Akelei aussäen: Tipps zu Standort, Aussaat und Pflege
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Akelei aussäen: Tipps zu Standort, Aussaat und Pflege

Wenn Sie in Ihrem Garten Akelei aussäen möchten, haben Sie gleich mehrfach Grund zur Freude: Die Akelei ist eine sehr robuste und unkomplizierte Pflanze, die sich an fast jedem Standort wohlfühlt und auch in Sachen Pflege genügsam ist. Nur an den Boden hat die Blume gewisse Anforderungen.

Der richtige Standort für die Akelei

Bevor Sie eine Akelei aussäen, ist es wichtig, zunächst den richtigen Standort auszuwählen. Die Pflanze aus der Gattung der Hahnenfußgewächse ist aber zum Glück relativ robust und fühlt sich an sonnigen und halbschattigen bis schattigen Standorten wohl. Die Präferenz kann je nach Sorte variieren, am unkompliziertesten sind aber die Gemeine Akelei, die Rocky Mountain Akelei und die Zwergakelei. Sie alle gelten als besonders widerstandsfähig und sind bis -40 Grad winterhart.

Als Pflanznachbar eignen sich Phlox, Tränendes Herz, Narzissen, Eisenhut und alle anderen Pflanzen, die einen der Akelei entsprechenden Wurzelwuchs aufweisen, denn Wurzelkonkurrenz möchte die Blume im Beet nicht haben.

Welcher Boden eignet sich für die Akelei?

Ein wenig anspruchsvoller ist die Akelei dagegen, wenn es um den Boden geht. Dieser sollte basisch sein und einen pH-Wert zwischen 8,5 und 10 aufweisen. Außerdem bevorzugen Akelei-Blumen humose Böden, die zudem feucht und durchlässig sind. Das Substrat sollte außerdem nährstoffreich sein.

Wann Akelei aussäen? Vorkultur und Freilandaussaat von Akelei-Samen

Die Akelei lässt sich relativ einfach selbst aussäen, allerdings sind die Samen der Blume sehr klein und benötigen kühle Temperaturen, um gut keimen zu können. Eine gute Zeit, um Akelei-Samen auszusäen, ist daher das Frühjahr zwischen März und Ende Mai. Entscheiden Sie sich für eine Vorkultur in den eigenen vier Wänden, sollte die Aussaat Ende Februar/Anfang März erfolgen.

So gelingt die Aussaat der Akelei-Blume: Vorkultur in der Wohnung

Entscheiden Sie sich für eine Vorkultur im Topf, hat das den Vorteil, dass Sie dafür zu lockerer Pflanzerde aus dem Sack greifen können. Streuen Sie die kleinen Samen aus und bedecken Sie sie mit maximal 3 bis 5 Millimeter Erde. Damit die Akelei gut gedeihen kann, sollten die Anzuchtbehälter schattig gestellt und immer ausreichend feucht gehalten werden. Die ideale Temperatur liegt bei 17 bis 20 Grad Celsius. Prüfen Sie nach einiger Zeit, welche Pflänzchen nicht gut gedeihen, und entfernen Sie diese, um die kräftigeren Blumen zu schützen.

Haben die Setzlinge eine Höhe von 5 Zentimetern erreicht, können Sie sie nach 4 bis 6 Wochen ins Beet auspflanzen. Dafür empfiehlt es sich, größere Löcher am gewünschten Standort in die Erde zu graben und die jungen Akelei-Blumen samt Topferde umzusetzen, um die zarten Wurzeln nicht zu beschädigen. Halten Sie dabei einen Abstand von rund 25 Zentimetern zwischen den einzelnen Pflanzen ein.

Akelei-Samen direkt ins Beet aussäen

Möchten Sie die Akelei-Samen direkt ins Beet einbringen, gehen Sie grundsätzlich genauso vor wie bei der Vorzucht im Topf. Allerdings sollten Sie die Erde zuvor anlockern, um das Keimen zu erleichtern. Ein Unterschied zur Vorkultur: Bei der Freilandaussaat müssen Sie nicht unbedingt selbst die schwachen Pflanzen aussortieren, sondern können der Natur zunächst ihren Lauf lassen, bevor Sie die Blumen weiter auseinander setzen.

Die Pflege der Akelei: Handschuhe tragen

In Sachen Pflege ist die Akelei ansonsten beinahe ebenso genügsam wie in Bezug auf den passenden Standort. Sie sollten lediglich darauf achten, dass der Boden nie austrocknet, gleichzeitig aber Staunässe vermeiden. Gedüngt wird vor der Blüte (mit humus- und mineralhaltigen Materialien) und zurückschneiden brauchen Sie die Blumen nur einmal im Jahr. Tragen Sie dabei aber auf jeden Fall Handschuhe, denn die Akelei ist giftig.

FS
Autor/-in
Franziska Studtfeld
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