Was tun bei Steißbeinschmerzen? 5 Tipps
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Was tun bei Steißbeinschmerzen? 5 Tipps

Egal, ob sie nach einem Sturz auftreten oder ohne offenkundige Ursache: Steißbeinschmerzen sind sehr unangenehm. Was tun, wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten oder gar nicht mehr abklingen? Lesen Sie hier, was Sie selbst tun können und wann Sie besser zum Arzt gehen sollten.

1. Wärme und Entspannung gegen Steißbeinschmerzen

Wenn Steißbeinschmerzen nicht in Zusammenhang mit einer Verletzung auftreten, können Sie zunächst selbst versuchen, sich Linderung zu verschaffen:

Entlasten Sie den Steiß so gut es geht und entspannen Sie die meist verkrampften Muskelpartien in dieser Region zum Beispiel durch Wärmebehandlungen wie Sitzbäder.

2. Steißbeinschmerzen vermindern durch Sitzkissen

Vor allem das Sitzen ist bei Steißbeinschmerzen sehr unangenehm. Um die empfindliche Region etwas zu schützen und abzupolstern, gibt es spezielle Sitzkissen. Auch hinten geöffnete Sitzringe oder Sitzkeile, die einfach auf den Stuhl gelegt werden, erfüllen diesen Zweck. Sie bekommen die Sitzhilfen im Sanitätshaus, wo Sie auch eine persönliche Beratung in Anspruch nehmen können.

3. Bei starken Steißbeinschmerzen: Schmerzmittel

Falls Steißbeinschmerzen regelmäßig auftreten, nicht nachlassen oder ihnen sogar ein Trauma vorausgegangen ist – etwa ein Sturz –, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Dieser verschreibt Ihnen in der Regel schmerzlindernde Medikamente. Hin und wieder kommen bei Steißbeinschmerzen auch Betäubungsmittel zum Einsatz, die per Spritze verabreicht werden und einen schmerzfreien Alltag ermöglichen sollen. Steckt eine Entzündung hinter den Beschwerden, werden meist Glukokortikoide eingesetzt.

4. Steißbeinschmerzen behandeln mit Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM)

Aber was tun Sie, wenn Sie bei Steißbeinschmerzen lieber auf Medikamente verzichten möchten? Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) eignet sich ebenfalls, um Steißbeinschmerzen zu behandeln. Machen Sie beispielsweise einen Termin bei einem zertifizierten Akupunkteur. Er wird mittels Akupunktur entlang des Blasenmeridians zwischen Knie und Fuß bestimmte Reflexpunkte stimulieren. So sollen die Durchblutung gefördert und die Steißbeinschmerzen gelindert werden. Auch die speziellen Massagetechniken der Tuina-Therapie können vorhandene Blockaden lockern und Schmerzlinderung verschaffen.

5. Physiotherapie, Osteopathen oder Chiropraktiker

Das Ziel der Linderung von Steißbeinschmerzen verfolgt auch die Physiotherapie. Gezielte Übungen sollen den Alltag mit einem verletzten oder schmerzenden Steiß erleichtern, den Patienten die Schmerzen nehmen und sie in Sachen Prävention schulen. Physiotherapeuten, aber auch Osteopathen und Chiropraktiker können außerdem eine Mobilisation des Steißbeins durchführen und so gute Behandlungsergebnisse erzielen. Meist bekommen Sie von Ihrem behandelnden Arzt eine Überweisung zum entsprechenden Kollegen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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