Vegan backen: Was eignet sich als Ei-Ersatz?
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Vegan backen: Was eignet sich als Ei-Ersatz?

Ausgerechnet zu Ostern soll man ohne Ei backen? Na klar! Einige Zutaten, die man als Ei-Ersatz nehmen kann, haben Sie bestimmt schon im Haus. Wo Sie die anderen bekommen und welcher Ei-Ersatz sich für welches Backwerk eignet, steht hier. So wird Ostern auch für Allergiker und Veganer ein leckeres Fest.

Banane als Ei-Ersatz

In Kuchen und Muffins lassen sich die Eier prima durch Bananen ersetzen, wenn Sie Ostern vegan backen wollen. Auch bei den meisten Keksen klappt das gut. 

  • Je nach Größe ersetzt eine halbe bis ganze Banane ein Ei.

Wichtig: Wenn Sie sehr reife Bananen verwenden, bekommt das Gebäck eine leckere Bananennote. Die passt aber geschmacklich nicht immer. Wenn Sie stattdessen Bananen nehmen, die noch leicht grün sind, schmeckt man das Obst hinterher nicht raus.

Apfelmus und anderes Fruchtmus eignen sich als Ersatz für Eier 

Wenn Sie süß backen wollen, ist Apfelmus eine gute, geschmacklich unaufdringliche Alternative zum Ei. Da das Mus recht flüssig ist, sollten Sie aber nicht mehr als drei Eier damit ersetzen.

  • Fünf Esslöffel Apfelmus entsprechen einem Ei.

Auch andere feine Fruchtpürees können statt Ei in den Teig, zum Beispiel Mango-, Birnen oder Aprikosenmus. Für eher herzhafte Leckereien können Sie auch Kürbismus verwenden.

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Plätzchen und Brot ohne Ei: Sojamehl ist die Lösung

Sojamehl eignet sich als Ei-Ersatz sowohl für Kuchen und Plätzchen als auch für Brot. Es hat eine bindende Wirkung – vor allem, wenn Sie es mit geringen Mengen Mineralwasser verrühren. Ersetzen Sie einfach einen Teil des normalen Mehls im Rezept durch Sojamehl, wenn Sie vegan backen. 

  • Ein Esslöffel entspricht einem Ei.
  • Sojamehl finden Sie im Reformhaus oder in gut sortierten Supermärkten.

Manche Sojaprodukte schmecken sehr stark nach den Sojabohnen und daher etwas pappig. Aber keine Sorge: Die kleinen Mengen Sojamehl, die Sie für einen Kuchen oder ein Brot brauchen, werden Sie nicht rausschmecken.

Lupinenmehl als Ei-Ersatz

Aus Lupinenmehl können Sie einen feuchten Ei-Ersatz anrühren, der sich sowohl zum Backen als auf für Frikadellen und Ähnliches eignet. Vermischen Sie dafür einen Esslöffel Lupinenmehl mit 3 Esslöffeln Wasser.

  • Ein Esslöffel Lupinenmehl entspricht einem Ei.
  • Lupinenmehl gibt es im Bio-Markt oder Reformhaus.

Seidentofu: Der ideale Ei-Ersatz

Seidentofu aus dem Reformhaus ist vor allem für saftige, weiche Backwerke der ideale Ei-Ersatz. Damit lassen sich sogar veganer Zupfkuchen, veganes Tiramisu oder vegane Pannacotta zaubern. Seidentofu ist ohnehin schon sehr weich. Vor dem Backen sollten Sie ihn pürieren oder gut mit einer Gabel durchrühren, damit er sich gleichmäßig im Teig verteilt.

  • 60 Gramm Seidentofu entsprechen einem Ei.
  • Seidentofu finden Sie vor allem in Biomärkten und Reformhäusern oder in rein veganen Supermärkten.

Achtung: Verwenden Sie keinen normalen Tofu, der hat viel zu wenig Flüssigkeit und funktioniert nicht als Ei-Ersatz!

Backen ohne Ei aber mit Leinsamen

Backen ohne Ei in süß oder herzhaft – mit Leinsamen geht beides. Genauer gesagt mit Leinsamenschrot.

Mischen Sie einen Esslöffel Leinsamenschrot mit drei Esslöffeln Wasser. Lassen Sie das Ganze eine Weile stehen, bis sich eine geleeartige Masse bildet, deren Konsistenz ein wenig an Eiweiß erinnert.

  • Ein Esslöffel Leinsamen ersetzt ein Ei.
  • Leinsamen stehen im Supermarkt entweder in der Bio-Ecke oder bei Nudeln, Linsen und Getreide.

Tipp: Leinsamen sind braun und hinterlassen entsprechend dunkle Punkte im Teig. Wenn Sie das nicht möchten, können Sie Goldleinsamen als Ei-Ersatz nehmen – die sind hell und unauffällig.

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Aquafaba: Eischnee aus Bohnenwasser

Auch beim veganen Backen müssen Sie nicht auf Eischnee verzichten. Was verrückt klingt, funktioniert wirklich: Bohnen- oder Kichererbsenwasser wird zu einem tollen Eiweißersatz. 

Spezieller Ei-Ersatz aus dem Supermarkt

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Ei-Ersatz in pulverform im Handel – entweder im Vegan-Laden, im Reformhaus oder immer öfter auch in der Bio-Ecke im Supermarkt. Dieser fertige Ei-Ersatz ist am Ende nur eine Mischung aus verschiedenen Stärken – zum Beispiel Mais-, Soja- und Kartoffelstärke. 

Für ein paar Pfannkuchen oder ein schnelles Brot brauchen Sie das nicht. Mit manchen Produkten lassen sich aber sogar Eischnee oder Rührei zaubern. Dafür lohnt sich der Griff zum Profi-Ei-Ersatz dann doch.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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