Verhütung mit der Minipille: Welche Nebenwirkungen können auftreten?
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Verhütung mit der Minipille: Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Minipille bringt nur wenige Nebenwirkungen mit sich: Sie ist zwar ein hormonelles Verhütungsmittel, aber deutlich niedriger dosiert als die Mikropille. Entsprechend greift sie weniger stark in die körperlichen Abläufe ein und verursacht im Normalfall auch weniger Beschwerden.


Unregelmäßigkeiten im Zyklus


Die häufigsten Nebenwirkungen der Minipille beziehen sich auf die Regelmäßigkeit des Zyklus: Es kann vorkommen, dass die Regel zu früh oder zu spät kommt. In manchen Fällen bleibt sie auch vollkommen aus, was den betroffenen Frauen meist ein paar beunruhigende Tage beschert. Zwischenblutungen oder Schmierblutungen sind ebenfalls keine Seltenheit. Es ist jedoch beruhigend zu wissen, dass diese Vorkommnisse vielleicht unangenehm sind, aber nicht gesundheitsgefährdend. Nach einigen Monaten pendelt sich der Zyklus meist wieder ein.


Typische Beschwerden bei der hormonellen Verhütung


Wie auch bei der Verhütung mit der Mikropille kann es bei der Einnahme der Minipille zu mehr oder weniger starken Kopfschmerzen, zu Spannungsschmerz in den Brüsten, zu Stimmungsschwankungen, Schwindelgefühl, Appetitlosigkeit oder Übelkeit kommen. Die meisten Frauen empfinden diese Art von Nebenwirkungen aber weniger stark als bei der Mikropille.


Verschiedene mögliche Hautprobleme


In einigen wenigen Fällen kann die Einnahme der Minipille Akne hervorrufen oder verschlimmern. Dann muss nach einem anderen Präparat gesucht werden, das der Körper besser verträgt. Außerdem kann die hormonelle Veränderung bei einigen Frauen zu bräunlichen Verfärbungen auf der Haut führen. Manche Frauen beobachten dieses Phänomen während der Schwangerschaft, aber auch im Zuge der hormonellen Verhütung kann es auftreten. Bitten Sie Ihren Arzt, nach einem anderen geeigneten Präparat für Sie zu suchen und meiden Sie Sonneneinstrahlung und UV-Licht, während Sie das Verhütungsmittel verwenden.


Ernstere Nebenwirkungen treten nur selten auf


Die Minipille enthält Gestagen, das den Schleimpfropf am Muttermund verdickt und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beeinträchtigt. So kann sich dort kein Ei einnisten, selbst, wenn es doch befruchtet wurde. Eine weitere Wirkung des Hormons ist aber auch die Störung des Eitransports vom Eierstock zur Gebärmutter. Das Ei ist dadurch länger als sonst im Eileiter unterwegs, und unter Umständen kann es hier zu einer Eileiterschwangerschaft kommen. Das ist zwar nur sehr selten der Fall, doch wenn Ihre Periode ausbleibt und Sie mit anderen Schwangerschaftsanzeichen wie Morgenübelkeit zu kämpfen haben, sollten Sie trotzdem sofort einen Arzt aufsuchen.


Schwangerschaftsverhütung ohne Schutz vor Krankheiten


Die Minipille kann eine Schwangerschaft wirksam verhindern, aber weiter reicht ihr Schutz auch nicht. Um sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten und all ihren unangenehmen Nebenwirkungen zu schützen, müssen Sie weiterhin Kondome verwenden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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