Karies vorbeugen: Das können Sie gegen Karies tun
© kirill4mula/iStock/thinkstock
(0)

Karies vorbeugen: Das können Sie gegen Karies tun

Fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens von Karies betroffen. Die Zahnerkrankung kann ohne Behandlung zum Zahnverlust führen. Dabei ist es relativ einfach, mit wenigen Maßnahmen der Entstehung von Karies vorzubeugen.

Karies vorbeugen

Besser als jede Behandlung ist es, der Entstehung von Karies vorzubeugen. Dies geschieht durch mehrere Maßnahmen, die einfach in den Alltag zu integrieren sind:

  • zahngesunde Ernährung: wenig Zucker (auch wenig Kohlenhydrate)
  • intensive Zahnhygiene: mindestens zweimal täglich Zähneputzen, dazu Zahnseide und Interdentalbürsten zur Reinigung der Zahnzwischenräume verwenden
  • professionelle Zahnreinigung: am besten 1 bis 2 Mal jährlich
  • regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt: mindestens 2 Mal pro Jahr

Kleinkinder sind anfällig für Karies 

Kleinkinder sind besonders anfällig für Karies. Zum einen sind sie durch ihre noch nicht ausgereiften motorischen Fähigkeiten nicht in der Lage, ihre Zähne selbst gründlich zu putzen. Sie brauchen umfassende Unterstützung (und Motivation!) durch die Eltern. Zum anderen befinden sich in den Backenzähnen von Kleinkindern häufig Fissuren. Hierbei handelt es sich um kleine Rillen oder Vertiefungen, die ein erhöhtes Kariesrisiko bergen. Der Zahnarzt kann diese Fissuren mit einem speziellen Kunststoff versiegeln. Die Durchführung einer solchen Maßnahme ist für die kleinen Patienten schmerzlos. 

Wenn doch Karies entsteht, ist es wichtig, die Krankheit so früh wie möglich zu erkennen und zu behandeln.

Karies früh behandeln

Wie Karies behandelt wird, hängt davon ab, in welchem Stadium sich die Karies befindet: 

Karies- Behandlung im frühen Stadium

Die Vorstufe von Karies (Initialkaries) ist von einem Zahnarzt gut zu erkennen: Im Zahnschmelz zeichnen sich kleine weiße oder dunklere Flecken ab. Sie lassen sich durch kochkonzentrierte Fluoridpräparate behandeln, die auf die fleckigen Stellen aufgetragen werden. Die in den Präparaten enthaltenen Wirkstoffe wirken über mehrere Tage auf den Zahnschmelz ein. Die Folge: Der Demineralisationsprozess stoppt und die Zahnoberfläche erhärtet sich. Beides schützt vor dem Angriff der kariesauslösenden Bakterien. Unterstützt wird die Behandlung mit besonders gründlicher Zahnhygiene, die sowohl das sorgfältige und regelmäßige Putzen der Zähne mit fluoridhaltiger Zahnpasta als auch die Anwendung von Mundspülungen und Zahnseide umfasst. 

Karies-Behandlung im fortgeschrittenen Stadium

Hat die Karies schon die harte Zahnsubstanz angegriffen, müssen die betroffenen Stellen entfernt werden. Die Entfernung erfolgt entweder mithilfe eines (Laser)Bohrers, Ozon oder eines Karieslösungsgels. Dort, wo Karies entfernt wurde, entsteht auf diese Weise ein Loch, das mit Amalgam, Keramik-Inlays, Kunststoff oder Edelmetall gefüllt wird. Bei größeren Schäden kann es nötig sein, den Zahn zu überkronen. 

Sobald die Karies Schmerzen verursacht, und schon in das Zahnmark eingedrungen ist und eine Schädigung des Nervs verursacht hat, ist eine Wurzelbehandlung erforderlich. Denn es besteht die Gefahr, dass die kariesauslösenden Bakterien eine Entzündung auslösen oder das Zahnmark zerstören. Bei der Wurzelbehandlung entfernt der Zahnarzt das betroffene Gewebe im Inneren des Zahns und desinfiziert die betroffene Stelle. Mit einer Wurzelfüllung wird der Hohlraum verschlossen, sodass keine Bakterien mehr eindringen können. 

Ab einem bestimmten Ausmaß der Zerstörung kann der Zahn nicht mehr gerettet werden, er muss gezogen werden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?