„Burning Feet“ – also „brennende Füße“, die jucken und schmerzen, sind ein typisches Anzeichen für einen Vitamin-B5-Mangel. Wie sich die Beschwerden äußern und an welchen Symptomen sich der Vitaminmangel außerdem erkennen lässt, lesen Sie hier.
Vitamin B5 •

"Burning Feet Syndrom" und andere Symptome

„Burning Feet“ – also „brennende Füße“, die jucken und schmerzen, sind ein typisches Anzeichen für einen Vitamin-B5-Mangel. Wie sich die Beschwerden äußern und an welchen Symptomen sich der Vitaminmangel außerdem erkennen lässt, lesen Sie hier.

„Burning Feet Syndrom“: Klassisches Anzeichen eines Vitamin-B5-Mangels

Nachdem sie Monate lang gehungert hatten, zeigten sich bei während des Zweiten Weltkriegs bei Kriegsgefangenen in Japan, Burma und auf den Philippinen Beschwerden im Bereich der Füße. Zu den Symptomen zählten:

  • Schmerzhaftes Brennen
  • Jucken und Kribbeln
  • Taubheitsgefühle, ähnlich wie bei „eingeschlafenen“ Füßen
  • Verspannungen bis hin zu Muskelkrämpfen
  • Berührungsempfindlichkeit
  • Hautrötungen
  • Schuppung der Haut
  • Schwellungen

Heute ist bekannt, dass diesen Anzeichen ein Vitamin-B5-Mangel (Pantothensäure) zugrunde lag, verursacht durch eine dauerhafte Unterernährung.

Beschwerden treten vor allem nachts auf

Mediziner bezeichnen das Symptom als „Burning Feet Syndrom“, übersetzt: „Brennende-Füße-Syndrom“. Die Beschwerden betreffen in der Regel die Fußsohlen. In schweren Fällen können sie sich aber auch bis zu den Knöcheln oder gar Unterschenkeln ausbreiten.

Da das „Burning Feet Syndrom“ vor allem nachts auftritt, sind die Betroffenen oft von Schlafstörungen geplagt und tagsüber entsprechend müde. Entsprechend eingeschränkt ist die Lebensqualität.

„Burning Feet Syndrom“: Unbedingt beim Arzt abklären lassen

Zuweilen treten Symptome des „Burning Feet Syndroms“ auch bei anderen Krankheiten auf. Daher ist ein Besuch beim Facharzt unabdingbar. Im Zweifel gibt eine Blutuntersuchung Aufschluss. Wichtig ist es, die Symptome abzugrenzen von:

 

·         Beinvenenthrombose

·         Hautkrankheiten

·         Polyneuropathie (systemische Schädigung peripherer Nerven)

·         Sensibilitätsstörungen

„Burning Feet Syndrom“: Abkühlung kann die Schmerzen lindern.

„Burning Feet Syndrom“: Abkühlung kann die Schmerzen lindern.

Erste Hilfe bei „Burning Feet Syndrom“

Eine gezielte Kühlung, etwa mit Kühlpacks, Eiswürfeln oder kalten Fußbädern, kann beim „Burning Feet Syndrom“ kurzfristig die Beschwerden lindern. Auch kühlende Lotionen oder Sprays sind eine Möglichkeit.

Helfen kann – auf ärztlichen Rat hin – auch die Einnahme schmerzlindernder Medikamente oder eine lokale Injektion von Betäubungsmitteln. Zudem gibt es Berichte über gute Erfolge mit der sogenannten Hochtontherapie (HiToP). Hierbei wird elektrischer Strom mit hochfrequenten Schwingungen eingesetzt.

Diese Möglichkeiten, das brennende Gefühl in den Füßen zu lindern, sollten indes mit einer dauerhaften Therapie einhergehen, um die Ursache, sprich, den Vitamin-B5-Mangel zu beseitigen. Normalerweise erfolgt dies durch die regelmäßige Einnahme von Pantothensäure in Tablettenform.

Weitere Symptome eines Pantothensäure-Mangels

Das „Burning Feet Syndrom“ ist ein besonders typisches Anzeichen für einen Vitamin-B5-Mangel, doch bei Weitem nicht das einzige Signal. Es können auch weitere, eher unspezifische Symptome auftreten, so zum Beispiel:

  • Muskelschwäche
  • Beschwerden im Magen-Darm-Bereich wie Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Geschwächtes Immunsystem und entsprechend überdurchschnittlich viele Infekte
  • Lustlosigkeit bis hin zur Depression

Wie häufig kommt ein Vitamin-B5-Mangel vor?

Da fast alle Lebensmittel Vitamin B5 (Pantothensäure) enthalten, insbesondere tierische Produkte, ist ein Mangel abseits von Entwicklungsländern recht selten. Die meisten Jugendlichen und Erwachsenen decken den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesbedarf von 6 Milligramm problemlos über die Nahrung.

Dauerhafte schwere Mangelernährung, etwa aufgrund einer Essstörung, kann zu einem Vitamin-B5-Mangel führen.

Dauerhafte schwere Mangelernährung, etwa aufgrund einer Essstörung, kann zu einem Vitamin-B5-Mangel führen.

Dennoch kann in seltenen Fällen ein Vitamin-B5-Mangel auftreten. Ursache für eine Unterversorgung können sein:

  • Dauerhafte, schwere Mangelernährung, zum Beispiel aufgrund einer Essstörung wie Magersucht (Anorexie)
  • Alkoholmissbrauch
  • Chronische Darmerkrankungen
  • Diabetes
  • Erkrankung der Nieren

Oft geht ein Vitamin-B5-Mangel mit einer Unterversorgung an anderen Vitaminen einher. Nach einer entsprechenden Diagnose verordnet der Arzt in der Regel eine Substitution mit den notwendigen Nährstoffen. Begleitend kann in manchen Fällen auch eine Ernährungsumstellung sinnvoll sein.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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