Sie stören bei jedem Blick auf die Haut sowie beim Blick in den Spiegel: Dehnungsstreifen entstehen, wenn geschwächtes Bindegewebe hohen Belastungen ausgesetzt wird. Viele Frauen, aber auch zahlreiche Männer, fühlen sich von den an sich harmlosen Streifen in der Haut gestört. Was Sie gegen die Entstehung tun können und wie sich bereits entstandene Hautstreifen lindern lassen, erfahren Sie in unserem heutigen Ratgeber.
Während der Schwangerschaft •

Dehnungsstreifen: Das können Sie dagegen tun

Sie stören bei jedem Blick auf die Haut sowie beim Blick in den Spiegel: Dehnungsstreifen entstehen, wenn geschwächtes Bindegewebe hohen Belastungen ausgesetzt wird. Viele Frauen, aber auch zahlreiche Männer, fühlen sich von den an sich harmlosen Streifen in der Haut gestört. Was Sie gegen die Entstehung tun können und wie sich bereits entstandene Hautstreifen lindern lassen, erfahren Sie in unserem heutigen Ratgeber.

Dehnungsstreifen vorbeugen ist besser als behandeln

Dehnungsstreifen entstehen, wenn sich die Haut stärker und schneller weitet, als die Produktion der Hautzellen vorangeht. Gründe hierfür können in schnellen Zunahmen des Körpervolumens liegen, z.B. durch Wachstum, Schwangerschaft oder intensiven Sport (Muskulaturaufbau) liegen. Ist das Bindegewebe nicht stark genug, was meist genetisch bedingt ist, hält es der Zugkraft nicht stand. Es entstehen Risse im Inneren der natürlichen Hautstruktur. Hierdurch zeigt sich eine unregelmäßige Hautoberfläche, die als Dehnungsstreifen sichtbar sind. Die Streifen sind nicht schädlich oder schmerzhaft, doch für die meisten Betroffenen sehr störend. 

Ausgewogene Ernährung hilft Dehnungsstreifen vorzubeugen

Mit dem Wissen um diese Entstehungsweise wird schnell deutlich, welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden können, um das Bindegewebe möglichst vor dem Reißen zu unterstützen. Eine gute Ernährung mit ausgewogenen Nährstoffen, regelmäßige Bewegung und die gute Hautpflege durch wirkstoffreiche Öle wie Mandel-, Sesam- oder Kokosöl sowie hochwertige Pflegeprodukte mit diesen Ölen als Inhaltsstoffen sind ein erster Schritt.

Zupfmassagen gegen Dehnungsstreifen 

Zudem können Zupfmassagen bei der Vorbeugung von Dehnungsstreifen eine Rolle spielen. Hierbei wird die Haut sanft mit zwei Fingern Stück für Stück gezupft und leicht geknetet, damit die Durchblutung und die Kollagenproduktion angeregt werden. Die Maßnahmen können helfen, ungewollte und zu schnelle Gewichtszunahmen zu verhindern oder bei unvermeidlicher Dehnung wie beispielsweise in der Schwangerschaft, die Entstehung der Hautstreifen vermindern. Regelmäßiger, jedoch gemäßigter Sport sorgt zudem für eine gute Durchblutung und ein geschmeidigeres Bindegewebe, das für die Bildung von Dehnungsstreifen weniger anfällig ist. 

Was tun, wenn bereits Dehnungsstreifen vorhanden sind?

Sind Dehnungsstreifen erst entstanden, müssen Sie dennoch nicht verzweifeln. Zwar lassen sich die sichtbaren Risse in der Haut nicht immer vollständig entfernen, doch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diese deutlich zu mildern und mitunter unsichtbar werden zu lassen. Die gute Hautpflege mit nährstoffreichen Ölen und die Zupfmassagen helfen auch nach der Entstehung, die Ausprägung der Dehnungsstreifen zu verringern. Zudem gibt es professionelle Behandlungsmethoden, die Dehnungsstreifen entfernen helfen, beispielsweise die Laser-Behandlung, das Micro-Needling und die Ultraschallbehandlung.

Laser-Behandlung

Durch die Behandlung mit dem Laser wird die Hautstruktur mit winzigen Lichtblitzen bearbeitet, die tief in das Gewebe eindringen. Die hierbei entstehenden Micro-Verletzungen lassen den Körper in einen Reparaturmodus gehen: Die Produktion von Kollagen wird angeregt und die Haut durch den Körper selbst von Grund auf mit einem gesunden Hautwachstum erneuert. 

Micro-Needling

Einen ähnlichen Effekt wie bei der Laserbehandlung nutzt das Micro-Needling. Statt wie beim Laser tief im Gewebe Micro-Verletzungen als Anregung für die Selbstheilungskräfte der Haut zu nutzen, werden feinste Nadeln mit einer Walze über die Haut gerollt. Die Mikroperforation der Hautoberfläche ist jedoch so fein, dass diese Behandlung weniger schmerzhaft ist, als sie klingt. Durch die feinen Löcher in der Haut wird die Hautregeneration angeregt, während Nährstoffe besser aufgenommen werden können. 

Ultraschall-Behandlung

Die Ultraschall-Methode stimuliert den Stoffwechsel tief im Gewebe, um ebenfalls die Kollagenproduktion und die gute Nährstoffversorgung zu forcieren. In den Zwischenräumen des Hautgewebes werden durch den Ultraschall Schwingungen erzeugt, welche die Durchblutung anregen und den Stoffwechsel unterstützen. Die Behandlung mit der Ultraschall-Methode ist äußerst sanft, bedarf jedoch etwas mehr Zeitaufwand als Laser oder Micro-Needling, um sichtbare Erfolge zu erzielen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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