In der ersten Phase sind die FSME-Erreger im Körper des Patienten noch nicht nachweisbar. Hier kann der Arzt nur anhand der Vorgeschichte des Betroffenen Indizien für eine FSME-Infektion finden.
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FSME Diagnose

In der ersten Phase sind die FSME-Erreger im Körper des Patienten noch nicht nachweisbar. Hier kann der Arzt nur anhand der Vorgeschichte des Betroffenen Indizien für eine FSME-Infektion finden und eine FSME Diagnose stellen. 

FSME-Diagnose in der ersten Phase durch Anamnese

Während der sogenannten Anamnese fragt der Arzt den Patienten beispielsweise, ob er sich vor Kurzem in FSME-Risikogebieten aufgehalten hat und dort in der Natur unterwegs war, wo er sich einen Zeckenstich hätte zuziehen können.

FSME-Risikogebiete: Wo besteht Ansteckungsgefahr durch einen Zeckenstich?

Bestimmte Regionen, in denen überdurchschnittlich viele FSME-Infektionen auftreten, werden als Risikogebiete bezeichnet. In Deutschland zählen dazu:

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Hessen (im Süden)
  • Rheinland-Pfalz (teilweise)
  • Thüringen (teilweise)

Folgende europäische Länder gelten als FSME-Risikogebiete:

  • Österreich (im Osten)
  • Schweiz (im Norden)
  • Polen
  • Russland
  • Tschechien
  • Slowakei
  • Ungarn
  • Albanien
  • Slowenien
  • Schweden
  • Estland
  • Lettland
  • Litauen
  • Weißrussland
FSME-Risikogebiete

FSME-Risikogebiete

FSME-Diagnose in der zweiten Phase durch Blutuntersuchung und Lumbalpunktion

Auch in der zweiten Phase von FSME beginnt die Diagnose mit einer Anamnese, da die auftretenden Symptome auch andere Ursachen haben können – zum Beispiel Borreliose. Diese wird wie FSME durch Zeckenstiche übertragen. Die mit Borrelien infizierten Zecken sind weiter verbreitet und auch außerhalb bestimmter Risikogebiete zu finden.

In der zweiten Phase können FSME-Erreger im Blut sowie in der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit nachgewiesen werden. Denn dann haben sich die Viren bis ins zentrale Nervensystem ausgebreitet. Deshalb kann eine Blutuntersuchung und/oder Lumbalpunktion mit anschließender Untersuchung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit zu diesem Zeitpunkt eine FSME-Infektion zuverlässig nachweisen und der behandelnde Arzt eine zuverlässige Diagnose stellen. 

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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