Sonnenbrand trotz Sonnencreme? Sonnencreme schützt nur dann, wenn genügend auf die Haut aufgetragen wird.
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Sonnenbrand trotz Sonnencreme? 6 mögliche Gründe für verbrannte Haut

„Aber ich habe mich doch eingeschmiert!“, denkt so mancher, der nach dem Sonnenbad in den Spiegel schaut und gerötete Haut vorfindet. Doch wie kann das sein? Hat die Sonnencreme versagt? Sechs häufige Gründe für Sonnenbrand trotz Sonnencreme.

Sonnenbrand trotz Sonnencreme: Kein ausreichender LSF

Ein häufiger Grund, warum trotz Sonnencreme Sonnenbrand entsteht, ist, dass kein ausreichender Lichtschutzfaktor gewählt wurde. Der Lichtschutzfaktor verlängert die mögliche Aufenthaltsdauer in der Sonne. Bei heller Haut beträgt die Eigenschutzzeit der Haut etwa 15 Minuten. Wer eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 25 wählt, hat demnach einen Schutz von:

15x25 = 375 Minuten, also rund 6 Stunden.

Allerdings sollte dieser Orientierungswert nie ganz ausgereizt werden, da er nur selten erreicht wird. Ein Grund dafür ist, dass die Intensität der Sonnenstrahlung stark variieren kann. Ein weiterer Grund ist, dass häufig zu wenig Sonnencreme auf die Haut aufgetragen wird. Hautexperten raten, nach etwa zwei Dritteln der errechneten Verweildauer in den Schatten zu wechseln.

Sonnenbrand trotz Sonnencreme: Zu wenig Sonnencreme benutzt

Wer trotz Sonnencreme Sonnenbrand bekommt, obwohl er einen ausreichenden Lichtschutzfaktor gewählt hat, hat womöglich zu wenig Sonnencreme auf die Haut aufgetragen. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass meist zu wenig Creme benutzt wird oder Hautstellen vergessen werden. Experten raten, sich ausreichend Zeit für das Eincremen zu nehmen. Auf Gesicht, Brust, Bauch, Rücken, Hüften und Po, Ober- und Unterschenkel sowie die Arme sollten jeweils zwei fingerlange Cremestränge aufgetragen werden. Wichtig: Ohren und Füße nicht vergessen.

Sonnenbrand trotz Sonnencreme: Zu spät eingecremt

Zeigt sich nach dem Aufenthalt in der Sonne trotz Sonnencreme ein Sonnenbrand, ist es auch möglich, dass der Körper zu spät eingecremt wurde. Mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad sollte der Körper eingecremt werden, damit die Sonnencreme beziehungsweise die darin enthaltenen chemischen Filter wirken können. Mineralische UV-Filter hingegen, die die Sonnenstrahlung reflektieren, wirken sofort.

Eincremen ist auch schon bei geringer Sonneneinstrahlungen wichtig!

Eincremen ist auch schon bei geringer Sonneneinstrahlungen wichtig!

Sonnenbrand trotz Sonnencreme: Zu lange in der Sonne geblieben

Möglicherweise sind Sie auch zu lange in der Sonne geblieben. Sonnencreme mit entsprechendem Lichtschutzfaktor verlängert zwar die Aufenthaltsdauer in der Sonne, unbegrenzt geschützt ist man mit ihr aber nicht. Selbst wer häufig nachcremt ist nicht länger geschützt. Es gilt immer die Regel: Eigenschutzzeit der Haut multipliziert mit dem LSF ergibt den Orientierungswert in Minuten für den Aufenthalt in der Sonne. Wer nachcremt, erneuert den Schutz, verlängert ihn aber nicht.

Sonnenbrand trotz Sonnencreme: Schwitzen und Schwimmen

Die Sonnencreme löst sich bei starkem Schwitzen oder beim Schwimmen. Auch wer wasserfeste Sonnencreme verwendet, ist nicht sicher geschützt: Als wasserfest dürfen Hersteller Sonnencremes bezeichnen, die nach zweimal 20 Minuten Aufenthalt im Wasser noch mindestens 50 Prozent ihres Lichtschutzfaktors haben. Das heißt aber auch, dass bis zur Hälfte des Sonnenschutzes beim Schwimmen verloren gehen kann. Das Abtrocknen übersteht die Creme ebenfalls nicht. Nach dem Schwimmen und bei starker Schweißbildung immer nachcremen. Tipp: Auf das Abtrocknen sollten Sie nicht verzichten, denn die Wasserperlen auf der Haut wirken wie ein kleines Brennglas. Das Sonnenbrandrisiko steigt.

Sonnenbrand trotz Sonnencreme: Creme ist nicht mehr haltbar

Möglicherweise ist die Sonnencreme auch nicht mehr haltbar oder wurde falsch gelagert. Bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist Sonnencreme im Normalfall weitestgehend verlässlich. Ist dieses abgelaufen, sollte man eine neue kaufen. Außerdem können starke Temperaturschwankungen die Wirksamkeit herabsetzen. Im Auto sollte man Sonnencreme nicht aufbewahren. War die Sonnencreme während des Strandurlaubs häufig der Sonne ausgesetzt, sollte man ebenfalls überlegen, eine neue zu kaufen. Auch wenn sich die verschiedenen Komponenten trennen, etwa statt einer homogenen Creme flüssige, ölige Masse aus der Tube kommt, sollte man sie entsorgen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ann-Kathrin Landzettel
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