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Was ist gut für die Lunge? Tipps zu Ernährung und Lebensstil

Wer sich gesund ernährt, nicht raucht und ausreichend bewegt, hat ein geringeres Risiko eine Lungenerkrankung zu entwickeln. Außerdem kann ein gesunder Lebensstil dabei helfen, eine bereits bestehende Lungenkrankheit positiv zu beeinflussen. Was ist gut für die Lunge? Die besten Tipps.

Warum Rauchverzicht so gut für die Lunge ist

Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren für die Lunge. Die im Tabakrauch enthaltenen Giftstoffe wirken sich negativ auf die Durchblutung, die Sauerstoffzufuhr, das Gewebe und die Funktion der Lungenbläschen aus. Rauchen fördert Entzündungsreaktionen und beeinträchtigt die Funktion der Flimmerhärchen, die Fremdstoffe aus der Lunge transportieren. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist fast ausschließlich auf das Rauchen zurückzuführen.  

Bei Rauchern ist zudem das Lungenkrebsrisiko stark erhöht. Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge gehen vier von fünf Lungenkrebstodesfällen auf das Rauchen zurück.  Wer auf Zigaretten verzichtet, schützt seine Lunge.

Was ist gut für die Lunge? Frische Luft!

Die Lunge braucht frische und sauerstoffreiche Luft. Regelmäßige Spaziergänge in der Natur sowie sportliche Aktivitäten stärken die Lungenfunktion, die Atemmuskulatur und die Belastbarkeit der Lunge. Riskant für die Lunge sind Feinstaub aus dem Straßenverkehr, Abgase und chemische Substanzen. Diese fördern Entzündungsreaktionen und schaden dem Lungengewebe und den Lungenbläschen (Alveolen). 

Feinstaub bis 2,5 Mikrometer reichert sich in der Lunge an. Die Partikel sind zu klein, um von den Flimmerhärchen abtransportiert zu werden. Es können chronische Entzündungen entstehen, die das Krebsrisiko erhöhen und die Lungenfunktion negativ beeinflussen. Chronische Lungenpatienten, die im beruflichen Umfeld Schadstoffen und Feinstäuben ausgesetzt sind, sollten über einen Arbeitsplatzwechsel nachdenken, um ihre Lunge zu entlasten. 

Wie gesunde Ernährung die Lunge stärkt

Ebenfalls gut für die Lunge ist eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung. Eine ausgewogene Ernährung hilft, das Körpergewicht in einem normalen Bereich zu halten und entlastet dadurch Herz-Kreislauf-System, Atmung und Lunge. Bei Übergewicht bis hin zu Fettleibigkeit (Adipositas) muss die Lunge eine größere Leistung vollbringen. Außerdem ist bei Übergewicht das Risiko für nächtliche Atemaussetzer (obstruktive Schlafapnoe) erhöht.

Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente helfen zudem, Entzündungsreaktionen in der Lunge entgegenzuwirken. Sie werden als Antioxidantien bezeichnet und bauen sogenannten oxidativen Stress beziehungsweise freie Radikale ab, welche Zellen, Gewebe und Organe schädigen.

Warum die Mittelmeerküche gut für die Lunge ist

Experten empfehlen als gesunde Ernährungsform besonders die Mittelmeerküche. So ist der Körper mit wertvollen Mikro- und Makronährstoffen sowie Ballaststoffen versorgt. Die Mittelmeerküche ist reich an:

  • Gemüse
  • Obst
  • pflanzlichen Ölen wie Olivenöl, Walnussöl und Rapsöl
  • Fisch
  • Salaten
  • frischen Kräutern
  • Hülsenfrüchten
  • Vollkornprodukten
  • Nüssen

Regelmäßiges Händewaschen schützt die Lunge

Eine Vielzahl bakterieller und viraler Erreger, die zu Infektionen in den Atemwegen führen können, wird über Schmierinfektion übertragen – vor allem über die Hände. Regelmäßiges Händewaschen mit Seife spült die Erreger von der Haut und hilft, das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Sind Sie unterwegs und haben Sie weder Wasser noch Seife zur Hand, ist ein desinfizierendes Handgel eine gute Alternative. Was ist noch gut für die Lunge?

Salzwasser zur Befeuchtung der Atemwege

Sind die Atemwege gut durchfeuchtet, gelingt es ihnen leichter, Fremdstoffe nach außen zu transportieren und Schleim abzuhusten. Inhalationen, Nasenspülungen und Nasentropfen mit Salzlösungen sind eine natürliche Möglichkeit, die Schleimhäute zu befeuchten. Außerdem wirkt das Salz leicht desinfizierend und hilft so, Krankheitserreger abzuwehren - was auch der Lunge entgegenkommt.

Im Winter bei trockener Heizungsluft kann es angenehm sein, ein Schälchen mit Salzwasser auf die Heizung zu stellen, um das Raumklima zu verbessern. Auch spezielle Vernebler helfen, die Raumluft zu verbessern.

Tipp
Möchten Sie sich Inhalationsmischungen, Nasenspülungen oder Nasentropfen mit normalem Haushaltssalz anmischen, achten Sie darauf, dass diese frei von Zusätzen wie Jod, Fluorid, Rieselhilfen und Ähnlichem sind.
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Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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