U2: Ein genauerer Blick auf den Geburtszustand
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U2: Ein genauerer Blick auf den Geburtszustand

Schwerwiegende Funktionsstörungen sollten bereits in der U1 ausgeschlossen worden sein. Drei bis zehn Tage nach der Geburt, in der U2-Untersuchung, schauen die Ärzte dann noch mal genauer hin.

Das Augenmerk liegt dabei den Untersuchungen vor allem darauf, folgende Krankheiten frühestmöglich zu erkennen:

  • Gelbsucht
  • Herzfehler
  • Hörfehler und Mukoviszidose, falls noch kein Test in U1 erfolgte.
  • Hüftgelenksdysplasie

Dafür wird Ihr Baby von Kopf bis Fuß vermessen, abgehorcht und begutachtet: Vom Knochenbau über die inneren Organe bis zu auffälligen Hautveränderungen – die Kinderärzte achten auf jedes Detail. Das ist gut, denn je eher Probleme erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln.

Auch Prävention ist ein wichtiges Thema, denn einige Krankheiten lassen sich recht einfach verhindern, wenn Ihr Kind frühzeitig entsprechende Ergänzungsmittel bekommt. Dazu berät Sie der Arzt ausführlich. Wenn Sie zustimmen, stellt er dann ein Rezept aus beziehungsweise verabreicht die passende Dosis direkt vor Ort. Konkret geht es dabei um:

  • Vitamin K zur Vermeidung innerer Blutungen
  • Vitamin D zur Vermeidung von Rachitis
  • Fluorid zur Vermeidung von Karies

Bei der Beratung und Aufklärung für die Eltern geht es in der U2 unter anderem um Themen wie:

  • Allgemeine Tipps zur gesunden Entwicklung
  • Plötzlicher Kindstod und seine Prävention
  • Regionale Unterstützungsangebote

Neben angeborenen Problematiken achten die Mediziner ab der U2 und in allen folgenden Untersuchungen auch auf Anzeichen von Vernachlässigung oder äußerer Gewalt, wie etwa:

  • Knochenbrüche
  • Hämatome und Petechien (blaue Flecken)
  • Verbrennungen
  • Narben
  • Dehydrierung

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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