Zahngesundheit •

So putzen Sie Ihre Zähne richtig

Mindestens zweimal täglich Zähneputzen, das wissen schon die Kinder. Und auch im Erwachsenenalter gehört die morgendliche und abendliche Zahnpflege zur Routine. Doch es ist nicht allein die Häufigkeit, die beim Zähneputzen wichtig ist. Auch die Qualität spielt eine entscheidende Rolle. Und an ihr scheint es noch immer bei vielen zu mangeln, wie Zahnärzte beklagen. Nur wenn Sie Ihre Zähne richtig putzen, können Sie sie effektiv vor Karies und Parodontitis schützen. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Zähneputzen achten und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Zähne richtig putzen: Wann und wie lange?

Viele kennen die Regel noch aus ihrer Kindheit: Zweimal täglich (morgens und abends) Zähneputzen und das jeweils mindestens drei Minuten lang. Was Sie damals gelernt haben, gilt heute noch immer. Vorausgesetzt, Sie wenden die richtige Putztechnik an, reicht das völlig aus. Wichtig ist, dass Sie nach dem Essen mindestens 30 bis 60 Minuten warten, bevor Sie zur Zahnbürste greifen. Neue Studien zeigen, dass vor allem säurehaltige Lebensmittel den Zahnschmelz angreifen und aufweichen. Wenn Sie jetzt die Zähne putzen, besteht die Gefahr, dass Sie den Zahnschmelz verletzen und die Zahnhälse abradieren. Das macht die Zähne anfälliger für Karies. Geben Sie Ihrem Körper deshalb lieber etwas Zeit, bis der Speichel die Zähne remineralisiert hat. 

Übrigens:

Deutlich häufigeres und/oder ein starker Druck der Bürste auf Zähne und Zahnfleisch beim Putzen hat keinen positiveren Effekt auf die Zähne, im Gegenteil: Bei zu häufigem oder starkem Putzen kommt es zu einem Verschleiß des Zahnschmelzes, was die Zähne empfindlicher und anfälliger für Karies macht.

Zahnputztechniken für Kinder und Erwachsene

Kinder lernen das Zähneputzen mit Kreisbewegungen, denn sie können noch keine komplizierteren Bewegungen ausführen. Besser ist jedoch die von Zahnärzten empfohlene Bass-Technik, die Sie als Erwachsener anwenden sollten. Hierbei setzen Sie die Zahnbürste leicht schräg (in einem Winkel von 45 bis 60 Grad) am Zahnfleisch an und bewegen die Bürste mit rüttelnden Bewegungen von oben nach unten. Auf den Kauflächen können Sie einfache Hin- und Her-Bewegungen machen. 

Zahnzwischenräume nicht vergessen

Selbst die beste elektrische Zahnbürste gelangt nicht in die engen Zwischenräume zwischen den Zähnen. Doch auch sie müssen von Zahnbelag befreit und gereinigt werden. Hierzu eignen sich sogenannte Interdentalbürsten oder Zahnseide, die Sie am besten vor dem Zähneputzen anwenden. Dann kann die Zahnpasta in den bereits gereinigten Zwischenräume ihre Wirkung entfalten. 

Regelmäßig Zahnbürste wechseln

Im Laufe der Zeit nutzen sich die Borsten an der Zahnbürste ab. Das beeinflusst die Reinigungsleistung. Deshalb sollten sie regelmäßig die Zahnbürste wechseln. Zahnärzte empfehlen, die Bürste spätestens nach drei Monaten gegen eine neue auszutauschen. Ausnahme: Nach einer Erkältung oder anderen Krankheit können sich zahlreiche Keime oder Bakterien auf der Zahnbürste befinden. Ersetzen Sie sie deshalb nach jeder Erkrankung immer sofort durch eine neue Zahnbürste. Das gilt für manuelle Zahnbürsten ebenso wie für die Bürstenköpfe von elektrischen Zahnbürsten. 

Die passende Zahnpasta

Bei der Auswahl der Zahnpasta können Sie nicht viel falsch machen. Wichtig ist, dass sie keinen Zucker enthält, dafür aber Fluorid, das Ihre Zähne vor Karies schützt. Weißmacher-Zahncremes versprechen zwar strahlend weiße Zähne, doch erstens können sie dieses Versprechen nicht halten. Und zweitens besteht die Gefahr, dass die darin enthaltenen Schleifkörper den Zahnschmelz förmlich abschmirgeln und die Zähne anfälliger für Karies machen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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