Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virusinfektion, die meist durch einen Zeckenstich übertragen wird. Bricht die Erkrankung aus, entzünden sich das Gehirn und die Hirnhäute, selten auch das Rückenmark. Erfahren Sie hier, wie sich FSME äußert und behandeln lässt.
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FSME-Impfung: Auffrischung ist nötig

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virusinfektion, die meist durch einen Zeckenstich übertragen wird. Bricht die Erkrankung aus, entzünden sich das Gehirn und die Hirnhäute, selten auch das Rückenmark. Erfahren Sie hier, wie sich FSME äußert und behandeln lässt.

Bis zu fünf Jahre hält die Grundimmunisierung einer FSME-Impfung. Eine Auffrischung ist dann nötig, wenn der Schutz gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis weiter bestehen soll – etwa, weil Sie in einem Risikogebiet wohnen oder viel draußen in der Natur arbeiten.

Wie lange hält eine FSME-Impfung?

Das Schema der FSME-Impfung und die Dauer der Grundimmunisierung einer Standardimpfung hängen vom Wirkstoff ab. Die Standardimpfung benötigt drei Impfdosen: ein bis drei Monate nach der ersten Impfdosis sowie fünf bis zwölf Monate nach der zweiten Impfdosis für den Wirkstoff “Baxter”. Die dritte Dosis kann beim Impfstoff “Novartis” auch erst neun bis zwölf Monate nach der zweiten Injektion erfolgen. Die FSME-Impfung hält danach drei bis fünf Jahre, bevor sie einer Auffrischung bedarf.

Grundimmunisierung einer FSME-Schnellimpfung

Die Schnellimpfung sorgt mit dem Wirkstoff “Baxter” bereits nach zwei Impfdosen innerhalb von zwei Wochen für eine Grundimmunisierung und Schutz vor FSME. Der Impfstoff “Novartis” benötigt drei Impfdosen: eine Woche nach der ersten Injektion und drei Wochen nach der zweiten, bevor der Impfschutz gewährleistet ist. Beide Schnellimpfungen brauchen schon nach zwölf bis 18 Monaten eine Auffrischung.

FSME-Impfung: Auffrischung sorgt für längeren Schutz

Wenn Sie drei Jahre nach der ersten Standardimpfung oder 18 Monate nach der Schnellimpfung noch weiterhin Schutz benötigen, empfiehlt sich eine Auffrischung der FSME-Impfung. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn FSME-Risikogebiete Ihre Heimat sind. Förster, Gärtner und andere Menschen, die draußen in der Natur arbeiten, sollten sich vorsichtshalber ebenfalls einer regelmäßigen Auffrischung der Impfung gegen FSME unterziehen. Gleiches gilt für Kinder, die viel draußen spielen, oder Menschen, die sich durch ihre Hobbys viel im Wald oder im Garten aufhalten.

Nach der ersten Auffrischung können Sie dann fünf Jahre warten, bis Sie den Impfschutz verlängern lassen. Es sei denn, Sie sind über 50 Jahre alt, dann empfiehlt sich alle drei Jahre eine Auffrischung. Beim Impfstoff “Baxter” können Sie damit jedoch warten, bis Sie über 60 Jahre alt sind.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Sascha Müller
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