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zwei menschen halten kleine weiße plastiklunge in den händen
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Ultraschall der Lunge: Das zeigt die Lungen-Sonografie

Beim Ultraschall der Lunge, auch Lungen-Sonografie genannt, kann der Arzt mit Hilfe von Ultraschallwellen ein Bild vom Lungengewebe erhalten. Doch ein Ultraschall der Lunge hat Schwächen: Nur Gewebe und Flüssigkeiten können sichtbar gemacht werden – luftgefüllte Bereiche nicht.

Was ist ein Ultraschall der Lunge?

Die Ultraschalluntersuchung der Lunge, auch Lungen-Sonografie und Lungen-Echografie genannt, ist ein risikofreies, bildgebendes Verfahren in der Medizin. Ein Ultraschall der Lunge ist eine nichtinvasive Untersuchung und für den Patienten schmerzfrei, unkompliziert und rasch durchgeführt. Mit Hilfe von nicht hörbaren Ultraschallwellen (oberhalb von 16.000 Hertz) erfasst der Arzt Lungengewebe und Flüssigkeiten im Lungenbereich. Das Ultraschallgerät überträgt die erfassten Werte auf einen Bildschirm und bildet sie dort ab (Sonogramm).

Der Vorteil der Ultraschalluntersuchung ist, dass der Patient keiner schädlichen Röntgenstrahlung ausgesetzt ist und kein Kontrastmittel gespritzt bekommen muss. Der Nachteil der Lungen-Sonografie ist, dass nur mit Flüssigkeit gefüllte Gewebe sichtbar gemacht werden können.

Wie funktioniert die Ultraschall-Untersuchung der Lunge?

Beim Ultraschall der Lunge liegt der Patient mit freiem Oberkörper auf einer Liege. Der Arzt, meist ein Lungenfacharzt (Pneumologe), trägt ein Kontaktgel auf die Haut auf, damit der Schallkopf besser über die Haut gleitet und keine Luft zwischen Schallkopf und Haut ist. Luft beeinträchtigt den Übergang der Schallwellen in den Körper und kann die Qualität der Sonografie deutlich mindern.

Der Schallkopf überträgt Schallwellen auf das zu untersuchende Gewebe. Die Schallwellen werden von dem Gewebe entweder aufgenommen (absorbiert) oder zurückgeworfen (reflektiert). Dieses Echo wird von dem Ultraschallgerät erfasst und in ein Bild umgerechnet.

Schwarz, weiß, grau: Farbgebung beim Ultraschall der Lunge

Die Stärke des zurückgeworfenen Echos gibt Aufschluss über die Art des Gewebes und wird am Monitor in ein Farbsignal umgewandelt: Durch Flüssigkeiten dringen die Schallwellen durch und der Bereich wird schwarz dargestellt. Knochen werfen die Schallwellen zurück und werden weiß dargestellt. Weiche Gewebe sind in verschiedenen Graustufen auf dem Bildschirm zu sehen.

Ultraschallgeräte können beim Ultraschall der Lunge über 200 verschiedene Graustufen abbilden. So lässt sich die Lunge in ihrer Struktur abbilden. Unterschiedliche Gewebe werden erkannt und Hinweise auf Tumorgewebe oder andere Gewebeveränderungen gefunden.

Ultraschall der Lunge: Eine Untersuchung mit Schwächen

Der Ultraschall der Lunge eignet sich nicht immer zur Untersuchung der Lunge. Die Lunge ist ein mit Luft gefüllter Raum. Da die Schallwellen nur feste und mit Flüssigkeit gefüllte Gewebe sichtbar machen können, kommt die Lungen-Sonografie oft an seine Grenzen. Trotzdem sind bis zu 70 Prozent des Brustfells (Pleura) der sogenannten transthorakalen Beurteilung zugänglich.

Ultraschall der Lunge: wann geeignet?

Der Lungenultraschall eignet sich unter anderem zur Untersuchung von Pleuraergüssen und Kontrolle von Gewebeveränderungen (Verlaufskontrollen), beispielsweise beim Verdacht auf Tumoren im Bereich des Brustfells oder von Lungenentzündungen. Des Weiteren eignet sich die Sonografie der Lunge zur Untersuchung von Herz, Luftröhre, Speiseröhre und anderen Organen der Brusthöhle (Thoraxorgane).

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Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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