Schweißfüße: Was hilft wirklich? 7 Tipps
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Schweißfüße: Was hilft wirklich? 7 Tipps

Der Sommer hat seinen ganz eigenen, wunderbaren Duft – dank blühender Wiesen, Blumen und Früchte. Leider gehört für viele auch ein anderer Geruch zur warmen Jahreszeit dazu: Schweißfüße. Wir haben sieben Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie das übel riechende Problem in den Griff bekommen.

Wie entsteht der Schweißgeruch?

Dass Menschen an den Füßen schwitzen, ist nicht ungewöhnlich. Der Schweiß schützt unseren Körper davor zu überhitzen. Dabei verlieren wir vor allem Kochsalz und Wasser – an sich keine übel riechende Flüssigkeit. Der unangenehme Geruch entsteht erst, wenn Bakterien, die sich in der feuchtwarmen Umgebung der Schuhe gerne ansiedeln, den Schweiß zersetzen und dabei Buttersäure freisetzen. Aber was hilft nun gegen Schweißfüße?

1. Die richtige Fußpflege gegen Schweißfüße

Eine gute Fußpflege ist essentiell, damit es gar nicht erst zu Schweißfüßen kommt. Waschen Sie Ihre Füße, auch die Zehenzwischenräume, morgens und abends – eine einfache Seife ist für die Reinigung vollkommen ausreichend.

2. Schuhe desinfizieren mit Spray oder Natron

Bakterien in den Schuhen können Sie mit einem Desinfektionsmittel zu Leibe rücken. Das Spezial-Spray ist im Schuhfachhandel oder in der Apotheke erhältlich und sollte einmal die Woche angewandt werden – befreien Sie Ihre Schuhe vor dem Einsprühen jedoch auf jeden Fall von Schmutz.

Hausmittel-Tipp: Auch Natron hilft gegen muffige Schuhe und Schweißfüße. Streuen Sie den Inhalt eines Päckchens in die Schuhe und lassen Sie das Natron über Nacht einwirken. Wenn Sie das Pulver am nächsten Morgen aus dem Schuh entfernen, ist der unangenehme Geruch in der Regel verschwunden.

3. Schuhe gut auswählen

In offenen Schuhen wie Sandalen oder Flip-Flops kann Ihre Haut natürlich am besten atmen. Der Schweiß verdunstet direkt und bleibt nicht am Schuh haften. Wenn Sie geschlossene Exemplare bevorzugen, dann wählen Sie unbedingt atmungsaktives Material, zum Beispiel Leder. Schuhe aus Kunststoff oder anderen synthetischen Stoffen sind hingegen tabu. Sie nehmen keinen Schweiß auf, sodass er sich im Innern des Schuhs sammelt. In diesem feuchtwarmen Biotop haben Bakterien leichtes Spiel – Schweißfüße sind vorprogrammiert.

4. Socken aus hochwertigem Material

Auch bei den Socken sollten Sie nicht zu irgendeinem x-beliebigen Material greifen, wenn Sie unter Schweißfüßen leiden. Synthetiksocken haben eine ähnliche Wirkung wie Schuhe aus Kunststoff – sie nehmen keinen Schweiß auf. Die bessere Wahl sind Socken und Strümpfe aus Baumwolle. Die können Sie außerdem in der Regel bei hohen Temperaturen in der Waschmaschine waschen, was Bakterien ebenfalls den Garaus macht.

5. Einlegesohlen als Schweiß-Dämpfer

Einlegesohlen im Schuh saugen den Schweiß auf und sind damit ebenfalls ideale Helfer für Schweißfuß-Geplagte. Gut geeignet sind Ledersohlen, aber auch Zedernholz soll der Schweißbildung entgegenwirken und Fußgeruch mindern.

6. Lotion, Deo oder Puder verwenden

Eine Lotion mit Aluminiumchlorid sorgt dafür, dass sich die Schweißkanäle zusammenziehen und die Schweißdrüsen keinen Schweiß mehr abgeben. Im Gegensatz zu Salben ziehen Lotionen schnell ein und werden dadurch von vielen als angenehm empfunden.

Es gibt auch Fußdeos mit dem Wirkstoff. Wer Aluminium-Deos nicht benutzen möchte, kann auf eine Alternative mit Alkohol zurückgreifen. Der Alkohol bekämpft Bakterien ebenso wirksam, wodurch die Schweißzersetzung reduziert wird.

Mit Fußpuder können Sie die feuchtwarme Umgebung im Schuh austrocknen. Das Puder saugt den Schweiß nämlich einfach auf. Tragen Sie das Puder einfach direkt auf die Fußsohle auf.

7. Dermatologen aufsuchen

Wenn nichts gegen Ihre Schweißfüße hilft, suchen Sie einen Hautarzt auf. Er kann feststellen, ob Sie an einer sogenannten Hyperhidrose leiden, einer übermäßigen Schweißproduktion, die den Schweißgeruch verursacht.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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