Sonnenbrand-Symptome sind unangenehm: Es schmerzt und juckt.
Sonnenbrand Symptome •

Sonnenbrand-Symptome: Warum juckt und schmerzt Sonnenbrand?

Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut. Verursacht wird diese Verbrennung überwiegend durch UV-B-Strahlung. Sonnenbrandgefährdet sind vor allem die sogenannten „Sonnenterassen“ Nase, Schultern und Füße. Die betroffenen Hautbereiche schmerzen und jucken unangenehm und sind heiß. Sechs Fragen zu Sonnenbrand-Symptomen.

Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut. Verursacht wird diese Verbrennung überwiegend durch UV-B-Strahlung. Sonnenbrandgefährdet sind vor allem die sogenannten „Sonnenterassen“ Nase, Schultern und Füße. Die betroffenen Hautbereiche schmerzen, verursachen Juckreiz und sind heiß. Sechs Fragen zu Sonnenbrand-Symptomen.

Was passiert bei einem Sonnenbrand mit der Haut?

Sonnenbrand ist eine akute Schädigung der Haut. Wie stark die Haut durch die Sonneneinstrahlung verletzt wird, ist abhängig davon, wie lange die Haut der Sonne ausgesetzt ist und wie intensiv die Strahlung ist, die auf die Haut einwirkt. Leichter Sonnenbrand betrifft die obere Hautschicht und ist mit Rötung, Juckreiz und leichten Schmerzen verbunden. Starker Sonnenbrand geht in die tieferen Hautschichten hinein und zeigt sich durch Schälen der Haut, Blasenbildung und Entzündungen.

Während leichter Sonnenbrand nach etwa zwei Tagen wieder abklingt, dauert ein stärkerer Sonnenbrand deutlich länger. Die Hautschichten müssen sich erneuern und die verbrannte Haut löst sich ab. Der Heilungsprozess kann bis zu zwei Wochen dauern. 

Sonnenbrand-Symptom Juckreiz: Warum juckt Sonnenbrand?

Der Juckreiz bei Sonnenbrand tritt im Zusammenhang mit einer Entzündungsreaktion auf und wird durch körpereigene Botenstoffe, darunter auch Histamin, hervorgerufen. Diese Botenstoffe aktivieren verschiedene Prozesse der Immunabwehr und sorgen unter anderem dafür, dass sich die Blutgefäße der betroffenen Hautstelle erweitern. Die Durchblutung verstärkt sich, um die Heilung anzuregen. Die für den Sonnenbrand typische Rötung entsteht. Leichte Kortisonsalben können die Entzündung und den Juckreiz lindern.

Ist der Juckreiz extrem ausgeprägt, was oft der Fall ist, wenn eine Sonnenallergie den Sonnenbrand begleitet, können Antihistaminika unterstützen. Diese hemmen die entzündungsfördernden Botenstoffe. Der Juckreiz wird meist durch die trockene Haut verstärkt, die der Sonnenbrand mit sich bringt. Dann helfen pflegende und feuchtigkeitsspendende Lotionen, beispielsweise mit Aloe vera und Panthenol, gegen den unangenehmen Juckreiz.

Sonnenbrand-Symptom Schmerz: Warum tut Sonnenbrand so weh?

Bei Sonnenbrand dringen UV-Strahlen in das Hautgewebe ein und schädigen es. Das ruft die körpereigene Abwehr auf den Plan. Forschungen haben gezeigt, dass ein Botenstoff für die Schmerzen beim Sonnenbrand maßgeblich mit verantwortlich zu sein scheint: Zytokin CXCL5. Dieses Molekül manipuliert die Schmerz- und Druckrezeptoren so stark, dass bereits leichte Berührungen neben dem Juckreiz als sehr schmerzhaft empfunden werden. 24 bis 42 Stunden nachdem die Haut der Sonne ausgesetzt war, ist der Schmerz am stärksten – und die Konzentration von CXCL5 am höchsten. Forscher am King's College in London spritzten Probanden das Signalprotein testweise unter die Hautoberfläche. Das Ergebnis: Die Versuchspersonen litten an der für Sonnenbrand typischen Berührungsempfindlichkeit – trotz unversehrter Haut.

Die Hautschichten müssen sich nach einem Sonnenbrand erneuern.

Die Hautschichten müssen sich nach einem Sonnenbrand erneuern.

Die Hautschichten müssen sich nach einem Sonnenbrand erneuern.

Sonnenbrand-Symptom Hitze: Warum wird die Haut bei Sonnenbrand so heiß?

Nach dem Sonnenbad ist die Haut oft unangenehm heiß. Das liegt nicht nur an der Sonne und der Hitze selbst. Bei einem Sonnenbrand werden verschiedene Botenstoffe aktiv und setzen Reparaturmechanismen in Gang, die die beschädigte Haut reparieren sollen. Die heiße Haut kommt zum einen durch die Entzündung, die der Sonnenbrand mit sich bringt. Zum anderen ist die betroffene Hautstelle stärker durchblutet, was die Temperatur ebenfalls erhöht.

Sonnenbrand-Symptom Blasenbildung und Schälen: Warum schält sich die Haut nach einem Sonnenbrand?

Nach einem Sonnenbrand schält sich die Haut neben dem starken Juckreiz. Das ist Teil ihres Reparaturmechanismus. So befreit sie sich von der geschädigten oberen Hautschicht und bildet darunter wieder neues Gewebe. Auf keinen Fall sollten Sonnenbrandgeplagte die Hautfetzen abziehen oder Blasen öffnen. Das greift die ohnehin schon geschwächte Hautbarriere zusätzlich an, erhöht das Verletzungsrisiko und bietet Keimen eine Eintrittspforte. Dann kann es zu Infektionen und Eiterbildung bis hin zu einer Blutvergiftung kommen. Auch das Risiko für Narben steigt deutlich an.

Besser ist es, die Haut mehrmals täglich mit einer geeigneten Pflegelotion einzucremen. Das unterstützt die Heilung und versorgt die Haut mit wertvoller Feuchtigkeit. Bei starkem Sonnenbrand mit Schmerzen und verletzter Haut beziehungsweise Blasenbildung sollte immer ein Hautarzt zu Rate gezogen werden.

Wie sehr schädigt Sonnenbrand die Haut?

Nicht nur, dass ein starker Sonnenbrand zu Vernarbungen führen kann und häufige Sonnenbäder die Haut früher altern lassen: Sonne ist der größte Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Die Haut merkt sich jede Sonnenminute und legt quasi ein „UV-Strahlen-Konto“ an. Je mehr Strahlung die Haut im Laufe des Lebens abbekommt und je öfter sie unter einem Sonnenbrand leiden musste, desto größer ist das Risiko, dass Hautkrebs entsteht.

Sonnencreme ist ein wichtiger Schutz für die Haut und kann Hautärzten zufolge das Hautkrebsrisiko senken. Um Hautkrebs in einem frühen Stadium erkennen zu können, sollten regelmäßig Hautuntersuchungen wahrgenommen werden. Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten für ein sogenanntes Hautkrebsscreening. In Einzelfällen können Früherkennungsuntersuchungen schon in jüngeren Jahren oder in kürzeren Abständen sinnvoll sein. Fragen Sie bei Ihrem Hautarzt nach, was er Ihnen empfiehlt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ann-Kathrin Landzettel
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