Vitamin-B6-Mangel: Ursachen, Symptome und Folgen
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Vitamin-B6-Mangel: Ursachen, Symptome und Folgen

Vitamin B6 (Pyridoxin) stärkt sowohl das Nerven- als auch das Immunsystem. Deshalb ist es wichtig, den Vitamin-B6-Tagesbedarf über eine gesunde Ernährung zu decken. Wie Sie einen Vitamin-B6-Mangel erkennen und welche Folgen er haben kann, lesen Sie hier.

Ursachen für einen Vitamin-B6-Mangel

Da Vitamin B6 in vielen Lebensmitteln enthalten ist, nehmen die meisten Menschen in Deutschland über die Nahrung ausreichend Vitamin B6 auf. Ein Vitamin-B6-Mangel ist deshalb vergleichsweise selten.

Entsteht dennoch ein Mangel, können folgende Ursachen infrage kommen:

  • chronische Verdauungsstörungen oder Darmerkrankungen
  • die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln wie der Antibabypille
  • die Einnahme bestimmter Medikamente wie beispielsweise Antidepressiva, krampflösende Mittel oder Tuberkulosemedikamente
  • eine äußerst einseitige Ernährung
  • Essstörungen
  • Alkoholabhängigkeit

Vitamin B6 ist auch für das Wachstum und die Entwicklung des Körpers wichtig, weshalb Schwangere sowie stillende Frauen besonders auf eine ausreichende Pyridoxin-Zufuhr achten sollten, um einen Vitamin-B6-Mangel zu vermeiden. Sie haben mit 1,9 Milligramm pro Tag einen leicht erhöhten Tagesbedarf an Vitamin B6.

Empfohlene Zufuhr für Vitamin B6

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für gesunde Jugendliche und Erwachsene eine tägliche Pyridoxin-Zufuhr von:

●        1,2 Milligramm für Frauen ab 15 Jahren

●        1,4 bis 1,6 Milligramm für Männer ab 15 Jahren

Fleischprodukte wie Hähnchenbrust und Leber sowie Nüsse und Kartoffeln zählen zu den Lebensmitteln mit besonders viel Vitamin B6.

Fleischprodukte wie Hähnchenbrust und Leber sowie Nüsse und Kartoffeln zählen zu den Lebensmitteln mit besonders viel Vitamin B6.

Symptome bei einem Vitamin-B6-Mangel

Pyridoxin wird vom menschlichen Körper für viele Prozesse benötigt. Unter anderem wird das Vitamin gebraucht, um Eiweißstoffe umzuwandeln, beim Fettstoffwechsel zu helfen und Botenstoffe in den Nerven zu bilden. Zudem hat der Vitamin-B6-Spiegel Einfluss auf das Immunsystem.

Ein Mangel an Vitamin B6 kann entsprechend vielseitige negative Folgen haben. Zu den möglichen Symptomen für einen Mangel zählen:

  • entzündliche Reaktionen der Haut und an den Schleimhäuten, beispielsweise Hautausschläge, Akne und aufgesprungene Lippen
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen
  • Müdigkeit und Schwäche
  • Konzentrationsschwäche
  • Verwirrung
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Blutarmut
  • Muskelkrämpfe und Zittern
  • Beschwerden beim Atmen

Liegt eine andauernde Vitamin-B6-Unterversorgung vor, kann die Entgiftung des Körpers sowie das Nervensystem negativ beeinträchtigt werden. Darüber hinaus kann der Körper unter Umständen wichtige Mineralstoffe wie beispielsweise Eisen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt verwerten.

Ständige Müdig- sowie Schlaflosigkeit können erste Anzeichen eines Vitamin-B6-Mangels sein.

Ständige Müdig- sowie Schlaflosigkeit können erste Anzeichen eines Vitamin-B6-Mangels sein.

Bei Verdacht auf B6-Mangel: Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln

Bei Verdacht auf einen Vitamin-B6-Mangel sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Keinesfalls sollten Betroffene versuchen, einen Mangel durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ohne ärztliche Anweisung auszugleichen oder diesem gar vorzubeugen. Solche Präparate sind bei falscher Dosierung oder Anwendung häufig die Ursache für eine Vitamin-B6-Überdosierung, die ebenfalls gesundheitliche Schäden zur Folge haben kann.

Ab einer Zufuhr von 500 Milligramm Pyridoxin täglich über einen längeren Zeitraum kann der Körper dauerhafte Schäden davontragen. Diese können von Nervenschäden über Lähmungserscheinungen bis hin zu Störungen des Temperatursinns reichen.

Die Einnahme und Dosierung von Vitamin-B6-Präparaten sollte nur in Abstimmung mit einem Arzt erfolgen.

Die Einnahme und Dosierung von Vitamin-B6-Präparaten sollte nur in Abstimmung mit einem Arzt erfolgen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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