorpapier in Holzoptik einem echten Parkett sehr ähnlich, denn auch Holz ist nicht vollkommen eben. Noch ähnlicher wird Laminat einem Fußboden aus Massivholz durch eine sogenannte Synchronstruktur. Bei ihr wird die Prägung genau auf die Maserung abgestimmt. Dadurch befinden sich die niedrigeren und höheren Bereiche genau dort, wo sie auch bei echtem Holz wären. Wenn Ihr Laminat wie ein Massivholzfußboden aussehen soll, sind außerdem die Dielen mit V-Fugen eine gute Wahl. Bei ihnen sind die Fugen wie ein V geformt, deshalb erinnern sie an Landhausdielen

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