Bauerngarten anlegen: Planung und Gestaltung des Naturgartens
(2)

Bauerngarten anlegen: Planung und Gestaltung des Naturgartens

Sie möchten einen romantischen Bauerngarten anlegen? Die folgende Anleitung gibt Ihnen wertvolle Tipps zur Planung und Gestaltung der rustikalen Gartenidylle aus Sommerblumen, Obststräuchern, Kräuter- und Gemüsebeet.

Was ist ein Bauerngarten? Merkmale und Gestaltungsideen

Bevor Sie Ihren Bauerngarten anlegen und gestalten, finden Sie hier ein paar Infos und Tipps dazu, was den Gartentyp überhaupt ausmacht. Historisch gesehen handelt es sich bei einem Bauerngarten um ein Gartenstück, das von Landwirten bewirtschaftet wird. Meist lag dieses Landstück nicht direkt am Haus, sondern mit einem Zaun oder einer Mauer begrenzt exponiert auf dem Grundstück.

Wo Sie Ihren Bauerngarten anlegen, ist heute weniger wichtig. Die Anleitung, um den perfekten Bauerngarten zu errichten, gibt es nicht – Sie können den Garten so gestalten, wie er Ihnen am besten gefällt. Hier jedoch ein paar charakteristische Merkmale:

• Ein Bauerngarten ist ein Naturgarten, der durch eine Ästhetik der Naturbelassenheit und eine gewisse Wildheit geprägt ist.
• Viele Bauerngärten sind rechteckig oder quadratisch angelegt und mit einer Steinmauer (etwa Bruchstein oder Naturstein), einem Holzzaun oder auch einer Hecke eingefriedet.
• Auf meist relativ kleiner Fläche, werden Pflanzen verschiedener Kategorien angepflanzt, darunter Gemüse, Kräuter, Obst und Zierpflanzen wie Sommerblumen oder Gräser.
• Gartenwege aus Kies, Mulch oder Naturstein führen durch die Anlage und strukturieren den Garten.
• Die Mitte vieler Bauerngärten ist meist durch ein besonderes Element wie etwa einem Brunnen oder einem Baum ausgewiesen.
• Blumen- und Gemüsebeete werden häufig von flachen Buchsbaumhecken eingefasst.
• Obstbäume werden traditionell an den Rändern oder in den Ecken gepflanzt.

 Es gibt auch etwas mehr strukturierte Bauerngärten – typisch sind Beeteinfassungen aus flachen Buchsbaumhecken.

Es gibt auch etwas mehr strukturierte Bauerngärten – typisch sind Beeteinfassungen aus flachen Buchsbaumhecken.

Bauerngarten: Standort und Einfriedung

Bevor Sie einen Bauerngarten anlegen und gestalten, müssen Sie den richtigen Standort auswählen. Die Größe orientiert sich natürlich an den Dimensionen Ihres Grundstücks. Wählen Sie am besten einen Standort in Südrichtung, der vollsonnig ist. Speziell Nutzpflanzen wie Gurken oder Tomaten lieben die Wärme.

Haben Sie einen guten Standort gefunden, sollten Sie sich über die Einfriedung aus Naturmaterialien wie Holz und Stein Gedanken machen. Neben einer Hecke oder einer Mauer können Sie auch einen einfachen Bauerngarten-Zaun errichten. Ein paar Möglichkeiten:

• Holzpfosten, um die Sie dünne Weidenruten flechten.
• Ein Staketen- oder Lattenzaun, den Sie farbig lackieren.
• Eine Natursteinmauer, am besten grob gelegt oder gemauert
• Eine Bruchsteinmauer macht sich optisch gut im Bauerngarten
• Hecken wie Thuja oder Buchsbaum

Eine Bauerngarten-Einfriedung ist am besten nicht zu hoch, sodass das Innere auch noch von außen bestaunt werden kann. Eine Maximalhöhe von 80 Zentimetern sollte also nicht überschritten werden.

Bauerngarten anlegen: Welche Pflanzen?

Welche Pflanzen Sie in Ihrem Bauerngarten ziehen, richtet sich nach Ihren persönlichen Vorlieben und natürlich nach der Größe der Anlage. Die Variationen bei der Pflanzenauswahl sind riesig. Achten Sie am besten darauf, dass Sie von jedem etwas dabeihaben – also Obst, Kräuter, Gemüse und Zierpflanzen. Diese Heterogenität sorgt schließlich für den Charme eines Bauerngartens. Besonders schön machen sich alte Rosensorten im Wechselspiel mit Gräsern und verschiedenen Nutzpflanzen.

 Der Eingang zu einem romantischen Bauerngarten kann wie der Eingang in eine andere Welt wirken.

Der Eingang zu einem romantischen Bauerngarten kann wie der Eingang in eine andere Welt wirken.

Generell ist ein Nebeneinander von Nutz- und Zierpflanzen typisch für einen Bauerngarten. Bedenken Sie jedoch die jeweiligen Wechselwirkungen der Mischkulturen, bevor Sie Ihren Bauerngarten pflanzen – während einige Gemüsesorten sich in ihrem Gedeihen unterstützen, harmonieren andere nicht miteinander. Informieren Sie sich hierzu am besten im Gartencenter oder bei einem kompetenten Gärtner.

Möglichkeiten für die Pflanzenauswahl:

Nutzpflanzen: Gurken, Tomaten, Sellerie, Salat, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kohlarten wie Blumenkohl
Kräuter: Minze, Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Dill, Rosmarin, Majoran, Bohnenkraut
Stauden: Phlox, Lavendel, Blaukissen, Steinkraut
Zierpflanzen: Tränendes Herz, Glockenblumen, Sonnenhut, Hortensien, Mandelröschen, Kapuzinerkresse, Rittersporn, Bechermalven, Ringelblumen, Kugeldistel, Margeriten, Lupinen, Rosen
Obstbäume: Apfel, Kirsch, Birne, Mirabelle, Pflaume

W E
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
Wie finden Sie diesen Artikel?