Bei werdenden Müttern steigt der Magnesiumbedarf etwas an, als Nahrungsergänzungsmittel müssen sie Magnesium in der Schwangerschaft in der Regel jedoch nicht zu sich nehmen. Nur bei Beschwerden wie Muskelkrämpfe oder Schwangerschaftskomplikationen raten Ärzte zu Magnesiumpräparaten. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Magnesium in der Schwangerschaft.
Während der Schwangerschaft •

Magnesium in der Schwangerschaft: Warum das Mineral wichtig ist

Bei werdenden Müttern steigt der Magnesiumbedarf etwas an, als Nahrungsergänzungsmittel müssen sie Magnesium in der Schwangerschaft in der Regel jedoch nicht zu sich nehmen. Nur bei Beschwerden wie Muskelkrämpfe oder Schwangerschaftskomplikationen raten Ärzte zu Magnesiumpräparaten. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Magnesium in der Schwangerschaft.

Darum ist Magnesium so wichtig

Der Körper kann Magnesium nicht selbst herstellen, weshalb es jeden Tag über die Nahrung aufgenommen werden muss. Ohne das lebenswichtige Mineral würden verschiedene Prozesse im Körper nicht funktionieren. So wirkt sich Magnesium unter anderem auf mehrere Enzyme aus, die eine elementare Rolle im Energiestoffwechsel spielen. Darüber hinaus ist Magnesium entscheidend an der Reizweiterleitung von Muskeln- und Nervenzellen beteiligt, stärkt die Knochen und unterstützt die Herzfunktionen. Auch zur Verdauung leistet das Mineral seinen Beitrag.

Wird dem Körper zu wenig Magnesium zugeführt, kann es zu verschiedenen Mangelbeschwerden kommen. Darunter fallen beispielsweise Muskelkrämpfe (oft in den Waden), Krampfanfälle, Schwindel, Müdigkeit oder Durchfall und Verstopfung. Auch Herzprobleme wie Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen können durch Magnesiummangel verursacht werden.

Erhöhter Bedarf an Magnesium in der Schwangerschaft

Der Bedarf an Magnesium in der Schwangerschaft erhöht sich zwar nur geringfügig, dennoch sollten Schwangere grundsätzlich darauf achten, ausreichend Magnesium zu sich zu nehmen. Das Mineral ist wichtig für die Entwicklung des Babys im Mutterleib und unterstützt beispielsweise das Knochenwachstum. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. rät nicht-schwangeren Frauen zwischen 25 und 51 Jahren täglich zu 300 Milligramm Magnesium, schwangeren zu 310 Milligramm. Die geringe Differenz kann durch bewusste und ausgewogene Ernährung ausgeglichen werden, sodass in der Schwangerschaft normalerweise keine Magnesiumpräparate vonnöten sind.

Magnesium hilft bei Schwangerschafts-Komplikationen

Magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente sind dann sinnvoll, wenn es zu schwangerschaftsbegleitenden Komplikationen kommt. Insbesondere bei hartnäckigen Muskelkrämpfen und vorzeitigen Wehen werden Magnesiumpräparate häufig vom Arzt verordnet. Darüber hinaus kann Magnesium bei der sogenannten Präeklampsie helfen. Diese auch Schwangerschaftsvergiftung genannte Komplikation geht einher mit Bluthochdruck, Wasseransammlungen und die vermehrte Ausscheidung von Proteinen über den Urin. Sie kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich für das Ungeborene sein.

Diese Lebensmittel enthalten viel Magnesium

Wenn Sie sich während der Schwangerschaft ausgewogen ernähren und keine der oben genannten Komplikationen auftreten, können Sie Ihren Magnesiumbedarf in der Regel über die Nahrung abdecken. Besonders reich am Mineral sind verschiedene Obstsorten wie etwa Bananen oder Himbeeren und nahezu alle grünen Gemüsesorten sowie Karotten. Auch Vollkornprodukte wie Brot oder Müsli liefern viel Magnesium. Zudem nehmen Sie es beim Verzehr von Milch und Milchprodukten auf. Weitere Magnesiumlieferanten sind unter anderem Nüsse, Fleisch, Hülsenfrüchte und Sojaprodukte.

Insbesondere im Sommer sollten Schwangere außerdem viel Mineralwasser trinken, da über das Schwitzen viele Mineralstoffe, darunter auch Magnesium, ausgeschieden werden. Mineralwasser oder Leitungswasser füllen nicht nur den Flüssigkeitshaushalt, sondern auch den Mineralhaushalt wieder auf.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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