Arbeitshandschuhe aus Leder: Tipps für Kauf und Komfort
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Arbeitshandschuhe aus Leder: Tipps für Kauf und Komfort

Ob bei der Gartenarbeit, beim Umzug oder beim Heimwerken – Arbeitshandschuhe aus Leder schützen Ihre Hände zuverlässig vor Verletzungen. Welches Modell für Ihre Zwecke geeignet ist, lesen Sie hier.


Arbeitshandschuhe aus Leder: Wann tragen?


Arbeitshandschuhe aus Leder sind immer dann nützlich, wenn Sie Arbeiten ausführen, bei denen Ihre Hände stark beansprucht werden. Typische Anwendungsgebiete im Privatbereich sind der Garten- und Landschaftsbau, Trockenbau, Montagearbeiten und Transporte. Darüber hinaus schützen DIN-geprüfte Handschuhe aus Leder vor schwach wirkenden Reinigungsmitteln und Verbrennungen durch heiße Teile unter 50 Grad Celsius.


Spaltleder oder Narbenleder: Welches ist geeignet?


Arbeitshandschuhe aus Leder werden in der Regel aus Schwein, Rind oder Ziegenhaut gefertigt. Das natürliche Material hat gegenüber Kunststoff und Textilien drei Vorteile: Es ist besonders fest, isoliert besser gegen Hitze und Kälte und transportiert den Körperschweiß nach außen.


Beim Kauf haben Sie in der Regel die Wahl zwischen Arbeitshandschuhen aus Spaltleder und aus Narbenleder. Spaltleder hat eine besonders feste Struktur. Es ist rau und faserig und schneidet in den Kategorien Schnittfestigkeit und Hitzeschutzwirkung besser ab als Narbenleder, sofern die Dicke mindestens 1,2 Millimeter beträgt. Im Vergleich zu Spaltleder hat Narbenleder eine glatte Struktur. Arbeitshandschuhe aus diesem Material eignen sich daher gut für alle Tätigkeiten, bei denen der Tastsinn gefragt ist – zum Beispiel Montagearbeiten.


Ein weiteres Kriterium, das Sie bei der Wahl Ihrer Arbeitshandschuhe aus Leder berücksichtigen sollten, ist der Kontakt mit Flüssigkeit: Während Feuchtigkeit, Öle und Fette in die rauen Fasern von Spaltleder leicht eindringen und sich festsetzen können, weist die glatte Oberfläche von Narbenleder Flüssigkeit besser ab.


Lederhandschuhe kaufen: Welche Dicke und Größe?


Arbeitshandschuhe aus Leder sind in unterschiedlichen Dicken und Größen erhältlich. Bei Modellen aus Narbenleder erhalten Sie bereits Modelle mit einer Dicke von 0,8 Millimeter – Modelle aus Spaltleder sind mindestens 1,2 Millimeter dick.


Zusätzlich zur Dicke können Sie sich an den Europanormen für Schutzhandschuhe orientieren. Sie kennzeichnen die Durchstichfestigkeit, Weiterreißfestigkeit, Schnittfestigkeit und Abriebfestigkeit auf einer Skala von 0 bis 4. Je nach auszuführender Arbeit können Sie so das passende Modell wählen.


Arbeitshandschuhe aus Leder sollten weder zu klein noch zu groß sein. Sitzen die Handschuhe eng, können Sie zum Beispiel nur mit Mühe eine Faust machen und Dinge festhalten. Zu weite Handschuhe behindern Sie aufgrund der überstehenden Spitzen hingegen beim Tasten. Um die richtige Größe zu ermitteln, hilft nur eines: Anprobieren. Ausstatter für Arbeitskleidung sowie Baumärkte, wo Sie qualitativ hochwertige Arbeitshandschuhe kaufen können, finden Sie direkt unter diesem Text. Achten Sie zudem darauf, dass die Handschuhe bequem sind: Von Modellen, bei denen die Nähte drücken oder die zwischen den Fingern scheuern, sollten Sie die Finger lassen.


Sicherheitshinweise: Was ist zu beachten?


90 Prozent der im Handel hergestellten Arbeitshandschuhe aus Leder werden im Chrom-Gerbverfahren hergestellt. Die dabei verwendeten Chrom(III)-Salze stehen im Verdacht, Allergien auslösen und Hautschäden verursachen zu können. Um einer Lösung des Stoffs vorzubeugen, sollten Sie Arbeitshandschuhe aus Leder weder im Feuchtbereich noch im Zusammenspiel mit alkalischen Stoffen (wie zum Beispiel Zement oder Fugenkleber) anwenden. Zudem sollten Sie Ihre Hände vor dem Tragen gründlich waschen, gut abtrocknen und Hautpflegeprodukte mit saurem bis neutralen pH-Wert verwenden. Sofern Sie an einer Chromallergie leiden, sollten Sie nur Arbeitshandschuhe aus Leder tragen, die ausdrücklich ohne Chrom hergestellt worden sind.

WE
Autor/-in
Wolfgang Ellermann
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