Definition: Was ist Vitamin D?

Vitamin D wird auch gern als "Sonnenhormon" bezeichnet, denn es handelt sich um einen Stoff, den der menschliche Körper dringend braucht, den er aber nur mithilfe von UV-B-Strahlung aus dem Sonnenlicht bilden kann. Bekommt die Haut genügend Sonne ab, werden dadurch 80 bis 90 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs gedeckt. Der Rest wird über die Nahrung aufgenommen.

Warum Sonne für die Vitamin-D-Bildung so wichtig ist und wie Vitamin vom Körper synthetisiert wird, erfahren Sie hier.

Mehr zum Thema "Vitamin-D-reiche Lebensmittel" erfahren Sie hier.

Streng genommen handelt es sich bei Vitamin D allerdings gar nicht um ein Vitamin, sondern um ein Prohormon – also die Vorstufe eines Hormons. Vitamin D durchläuft dabei verschiedene Zwischenstufen; am Ende des Stoffwechselprozesses steht das sogenannte Calcitriol: Ein Steroidhormon, das für den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel von großer Bedeutung ist.

Vitamin D gibt es in fünf verschiedenen Formen: Vitamin D1bis Vitamin D5. Geht es um Vitamin-D-Mangel, die empfohlene Tagesdosis oder die Sinnhaftigkeit von Vitamin-D-Tabletten ist in der Regel Vitamin D3gemeint. 

Cholecalciferol – oder kurz: Calciol – ist die chemische Formel für Vitamin D3, das auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Cholecalciferol – oder kurz: Calciol – ist die chemische Formel für Vitamin D3, das auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist.

Funktion: Wozu braucht der Körper Vitamin D?

Calcitriol, die aktive Form des Vitamin D, beeinflusst über den Kalziumstoffwechsel vor allem drei große Bereiche:

  • Skelett
  • Muskulatur
  • Nervensystem

Entsprechend breit ist das Spektrum von Symptomen, die mit einem Vitamin-D-Mangel einhergehen können– und die es natürlich zu vermeiden gilt. Mindestens genauso gefährlich kann aber auch eine Hypervitaminose sein – dabei handelt es sich um eine Überversorgung mit Vitamin D.

Diverse Studien legen nahe, dass eine großzügige Versorgung mit Vitamin D das Risiko senken kann, an bestimmten Allergien, Krebsarten, Infektions- und Herzkrankheiten zu erkranken. Andere Studien wiederum kommen zu gegenteiligen Ergebnissen. In der täglichen Vitamin-D-Tablette ein kleines Wundermittel zu sehen, wäre also vorschnell.

Winterdepressionen werden gern auf einen Vitamin-D-Mangel zurückgeführt und mit Tabletten behandelt. Ob das sinnvoll ist, bleibt unklar

Winterdepressionen werden gern auf einen Vitamin-D-Mangel zurückgeführt und mit Tabletten behandelt. Ob das sinnvoll ist, bleibt unklar.

Empfohlene Tagesdosis: Wie viel Vitamin D ist gesund?

Die Richtwerte für eine ideale Vitamin-D-Versorgung werden in Wissenschaftskreisen heiß diskutiert, denn die Auswertung der vorliegenden Studien ist schwierig. Noch ist nicht eindeutig geklärt, ab welcher Ober- oder Untergrenze gesundheitliche Gefahren drohen. Was aber momentan weltweit als Konsens gilt, ist folgende Tagesdosis für Vitamin D:

  • Erwachsene: 20 µg (800 IE)
  • Kinder unter 12 Monaten: 10 µg (400 IE)

Diese Werte empfehlen auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Max-Rubner-Institut.

Angegeben wird die Aufnahmemenge in Mikrogramm (µg) beziehungsweise in Internationalen Einheiten (I.E.). Auf Tabletten finden Sie meistens die Angabe in I.E.  Die Vitamin-D-Konzentration im Blut wird in Nanogramm je Milliliter (ng/ml) oder in Nanomol je Liter (nmol/l) gemessen.

Wichtig: Bei den hier genannten Werten handelt es sich um die empfohlene Gesamtaufnahmemenge pro Tag – inklusive des durch Sonnenlicht selbst gebildeten Vitamin Ds. Nur wenn der Körper allein kein Vitamin D bilden kann, muss die komplette Tagesdosis über die Ernährung zugeführt werden. 

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hält allerdings auch eine deutlich höhere Tagesdosis immer noch für gesundheitlich unbedenklich:

  • Kinder unter 12 Monaten: 25 µg (1.000 IE)
  • Kinder bis zehn Jahre: 50 µg (2.000 IE)
  • Erwachsene: 100 µg (4.000 IE)

Vitamin-D-Test und -Dosierung: Nicht ohne ärztliche Beratung

Greifen Sie bitte trotzdem nicht ohne ärztliche Beratung zu Vitamin-D-Präparaten; die Gefahren einer möglichen Vitamin-D-Überdosis werden häufig unterschätzt. Bevor Sie Nahrungsergänzungsmitteln nehmen, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen, der einen entsprechenden Vitamin-D-Bluttest machen wird. 

Gerade für Säuglinge und Kleinkinder ist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wichtig, damit es nicht zu Rachitis kommt. Hierzu berät Sie der Kinderarzt.

Mehr zum Thema "Vitamin D für Babys"erfahren Sie hier.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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