Beim Wintersport im Schnee droht Sonnenbrand.
Sonnenbrand: Das sind die Ursachen

Sonnenbrand im Winter: Wie gefährlich ist Wintersonne für die Haut?

Sonnenbrand kann sich auch im Winter auf der Haut zeigen, denn Schnee reflektiert und verstärkt die Sonnenstrahlen. Bei einem Schneeurlaub in den Bergen steigt das Risiko für einen Sonnenbrand zusätzlich. Mit der Höhe nimmt die Intensität der Sonnenstrahlung zu. Was Sie über Sonnenbrand im Winter wissen sollten.

Warum im Winterurlaub Sonnenbrand droht

Ein warmer Mantel schützt den Körper, um den Hals ist ein dicker Schal gewickelt und auf der Nase prangt ein Sonnenbrand: Fehlt im Winter ausreichender Sonnenschutz, kann die Haut auch bei kalten Temperaturen verbrennen. Vor allem Wintersportler haben mit Sonnenbrand zu kämpfen. Es gibt zwei Gründe, warum Sonnenbrand viele Winterurlaube begleitet:

  1. Im Winter ist die Luft klar und die Sonne scheint oft. Obwohl es kalt ist, hat die Sonne Kraft. Liegt zudem Schnee, wird die Sonnenstrahlung reflektiert und die Menge der Strahlung, die auf die Haut einwirkt, nimmt zu.
  2. Je höher man ist, desto intensiver ist die Sonnenstrahlung. Pro 1000 Höhenmetern verstärkt sich die UV-Strahlung um zehn bis fünfzehn Prozent.

Sonnenbrand im Winter: Für den Wintersport spezielle Sonnenschutzcreme wählen

Für den Wintersport sollte der Fettanteil in der Sonnencreme hoch sein, damit sie nicht zu Erfrierungen auf der Haut führt. Für die Lippen gibt es ebenfalls entsprechende Pflegestifte mit hohem Lichtschutzfaktor und Kälteschutz. Am besten lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Dann sind Sie gut gewappnet und können dem Sonnenbrand im Winter vorbeugen.

Sonnenbrand im Winter: Auch bei kalten Temperaturen hat die Sonne Kraft

Nicht nur im Winterurlaub in den Bergen kann sich Sonnenbrand auf der Haut zeigen. Der Übergang von Winter zu Frühling ist ebenfalls mit einem erhöhten Sonnenbrandrisiko verbunden. Im Februar und März nimmt die Kraft der Sonne zu. Sie ist nah an der Erde und so stark, dass trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt das Sonnenbrandrisiko steigt – vor allem, wenn die Luft sehr trocken ist. Mitte April erreicht der Sonnenstand bereits eine Höhe wie Ende August.

Hinzu kommt, dass die Winterhaut keine Sonne mehr gewöhnt und sehr UV-empfindlich ist. Außerdem hat die Heizungsluft die Haut strapaziert, ausgetrocknet und empfindlicher gemacht. Im Frühjahr ist das Schutzschild der Atmosphäre vor UV-Strahlung zudem schwach. Um die Haut zu schützen, ist eine Creme mit LSF empfehlenswert.

Auch die Augen benötigen in der Wintersonne einen besonderen Schutz.

Auch die Augen benötigen in der Wintersonne einen besonderen Schutz.

Sonnenbrand im Auge? Das geht!

Neben der Haut reagieren auch die Augen empfindlich auf ein Zuviel an Sonne. Bei Sonne in Kombination mit Schnee droht Schneeblindheit, eine Art Sonnenbrand auf den Augen. Schnee reflektiert bis zu 90 Prozent der Sonnenstrahlung. Bei einem Sonnenbrand auf den Augen nimmt die Hornhaut Schaden. Starke Schmerzen und kurzzeitige Sehprobleme sind die Symptome von Sonnenbrand im Auge. 

Dann sollte man einen Augenarzt aufsuchen. Mit der richtigen Behandlung heilt die Entzündung in der Regel folgenlos aus. Unbehandelter Sonnenbrand im Auge birgt allerdings Risiken: Die beschädigte Augenhornhaut ist eine Eintrittspforte für Bakterien, welche die Hornhaut nachhaltig schädigen können. 

Sonnenbrand in den Augen vorbeugen: Eine gute Sonnenbrille ist ein Muss

Der beste Schutz für die Augen ist eine Sonnenbrille. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) rät, Sonnenbrillen im Fachhandel oder bei einem Optiker zu kaufen. So gehe man sicher, dass diese über einen ausreichenden UV-Schutz verfügen. Die Farbe der Gläser sage nichts über den UV-Schutz aus, so die Warnung der Augenexperten. Wichtig ist zudem, dass die Gläser groß genug sind. Sie sollten bis zu den Augenbrauen und seitlich zum Gesichtsrand reichen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ann-Kathrin Landzettel
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