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Sportmedizin: Zu welchem Arzt mit Sportverletzung?

Ein Sturz, ein Zusammenprall oder ein falscher Schritt: Verstauchungen und Prellungen gehören zu den häufigsten Sportverletzungen, gefolgt von Knochenbrüchen und Verrenkungen sowie Sehnen-, Muskel- und Bänderverletzungen. Doch welcher Arzt hilft bei einer Sportverletzung?

Sportmedizin: Welcher Arzt ist bei Sportverletzungen der richtige?

„Welcher Arzt bei Sportverletzung?“ – diese Frage stellt sich bei sportbedingten Erkrankungen häufig. Bei leichteren Verletzungen sollten Sie sich an einen Facharzt für Sportmedizin und Sportverletzungen wenden. Orthopäden und Unfallchirurgen sind ebenfalls im Bereich der Sportmedizin tätig. Auch Fachärzte für Unfallchirurgie sind häufig auf bestimmte Sportverletzungen spezialisiert. So gibt es beispielsweise Fachärzte für verschiedenste Bereiche der Sportmedizin, darunter Kniechirurgie, Fuß- und Sprunggelenkchirurgie, Schulterchirurgie oder Handchirurgie. All diese Sportmediziner können Sie konsultieren, je nach dem, welche Verletzung Sie durch den Sport davongetragen haben.

Sportmedizin bei Sportverletzung: Hausarzt kann helfen

Sind Sie unsicher, welcher Sportmediziner der richtige ist, kann auch Ihr Hausarzt der erste Ansprechpartner sein. Dieser überweist Sie bei Bedarf an entsprechende Fachkollegen im Bereich der Sportmedizin weiter. Besonders häufige Sportverletzungen bei Sportlern, die im Rahmen der Sportmedizin behandelt werden, sind Bänderrisse oder Muskelfaserrisse. Diese werden in der Regel durch Sportmediziner wie Orthopäden - oder im Falle einer notwendigen Operation - vom Chirurgen behandelt. 

Im Rahmen einer Physiotherapie werden manche sportbedingten Verletzungen per Rehabilitation langfristig behandelt. Diese Form der Sportmedizin ist gerade bei Brüchen oder Bänderrissen besonders wichtig, um die Funktionsfähigkeit auf langfristiger Ebene wieder herzustellen. 

Wann mit Sportverletzung zum Sportmediziner?

Beim Sport verletzt: „Muss ich zum Arzt?“, fragen sich viele. Die Antwort: „Im Zweifel ja.“ Mit einer leichteren Verletzung sollten Sie immer einen Sportmediziner aufsuchen, wenn sich die Beschwerden innerhalb von drei Tagen unter Einhaltung der PECH-Regel nicht bessern.

Die PECH-Regel steht für "Pause - Eis - Compression - Hochlagern". Diese Dinge sollten Sie bei leichten Verletzungen als erstes tun, um Schwellungen und Co. entgegenzuwirken. 

Bei stärkeren Verletzungen mit Schmerzen, ausgeprägten Schwellungen und verminderter Belastbarkeit sollten Sie gleich einen Sportmediziner aufsuchen. Nur mit einer Untersuchung kann die richtige Diagnose gestellt und die Verletzung zielgerichtet behandelt werden. Das ist wichtig, um weiteren Schäden oder gar Langzeitfolgen vorzubeugen. Von außen lässt sich der Grad der Verletzung nicht einschätzen. Viele Sportmediziner machen dementsprechend ein Röntgenbild der betroffenen Stelle, um innere Frakturen besser erkennen und behandeln.

Sportmedizin: Wann mit Sportverletzung den Notarzt rufen?

Bei schweren Sportverletzungen, beispielsweise einem offenen Bruch oder unstillbaren Blutungen als Folge der Sportverletzung (etwa bei einem Nasenbeinbruch oder größeren Wunden) oder wenn Bewegungen und Transport nicht möglich sind, sollten Sie den Rettungswagen unter 112 rufen.

https://dgou.de/dgou/

https://www.bvou.net/

https://www.dgsp.de/seite/278041/sportmedizin

https://www.gesundheitsinformation.de/index.html

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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