Bei Sonnenbrand im Gesicht braucht die Haut eine besondere Pflege.
Behandlung •

Sonnenbrand im Gesicht behandeln - die besten Tipps

Sonnenbrand im Gesicht ist besonders schmerzhaft. Entgegen der Haut an Schultern und Rücken ist sie sehr dünn und empfindlich. Vor allem die Nasen- und Wangenpartie bietet den UV-Strahlen eine Angriffsfläche. Doch auch Stirn und Kinn können verbrennen, ebenso die Lippen. 

Sonnenbrand-Risiko im Gesicht durch UV-B-Strahlen

UV-Strahlung, vor allem UV-B-Strahlen, sind in Hinblick auf das Sonnenbrand-Risiko für das Gesicht genauso schädlich wie für den Körper. Das Gesicht ist sogar noch anfälliger, da es sich nicht durch Kleidung schützen lässt und der Sonnenstrahlung besonders häufig ausgesetzt ist. Außerdem ist die Gesichtshaut sehr empfindlich, vor allem im Bereich um die Augen, die Nase und die Lippen.

Sonnenbrand im Gesicht: Die Haut braucht eine besondere Pflege

Im Akutfall hilft bei Sonnenbrand im Gesicht ein kühles, feuchtes Tuch, das Sie in Leitungswasser oder stilles Mineralwasser getaucht haben. Das kühle Tuch nimmt die Hitze von der Haut, hemmt die Entzündungsreaktion und lindert den Schmerz und die Spannungsgefühle. Eine milde Lotion, am besten eine Öl-in-Wasser-Emulsion, versorgt die Haut mit Fett und Feuchtigkeit. Verzichten Sie auf Lotionen mit Alkohol, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen. Diese reizen die strapazierte Haut unnötig. Wirkstoffe wie Panthenol, Allantoin und Bisabolol unterstützen die Wundheilung. Reines Aloe Vera-Gel ist bei Sonnenbrand im Gesicht ebenfalls wohltuend.

Haut schält sich im Gesicht: Bei Sonnenbrand Finger weg

Wer das gerötete Gesicht regelmäßig eincremt, wirkt der Austrocknung durch den Sonnenbrand entgegen, lindert kleine Fältchen und unterstützt die Heilung der geschundenen Haut. Löst sich die beschädigte Haut im Gesicht ab, sollten Sie nicht an ihr ziehen. Entstehen Mikroverletzungen in der Haut, drohen erneute Entzündungsreaktionen. Außerdem laufen Sie Gefahr, über die Hände Keime auf die möglicherweise verletzten Hautpartien zu bringen - was das Infektionsrisiko zusätzlich erhöht. Auf Make-up sollten Sie mit einem Sonnenbrand im Gesicht ebenfalls verzichten, vor allem dann, wenn sich die Haut pellt. Die Inhaltsstoffe können die Haut reizen und auch das Abschminken ist meist schmerzhaft.

Sonnenbrand im Gesicht – wann zum Arzt?

In den meisten Fällen ist leichter Sonnenbrand im Gesicht gut selbst zu behandeln. Die Rötung klingt nach etwa zwei Tagen ab. Bei stärkeren Verbrennungen kann die Heilung länger dauern. Dann schmerzt die geschundene Haut auch mal bis zu einer Woche. Zu einem Arzt sollten Sie mit Sonnenbrand im Gesicht dann gehen, wenn sich die Haut großflächig abschält, sich Blasen oder Schwellungen bilden, der Sonnenbrand mit starken Schmerzen verbunden ist oder zu dem Sonnenbrand Unwohlsein, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Erbrechen, Fieber und Schüttelfrost hinzukommen. Das deutet auf einen Sonnenstich hin. Die Schwellung der Hirnhäute sollte ein Arzt behandeln.

Sonnenbrand im Gesicht vorbeugen mit Sonnencreme und Kopfbedeckung

Meiden Sie soweit möglich die Sonne, bis sich die Haut wieder regeneriert hat. Das kann bis zu einer Woche dauern. Achten Sie immer auf einen ausreichenden Sonnenschutz, wenn Sie sich im Freien aufhalten. Eine Kopfbedeckung schützt nicht nur vor einem Sonnenstich, sondern schirmt die Gesichtshaut von der Sonne ab. Eine milde, nicht zu fettige Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor ist im Gesicht Pflicht. Vergessen Sie Ohren und Nacken nicht.

Schutz vor Sonnenbrand im Gesicht: Reicht der Lichtschutz im Make-up aus?

Auch wenn viele Make-ups einen integrierten Lichtschutzfaktor haben: Dieser ist meist recht gering. Der Schutz reicht nur für kurze Aufenthalte im Freien bei geringer Strahlungsintensität. Zuverlässig einen Sonnenbrand vorbeugen können sie nicht. Frauen, die einen stärkeren Sonnenschutz wünschen, können sich entweder für ein Produkt mit einem höheren LSF entscheiden oder sie tragen ihre Sonnencreme einfach unter dem Make-up auf. 

Sonnenbrand auf den Lippen – das hilft

Die zarte Lippenpartie ist besonders anfällig für Sonnenbrand. Zum einen ist die Haut der Lippen sehr dünn. Zum anderen bildet sie kein Melanin. Außerdem trocknet Sonne die Lippen rasch aus, da sie kaum Talgdrüsen besitzen. Am besten lässt sich Sonnenbrand auf den Lippen mit einem Lippenpflegestift mit Lichtschutzfaktor vorbeugen.

Haben Sie einen Sonnenbrand auf den Lippen, kommt es bei der Pflege auf Feuchtigkeit und Fett an. Natürliche Fette und Öle dringen gut in die Haut ein, halten die Lippen geschmeidig und verhindern, dass diese weiter austrocknen. Neben Ölen sollte die Lippenpflege zudem einen Feuchtigkeitsspender enthalten. Aloe Vera ist gut geeignet. Auch Honig hilft, die Spannungsgefühle zu lindern – und wirkt zudem leicht antiseptisch. Und: Trinken Sie ausreichend. Das befeuchtet die Lippen von innen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ann-Kathrin Landzettel
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