Bad streichen: Anstrich als Alternative zu Fliesen
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Bad streichen: Anstrich als Alternative zu Fliesen

Eine Alternative zu einem gefliesten Bad ist der Anstrich. Fugenlos und farblich frei gestaltbar können Sie Ihr Bad streichen. Wichtig ist, dass Sie für die Wände im Bad nur Farbe verwenden, die für den Feuchtraum Bad geeignet ist.

Das sind die Vorteile

Der Trend im modernen Bad geht zur kreativen Wandgestaltung. Wenn Sie Ihr Bad streichen, schaffen Sie eine fugenlose Optik, die den Raum licht und groß erscheinen lässt. Auch farbliche Akzente und das Absetzen einzelner Bereiche, etwa am Waschtisch, sind möglich, wenn Sie Ihre Wände streichen. Ebenso geeignet sind Anstriche, die sich mit Schwammtechnik umsetzen lassen. Ein weiterer Vorteil: Diese Alternative zu Fliesen im Bad ist für den handwerklichen Laien viel einfacher umzusetzen.

Mit diesen Farben können Sie die Wände im Bad streichen

Im Fachhandel finden Sie viele geeignete Anstriche. Bevor Sie Ihre Wände im Bad streichen, achten Sie beim Farbkauf auf die Qualitätsmerkmale “wasserfest” und “für Feuchträume geeignet”. Mit normalen Wandfarben riskieren Sie schnell unerwünschte Schimmelbildung. Spezialfarben für Feuchträume haben eine hohe Abriebfestigkeit, sie wirken wasserabweisend und hemmen das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Viele wasserfeste Tapeten sind von Herstellerseite ähnlich ausgestattet.

So bereiten Sie die Wand auf den Anstrich vor

Damit Farben oder Tapeten im Badezimmer die Wand zuverlässig vor Nässe schützen, ist die sorgfältige Vorbehandlung des Untergrundes entscheidend.

  • Der Untergrund muss sauber und tragfähig sein.
  • Loser Putz und Risse müssen sorgfältig ausgebessert werden.
  • Die einwandfreie Wand wird im ersten Arbeitsschritt fein angeschliffen.
  • Danach muss die zur Farbe oder zur Tapete passende Grundierung lückenlos und gleichmäßig aufgetragen werden.
  • Erst nach dem vollständigen Abtrocknen der Wände kann der endgültige Anstrich mit der Feuchtraumfarbe oder das Tapezieren in Angriff genommen werden.

Vertrauen Sie bei der Beurteilung der Wände und der Auswahl der passenden Produkte auf den Rat eines Fachmannes. Unter diesem Artikel finden Sie Fachbetriebe in Ihrer Nähe, die sich der Arbeit annehmen können.

Eine zweite Alternative zu Fliesen im Bad: Putz

Wie wäre es statt eines Anstriches oder Fliesen im Bad mit einer kunstvollen Marmorierung? Sie schafft optisch abwechslungsreiche Effekte. Ein Beispiel dafür sind mineralische Steinputze, die die Voraussetzungen für Feuchträume erfüllen. Der Aufbau eines wasserfesten Putzes erfolgt in mehreren Arbeitsschritten.

  • Jeder Schritt muss fachgerecht und sehr sauber ausgeführt werden, damit der Putz dem Wasser auch sicher standhält.
  • Als Untergrund eignen sich Materialien wie Gipskarton, Holz, MDF-Platten, Beton oder Gipsputz.
  • Als Basis dient eine abdichtende Gewebe- oder Grundspachtelung. Es folgt eine Zwischenspachtelung und erst darauf wird der eigentliche Putz ausgetragen.
  • Für Nassbereiche eignet sich besonders gut spezieller Kalk-Marmorputz. Durch die Beimischung von Farbpigmenten bietet der Baustoff große Gestaltungsfreiheit. Er wird in traditioneller Freskotechnik in vier Schritten verarbeitet.
  • Nach dem Auftragen und einer Wartezeit erfolgt nach erneutem Einnässen im letzten Schritt das Glätten.

Eine fachgerechte Ausführung vorausgesetzt, ist der Wandbelag wasser- und schmutzabweisend aber offen für Diffusion. Damit fördert ein wasserfester Wandputz ein angenehmes Raumklima.

Bad streichen: Zusammenfassende Tipps zum Thema wasserfeste Farben im Bad

  • Wasserfeste Farben, Tapeten oder Putze bieten eine attraktive Alternative zu Fliesen.
  • Ein sauberer, tragfähiger Untergrund ohne Schäden ist die Voraussetzung für ein gutes Ergebnis.
  • Eine abdichtende Grundierung ist unerlässlich.
  • Die modernen Alternativen zur klassischen Fliese sind diffusionsoffen und verbessern das Raumklima.
  • Wasserfeste Farben, Tapeten oder Putze wirken der Schimmelbildung entgegen und hemmen das Wachstum von Bakterien.
SB
Autor/-in
Sarah Berger
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